Blasmusik in Tirol 01 2007

March 29, 2018 | Author: Hannes Schuster | Category: Mass (Liturgy), Pop Culture, Further Education, Leisure, Entertainment (General)


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Landeskapellmeister Prof. Mag.Hans Eibl legt sein Amt nieder Eine Ära geht zu Ende tirol Kultur 20. Jahrgang Verlagspostamt 6020 Innsbruck · P.b.b. Postzulassungsnummer: 02 Z 030211 M 1/2007 Februar 2007 Blasmusik in Tirol OTMAR HAMMERSCHMIDT ��������������� ���������������������� ���������������� ���������������� ��������� ����������� ������������� �������� ��������� ���� ����������������������������������������� �������������������������������������� ����������������������������� ������������������������������� ����������������� ���������������������������������������������������������� ������������������������������������������������������� ������������������������������������������������������������� ������������������������ �������������������������������� ������������������������� ��������������������������������������������������� ����������������������������������������������������� 2 Blasmusik in Tirol Februar 2007 Geschätzte Leserinnen und Leser der BiT, eine Ausgabe an der Zeitenwende, so könnte man unsere erste Ausgabe 2007 übertiteln. Der Vorwurf, die Landesführung des Blasmusikverbandes sei hoffnungslos überaltert, wird in diesem Jahr entkräftet. - Die Neuwahlen im März werden eine weitere Senkung des Durchsschnittsalters der Verbandsfunktionäre bewirken, das soll aber Gegenstand der nächsten Ausgabe sein. Diese Ausgabe widmet sich zu einem Teil dem Abschied von verdienten Persönlichkeiten, umfangreichen Dankesworten an Funktionäre, die den Landesverband verlassen. Persönlich bedanken möchte ich mich bei Hans Eibl, der als verlässlicher Mitarbeiter im Redaktionsteam für die BLASMUSIK IN TIROL viele Beiträge geschaffen hat. Auch an Friedrich Weyermüller richtet sich mein Dank für seine unkomplizierte Bereitschaft, die BiT mit Beiträgen zu versorgen. Eine Ausgabe der Rückblicke ist gar kein so unpassender Startplatz für unsere neue Reihe mit Beiträgen für Chronisten. Auszüge aus Chroniken werden in die nächsten Ausgaben Eingang finden. Ich lade euch, liebe Chronisten, ganz herzlich ein, uns Material zu schicken – damit kann die Geschichte der Blasmusikkapellen lebendig und anschaulich dargestellt werden. Letztlich schreiben wir diese Geschichte immer weiter, es ist schön, auch die Anfänge zu kennen. Rückblicke allein wären kein guter Start in ein neues Jahr. Der Auftakt für Neues muss sich nahtlos anfügen – die Ankündigung von Neuwahlen des Vorstandes lässt schon eine gewisse Spannung aufkommen. Was erwartet uns in einem Jubiläumsjahr – wie wird die Leistungsschau anlässlich 60 Jahre Blasmusikverband Tirol ausfallen? Die Frage der Kapellmeister-Ausbildung - immer aktuell – haben wir aufgegriffen und uns umgesehen. Stellungnahmen von zwei prominenten Blasmusikern bieten einen ersten Diskussionsbeitrag. Auch der Tiroler Kapellmeistertag hat Spuren hinterlassen - Neue Blasmusik wird vorgestellt, die Problematik in einem bemerkenswerten Beitrag unserer geschätzten Mitarbeiterin Ursula Strohal aufgezeigt. www.blasmusikverband-tirol.at Wichtige Ankündigungen ...................................................... Seite 4 Einladung zur GV ................................................................................... Seite 5 Kapellmeister gesucht ................................................................... Seite 7 Dr. Friedrich Weyermüller wurde 70 ................... Seite 10 Im Interview: Prof. Mag. Hans Eibl ....................... Seite 12 Erinnerungen an Sepp Tanzer .......................................... Seite 16 Landesmusikfest 2007...................................................................... Seite 17 Ein Requiem für den Frieden ............................................. Seite 18 Mitteilungen: Landesobmann ............................................................................................. Seite 19 Landeskapellmeister ........................................................................... Seite 21 Landesgeschäftsführer ..................................................................... Seite 23 Landesjugendreferent....................................................................... Seite 26 Medienreferent ............................................................................................ Seite 29 Berichte aus den Bezirken: von Seite 30 bis Seite 41 Unsere Gäste ................................................................................................... Seite 42 Leserbriefecke................................................................................................. Seite 42 Tiroler Bläserwoche............................................................................. Seite 43 Chronik-Serie ................................................................................................ Seite 44 Einwandererfest in Chile........................................................... Seite 45 Musikerpersönlichkeit: Norbert Zehm ............ Seite 46 Was tut sich außerhalb Tirols............................................ Seite 49 Musik, die auf den Menschen zugeht ................. Seite 50 Empfehlenswerte Literatur ..................................................... Seite 51 Information: Noten/Tonträger ....................................................................................... Seite 52 Kapellmeister gesucht...................................................................... Seite 53 In Memoriam .................................................................................................. Seite 53 Kalendarium: Konzerte, Blasmusikveranstaltungen, Verbandstermine, Aus- und Fortbildung ..... Seite 54 Inhalt Die nächste BiT erscheint im Juni 2007 REDAKTIONSSCHLUSS: Montag, 30. April 2007 Grafik + Druck: SternDruck · 6263 Fügen · Gewerbepark 29 Telefon: 05288/62925 · Fax DW 25 · www.sterndruck.at Fotos Titelseite: Privat Im Jahr des Landesmusikfestes möchten wir besonders viel Raum für die Beiträge der Musikkapellen bieten: Besondere Aktivitäten, Vereinsjubiläen, Konzertereignisse, - ich lade euch ganz herzlich ein, die BLASMUSIK INT TIROL nach Kräften mitzugestalten und zu einem gemeinsamen Medium unserer Kultursparte zu machen. Ich bedanke mich schon im Voraus und wünsche euch ein spannendes Musikjahr 2007. Euer Josef Wetzinger Medieninhaber und Herausgeber: Landesverband der Tiroler Blasmusikkapellen. Redaktion: Josef Wetzinger. Redaktionsteam: Dr. Herbert Ebenbichler, Prof. Hans Eibl, Hans Eller, Roland Mair, Helmut Schmid, Ursula Strohal. Für den Versand verantwortlich: Roland Mair Alle 6020 Innsbruck, Klostergasse 1, Telefon: 0512/572333, Fax: 0512/572333-60, e-mail: [email protected] www.blasmusikverband-tirol.at Jahresabogebühr € 15,-- (ins Ausland plus Porto) LV-Obmann: [email protected] · LV-Geschäftsführer: [email protected] LV-Büro: [email protected] · Redaktion: [email protected] 3 BiT 1/2007 • Editorial Februar 2007 Blasmusik in Tirol Wichtige Ankündigungen Sonntag, 11. März 2007 31. März / 1. April 2007 Generalversammlung des Blasmusikverbandes Tirol Fügen Näheres dazu auf Seite 5 Jugendblasorchester-Wettbewerb Tarrenz – St. Johann Näheres dazu auf Seite 27 16. Mai 2007 Montag, 9. Juli bis Samstag, 14. Juli 2007 Auftakt zum Landesmusikfest Landesjugendblasorchester / Requiem von Hidas Pfarrkirche St. Nikolaus / Hall i. T. · Näheres dazu auf Seite 18 Tiroler Bläserwoche Tiroler Bildungsinstitut Grillhof / Vill Näheres dazu auf Seite 43 Landesmusikfest 2007 Näheres dazu auf Seite 17 STRIZO ® NATURSTEINTEPPICH Info-Hotline: 05288-63224 6263 Fügen/Zillertal • Marienbergstr. 129 Weil es nicht egal ist, worauf man steht ... ... greifen immer mehr Menschen zu einem strizo®- Natursteinteppich. praktisch - keine Tropftassen pflegeleicht - nur trockensaugen rutschfest und unverwüstlich Ideal für jedes Geschäft, aber auch im gesamten Privatbereich die beste Investition für viele Jahre. inal Das Orig www.strizo.at www.baumann-tirol.com 4 Blasmusik in Tirol Februar 2007 zur ordentlichen Generalversammlung des Landesverbandes der Tiroler Blasmusikkapellen in Fügen Auf Grund organisatorischer Probleme in Jenbach musste kurzfristig nach Fügen umdisponiert werden. Veranstalter bleibt aber der MB Schwaz. Am Sonntag, 11. März 2007, findet in der Festhalle Fügen im Zillertal, die 60. ordentliche Generalversammlung des Landesverbandes der Tiroler Blasmusikkapellen statt. Eingeladen sind die Mitglieder des LV-Vorstandes und die bestellten Mitglieder des Musikbeirates, die Bezirksobleute, Bezirkskapellmeister, Bezirksjugendreferenten und Bezirksstabführer (somit je 4 Vertreter pro Bezirksverband) sowie die Obleute, Kapellmeister und Jugendreferenten aller Mitgliedskapellen (je 3 Vertreter pro Mitgliedskapelle) sowie die Ehrenmitglieder des Landesverbandes und Ehrengäste. Bei Verhinderung von Bezirks- oder Kapellenvertretern sollen verlässlich deren Stellvertreter delegiert werden. Bei Änderungen in der Liste der Funktionäre der Bezirke und Kapellen, die dem Verband nach Wahlen z. B. noch nicht bekanntgegeben wurden, mögen die Einladung an die nunmehr für den 11. 3. 2007 zuständigen Funktionäre verlässlich weitergegeben werden. Die Teilnahme weiterer Funktionäre und MusikantInnen ist erlaubt und erwünscht. Um auch im äußeren Erscheinungsbild unsere Geschlossenheit zu zeigen, werden die Teilnehmer ersucht, in Tracht/Uniform zu erscheinen. Der LV-Vorstand ersucht um die vollzählige Teilnahme aller geladenen Funktionäre. Es ergeht auch eine schriftliche Einladung mit der Zusendung des Protokolles der 59. Generalversammlung 2006 in Telfs und der Delegiertenkarte. Für den LV-Vorstand: Dr. Herbert Ebenbichler, LV-Obmann • DI Dr. Franz Fischler, LV-Präsident Einladung am Sonntag, dem 11. März 2007, in der Festhalle Fügen im Zillertal 8.30 Uhr Gottesdienst in der Pfarrkirche Fügen Zelebrant: Pfarrer Mag. Heinrich Berger Musik im Gottesdienst Zum Einzug: INTRADE-FANFARE aus der Messe von Andreas Knapp Kyrie: aus der Messe von Andreas Knapp Nach der Lesung: „LIEBSTER JESU, WIR SIND HIER“ GL 520 Zur Gabenbereitung: „O MENSCH, BEWEIN DEIN SÜNDE GROSS“ GL 166 Sanctus: aus der Messe von Andreas Knapp Benedictus: aus der Messe von Andreas Knapp Agnus Dei: „LAMM GOTTES“ GL 435 Zur Kommunion: Chormusik Dankgesang: „ALLES MEINEM GOTT ZU EHREN“ GL 615 Schlussspiel: DEO GRATIAS aus der Messe von Andreas Knapp Ausführende: Bläserensemble der Musikkapelle Weerberg Kirchenchöre Weerberg und Jenbach Leitung: Andreas Knapp der Generalversammlung des Landesverbandes der Tiroler Blasmusikkapellen Programm 5 Februar 2007 Blasmusik in Tirol 9.45 Uhr Generalversammlung in der Festhalle in Fügen 1.) Musik: Bezirksfanfare des MB Schwaz von Werner Kreidl Dirgent: BezKapm. Werner Kreidl 2.) Das Jugendblasorchester des MB Schwaz stellt sich vor. 3.) Eröffnung und Begrüßung, Feststellung der Beschlussfähigkeit, Verlesung und Genehmigung des Protokolles der letztjährigen Generalversammlung 4.) Totengedenken Musik: „Bist du bei mir“ von Johann Sebastian Bach Dirigent: BezKapm. Werner Kreidl 5.) Kurzberichte des LV-Geschäftsführers, LV-Obmann, Landcskapellmeister und Landesstabführer 6.) Musik: „Raketenflug“ Konzertmarsch von Sepp Tanzer (zum 100.Geburtstag des Komponisten) Dirigent: BezKapm. Werner Kreidl 7.) Kurzberichte der LV-Jugendreferenten und des –Finanzreferenten, Berichte der LV-Rechnungsprüfer, Entlastung des Finanzreferenten und des Vorstandes; 8.) Musik: „Neue Generation“ Konzertmarsch von Andreas Knapp, Dirigent:BezJugrefStV. Robert Werth 9.) Beschlussfassung über Anträge des Vorstandes unter Hinweis auf die Ergebnisse der erweiterten Vorstandssitzung vom 18. 11. 2006, wonach unter die Kollektiv-Unfall- und Haftpflichtversicherung bei der Allianz-Elementar (Paket) ausdrücklich und ausschließlich nur jene Mitglieder der Kapellen fallen, die im EDV-Programm der Blasmusikjugend als Mitglieder erfasst und eingetragen sind und wonach über Wunsch der Kapellen auch in Ausbildung befindliche noch nicht aktive Schüler der Kapellen unter die Kollektiv-Unfall- und Haftpflichtversicherung bei gleicher Prämienleistung wie die Mitglieder fallen können; 10.) Ehrungen 11.) Musik: „Jolly Roger“ von Armin Kofler Dirigent BezJugref. Markus Oberladstätter Tagesordnung 12.) Neuwahlen 13.) Musik: „Streiflichter“ Ouvertüre von Hans Eibl-ÖBVPflichtstück 2007/2008 Stufe A Dirigent: BezKapmStV. Walter Steinlechner 14.) Grußworte der Ehrengäste 15.) Behandlung von weiteren Anträgen an die Generalversammlung 16.) Allfälliges 17.) Schlussworte 18.) Tiroler Landeshymne von L. Knebelsberger/Hans Eibl Musikalische Umrahmung: Jugendblasorchester des MB Schwaz, Leitung wie in der Tagesordnung angegeben; Hinweise: 1.) Anträge an die Generalversammlung sind bis Montag, 5. März 2007 schriftlich ( auch Fax und Mail) bei der Geschäftsstelle des Verbandes Klostergasse 1, 6020 Innsbruck einzubringen; 2.) Die Delegiertenkarte wird gesondert zugesandt-bitte ausfüllen und verlässlich beim Saaleingang abgeben; 3.) Nach § 10 der LV-Statuten sind stimmberechtigt: drei Vertreter pro Kapelle (Obmann, Kapellmeister, Jugendreferent oder Delegierte),vier pro Bezirksverband( Obmann, Bezirkskapellmeister, Bezirksjugendreferent und Bezirksstabführer), die Mitglieder des LV-Vorstandes und die bestellten Mitglieder des Musikbeirates. Die Generalversammlung ist ohne Rücksicht auf die Anzahl der Erschienenen beschlussfähig. 4.) Anfahrt über Autobahnausfahrt Wiesing • Zillertal • nach ca. 7 km Abfahrt Fügen Süd (vis-a-vis Holz Binder) • Kreisverkehr Richtung Spieljochbahn • nächster Kreisverkehr rechts • hinter Molkerei links zur Festhalle – Parkplätze für Busse und PKW vorhanden Das Jugendblasorchester des MB Schwaz Das Jugendblasorchester des MB Schwaz setzt sich aus JungmusikerInnen der 15 Mitgliedskapellen zusammen. Mit der Bildung des Orchesters schließt sich der Kreis eines Veranstaltungsreigens, der von Bezirkskapellmeister Werner Kreidl initiiert worden ist. 2004 wurde in einer Veranstaltung der Weg eines Musikschülers vom Beginn des Erlernens eines Instrumentes bis zum Eintritt in die Musikkapelle gezeichnet. MusikschülerInnen zeigten ihr Können und die Fortschritte vom Anfänger bis zur Erreichung des JMLA in Bronze. In einer Folgeveranstaltung im Jahre 2005, die unter dem Motto „ Musikschullehrer begleiten ihre Schüler“ stand, spielten SchülerInnen und LehrerInnen gemeinsam solistisch und im Orchester. Dabei wurden vor allem die Anforderungen hervorgehoben, die beim Erwerb der JMLA in Bronze, Silber und Gold an die Jugendlichen gestellt werden. Sehr beeindruckend war das gemeinsame Spiel aller MusiklehrerInnen und der LeistungsabzeichenträgerInnen. Nicht zuletzt die Gründung musikeigener Jugendorchester und die schönen Erfolge der Jugendorchester des MB Schwaz bei verschiedenen Wettbewerben, vor allem aber die oben erwähnten Veranstaltungen waren die logische Folge der Bildung eines Bezirks-Jugendblasorchesters. Vor allem der Auftritt bei der Generalversammlung des Blasmusikverandes Tirol ist großer Ansporn für die JungmusikantInnen sowie für die Dirigenten und Leiter der Probenarbeit. BezJugref.Markus Oberladstätter und dessen Stellvertreter Robert Werth. Dass Jungkomponist Andreas Knapp ebenfalls dem Orchester angehört., versteht sich von selbst. RegR.Siegfried Knapp Obmann des MB Schwaz 6 Blasmusik in Tirol Februar 2007 Die Ausbildung der Tiroler Kapellmeister soll die Qualität der Musikkapellen sichern Es gibt in unserem Land viele Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung für Kapellmeister. In den Musikschulen, im Konservatorium, im Mozarteum, spezielle Workshops des Landesverbandes – ein überaus großes Angebot also. Trotzdem fehlen Blasmusikdirigenten. Warum? Gibt es nicht mehr genug Kapellmeister, die es auf sich nehmen, unter nicht ganz idealen Bedingungen zu arbeiten? Warum steigen manche ausgebildete Kapellmeister gar nicht in diese Funktion ein? Muss sich die Ausbildung ändern? Es besteht Handlungsbedarf. Die großartigen Möglichkeiten zu koordinieren und eine solide Ausbildung für die Basisarbeit schmackhaft zu machen, wird ein wichtiges Anliegen und Prüfstein der künftigen Verbandsarbeit sein. Ein Blick über Grenzen kann helfen, und so haben wir zwei erfahrene Persönlichkeiten eingeladen, ihre Sicht zur Problematik der Kapellmeisterausbildung für die BiT darzustellen. Kapellmeister gesucht Thomas Doss: Persönlichkeiten sind gefragt Der Begriff Hobby-Musiker/in ist für mich ein Musiker/in, welche/r diese Tätigkeit zwar nicht beruflich ausübt, aber in dieser Funktion oft genauso gut wirkt wie ein/e studierte/r Musiker/in.) Gleichzeitig erleben wir eben den vielzitierten ‚Boom‘ an MusikschülerInnen und vielerorts auch eine hervorragende Nachwuchsarbeit in den Blasmusikverbänden und Vereinen. Mit der Ausbildung von StudentInnen und MusikschülerInnen steigt die Verantwortung und Nachfrage an kompetenten Coachs/DirigentInnen für Jugendkapellen und Musikvereinen im unteren bis mittleren Leistungsbereich. Aber auch im Bereich der höheren Leistungsstufen (z. B bei Auswahlorchestern) steigt der Anspruch an die Funktionäre in Bezug auf künstlerisches und kulturelles Verständnis, welches sich nicht mehr auf die Eingrenzung Blasmusik beschränken darf. Künstlerische oder musikalische Kompetenz alleine reicht aber auch nicht aus. Verständnis für gruppensoziale Dynamik, psychologisches Feingefühl, Kreativität in der Methodik, Kommunikationskompetenz und eine stark ausgeprägtes menschliches Gespür sind zu fördernde Eigenschaften, deren Ansätze in einer Kapellmeisterausbildung aufgezeigt gehören. Eine Kapellmeisterpersönlichkeit sollte durch ihre Anziehungskraft und Persönlichkeit ein Ensemble weiterbringen und nicht durch ständiges Anschieben. Dieses ist zum Scheitern verurteilt und führt sehr oft zu Lustlosigkeit auf beiden Seiten. Wenn man den Wagen erst einmal zum Rollen gebracht hat, ist es leicht. Dazu ist aber ein ein/e gute/r Dirigent/in allein zu wenig. Ein gut funktionierender Verein ist Voraussetzung für eine positivie Entwicklung. Oft gibt es da aber bereits in den Vereinen selbst Missverständnisse. Bedenkt man die hohe Anforderung für so einen Coach und daneben die vielen Kapellen und Ensembles in unserem Land, ist es wohl klar, welch große Verantwortung solch eine Führungsposition mit sich bringt. Oft ist man sich dieser Tragweite gar nicht mehr bewusst. Es kann nur logisch sein, dass man für diese Tätigkeit eine entsprechende Ausbildung braucht. Eine, die sich zur Basis bekennt und zu deren tatsächlichen Bedürfnissen, sich aber auch an einer Vision orientiert, die da wäre: qualitätvolles Musizieren und alles, was dieser Begriff an musikalischen und sozialen Themen mit sich bringt bzw. voraussetzt; - Harmonie in seiner tiefsten Bedeutung. Solch eine Ausbildung kann für eine/n Schüler/in nur dann einen bleibenden Eindruck erwirken, wenn diese Themen bzw. Eigenschaften Teil seines/ihres musikalischen Lebens werden. Nachhaltigkeit funktioniert nur dann, wenn die Ausbildung in regelmäßigen zeitlichen Intervallen stattfindet. Ein sehr gut durchstrukturierter Unterricht mit Praxisnähe und umfassender Theorie ist der ideale Nährboden für besseres Verständ- Die Voraussetzungen für eine umfassende Kapellmeisterausbildung sind zweifellos Nachfrage und Angebot. Die Situation am Markt ist derzeit so, dass immer mehr MusikstudentInnen und AbsolventInnen einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen oder sich überhaupt am freien Markt behaupten müssen, um materiell zu überleben (dazu kann auch eine Kapellmeisterstelle gehören). Diese Entwicklung wird sich in Zukunft sicher verstärken, da die StudentInnen nicht weniger, sondern mehr werden. Klarerweise kommt da eine Klientel an KapellmeisterInnen und JugendleiterInnen auf uns zu, die es genauso auf die Tätigkeit vorzubereiten gilt, wie eine/n Hobbymusiker/in, welche/r dieses Amt ausübt. (Um nicht falsch verstanden zu werden: 7 Februar 2007 nis der Rolle des/der Kapellmeisters/in. Neben Information und Lehre muss es aber Hauptanliegen sein, das Interesse der SchülerInnen zu wecken; sowohl für musikalische Themen als auch psycholgische Aspekte in der DirigentInnentätigkeit. Die Notwendigkeit für das Aufwecken von vorhandenen Talenten, sowie das Auflösen sämtlicher Blockaden und das Fördern des bewussten Hörens zeigt auf, dass diese Ausbildung neben allen fachbezogenen Themen auch eine Ausbildung mit mentalem Schwerpunkt sein muss. Seit über 15 Jahren gibt es in OÖ am Landesmusikschulwerk diese Ausbildung in Zusammenarbeit mit dem OÖBV. Um es als positives Beispiel anzuführen, zeichne ich die Gliederung auf. Es hat viele Mühen und Willenskraft gekostet um sie so zu entwickeln, wie sie heute dasteht: • 1 Jahr Vorbereitung (nicht verpflichtend) 3 Wochenstunden Aufnahmeprüfung (verpflichtend) • 3 Jahre Ausbildung (nach dem 2. Jahr Zwischenprüfung; nach dem 3. Jahr Abschlussprüfung) Ab dem ersten Jahr wöchentlicher Unterricht von 3 Einheiten a 50 Minuten und jährlich 6 -8 Lehrproben bei Musikkapellen. Instrumentalunterricht ist gratis, ebenso 1 Jahr Klavierunterricht. Dazu kommen Blockseminare zu den Themen: "Der Dirigent als Psychologe", "Rhetorisches Grundwissen" und "Das Schlagzeug im modernen Blasorchester". Diese Ausbildung hat sich in einer langen Entwicklung zu dem formiert, was sie heute darstellt. Man muss den kulturpolitischen Verantwortlichen gratulieren und danken, dass sie diese Entwicklung gefördert und unterstützt haben. Wahrscheinlich waren sie sich der Tragweite dieses Unternehmens sehr wohl bewusst und haben hier mit kulturpolitischer Weitsicht gehandelt. In jedem politischen Bezirk ist ein Standort für die Ausbildung positioniert. Die Kosten für die TeilnehmerInnen sind sehr niedrig gehalten. Gegenwärtig ist die Ausbildung wiederum in einer Umstrukturierungsphase, um sich den gegenwärtigen Bedürfnissen anzupassen. Die Entwicklungen sind eben sehr schnell, und es ist notwendig einen Schritt vorne zu sein. Bereits angedacht ist zukünftig auch eine Ausbildung für andere Formationen wie Streicherensembles. Die Nachfrage an der Kapellmeisterausbildung ist enorm, auch wenn sich die Einsteigerzahl im Durchschnitt auf ca. 30 - 40% reduziert. Das liegt darin begründet, dass es klarerweise schnell aufkommt, wie sehr man sich für diese Tätigkeit eignet und auch wirklich interessiert. Auch mag es auf den ersten Blick abschreckend wirken, was die Zeitdauer der Ausbildung anbelangt. Aber jede/r Absolvent/in hat bisher bestätigt, dass ihm/ihr diese Ausbildung musikalisch, privat, in der Persönlichkeit und auch im Beruf (vom Rechtsanwalt bis zum Kranführer) sehr viel gebracht hat. Natürlich ist die Abschlussprüfung Ziel der Ausbildung. Aber selbst einen Teil der Ausbildung mitzugehen, bereichert jede/n Musiker/in. Gleichzeitig kann die Abschlussprüfung so eines Kurses auch noch nicht das Ende sein, denn eigentlich ist das Weiterlernen in diesem Bereich nie erschöpft. Was sehr stark auffällt, ist, dass die meisten KursteilnehmerInnen im Verein bereits Funktionen ausfüllen. Manche übernehmen dann aber trotzdem eine Kapellmeisterstelle in einem anderen Verein. Leider gibt es sehr viele KapellmeisterInnen-Vakanzen in den Musikvereinen. Das liegt meistens daran, dass die Vereinsführung sich oft zu sehr an eine einzelne Persönlichkeit hängt und zuwenig vordenkt. Wenn ein/e Kapellmeister/in sagt, er macht nächstes Jahr sein letztes Konzert, ist es meistens auch schon zu spät. Deswegen kann ich nur mein Kompliment jenen Vereinen aussprechen, denen es rechtzeitig gelingt, einige Interessenten, ob jung oder alt, zu einem Vorbereitungsjahr zu mobilisieren. Nicht selten ist aus solchem Schnuppern ein großes Interesse geworden. Wenn man sich überlegt, wieviel Qua- Blasmusik in Tirol litäten man als Kapellmeister im Basisbereich braucht, mag es umso mehr überraschen, dass es Persönlichkeiten gibt, welche diese Voraussetzungen in Form einer wunderbaren natürlichen Begabung mitbringen. Diese Persönlichkeiten hat es immer gegeben und wird es immer geben. Sie werden aber immer die Ausnahme bleiben. Ein Musikschulnetzwerk hat die große Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit den Verbänden so eine Ausbildung anzubieten. Freilich muss man sich die Zeit geben, so eine Ausbildung zu entwickeln. Aber es gibt Beispiele, wie OÖ, an denen man sich orientieren kann, und es werden mit Sicherheit noch andere folgen. Es stellt sich zuletzt noch eine Frage: Wer bildet die Lehrenden in einer solchen Kapellmeister/innenausbildung aus? Diesen Ball kann man nur an die berufsausbildenden Institutionen weiterspielen. Es zeichen sich Entwicklungen in Wien, Salzburg, Linz und Innsbruck ab. Auf jeden Fall ist klar: auch Coaches müssen ausgebildet werden. Und das kann nur so funktionieren, dass diese Ausbildung auf allerhöchstem Niveau stattfindet und sich neben allen künstlerischen und genre-übergreifenden Ansprüchen unbedingt zur Basis bekennt, mit ihr zusammenarbeitet und somit einen gesunden Kreislauf gewährleistet. In Zeiten wie diesen ist die Ausbildung als MusikerIn und MusikschülerIn schon längst keine rein künstlerisch/musikalische mehr, sondern auch eine persönlich/menschliche. Ein Thema, das in der Regelschule sehr oft keinen Platz mehr hat - ohne dem wir aber keine Dirigent/ innen ausbilden können. Wir greifen es gerne auf, denn es gibt wohl nichts sozialeres, als in einer Gruppe von vielen Menschen, Instrumenten und Tönen, seinen eigenen Ton zeitlich, sauber und so wesentlich zu positionieren, dass er in einem Meer an Tönen als wesentlicher Beitrag einer musikalischen Gesamtaussage funktioniert. Thomas Doss, Komponist und Dirigent 8 Blasmusik in Tirol Februar 2007 auf die Fortbildungsnotwendigkeit hingewiesen. Wie der Einzelne seine Grundfähigkeiten weiterentwickelt, ist sehr unterschiedlich; viele der Kursteilnehmer treten hinterher als Dirigenten gar nicht mehr in Erscheinung und andere nehmen eine rasante Entwicklung nach oben. Schon oft wurde von Verbandsseite diskutiert, wie die Dirigentenqualifikation gerade auch der niedrigeren Leistungsstufen planmäßig und umfassend beschleunigt und verbessert werden kann. Das Ergebnis war immer das, dass nur die Eigeninitiative geweckt, unterstützt und gefördert werden kann, mit der Problematik, dass viele Appelle auch ungehört verklingen und viele Ohren verschlossen bleiben. Andere Modelle, wie z.B. eine „Lizenzerteilung“, die mit einer Fortbildungsverpflichtung verbunden ist, wurden schnell wieder verworfen. Eines kann jedoch hoffnungsfroh stimmen! Die Qualität der Orchesterleiter hat sich in den knapp 40 Jahren, in der ich die Entwicklung verfolge, im Mittel doch beachtlich verbessert und nach oben entwickelt. Hier ist einfach auch ein langer Atem und viel Geduld gefragt! Dieter Böck, Landesdirigent des Bayerischen Blasmusikverbandes Dieter Böck: Eigeninitiativen wecken einem berufsbegleitenden Lehrgang eines Blasmusikverbandes im Zusammenwirken mit einer bayerischen Musikakademie erworben werden. Daneben veranstalten die Musikbünde auch Verbandslehrgänge zur sogenannten C3-Qualifikation (Dirigent im Blasorchester). Naturgemäß ist die Qualität der Hochschulabsolventen und Staatlich anerkannten Dirigenten höher, als die der C3-Absolventen. Während die hoch qualifizierten Orchesterleiter in der Regel bei den oberen Leistungsstufen und Spitzenorchestern zu finden sind, decken die C3-Absolventen eher die Leistungsstufen Grund-, Unter- und Mittelstufe ab. Ausnahmen sind allerdings in beiden Richtungen vorhanden. In den C3-Lehrgängen können gewisse Grundfertigkeiten angebahnt werden, die jedoch unbedingt der weiteren Vertiefung und des Ausbaus bedürfen. Hier ist die Initiative der einzelnen Dirigenten gefragt, denen eine Vielzahl von Fortbildungsmaßnahmen auf den unterschiedlichsten Ebenen angeboten wird. Einen wichtigen Stellenwert haben dabei auch die Wertungsspiele, die in Bayern sehr gut angenommen werden. Dort wird bei dem Beratungsgespräch vielfach Im Freistaat Bayern steht für die Ausbildung von Blasorchesterdirigenten ein sehr effizientes dreigliedriges System zur Verfügung. Als einziges Bundesland bietet Bayern an der Musikhochschule Augsburg den Hauptfach-Studiengang Blasorchesterleitung an. Die Absolventen von Professor Maurice Hamers genießen einen hervorragenden Ruf. Auch nur in Bayern gibt es den Abschluss zum Staatlich anerkannten Leiter für Blasorchester im Laienmusizieren. Dieser Abschluss kann an einer Berufsfachschule für Musik oder bei �������������������������� ����������������������� �������������������������� ����������������������������������������������������������� ���������������������������������� ���������������������������������������� ������������������������������������������ ����������������������������������������������������������������������� 9 Februar 2007 Blasmusik in Tirol Dr. Friedrich Weyermüller wurde 70 Kaum zu glauben, der rüstige und immer noch begeisterte Blasmusikfunktionär, der konsequente Verfechter der Bedeutung der Blasmusik als Institution musischer Bildung, der Fachmann in psychologischen Grundfragen, der Kenner der Persönlichkeitstypen ( ich würde ihn eher nicht zu den schüchternen, sondern doch zu den redseligen einreihen), der Wissende in Führungsfragen, der Pädagoge, der das Befehlen, das Anordnen, Kommandieren, Ermahnen, Warnen, Belehren, Argumentieren, das Unterhalten mit immer aktuellen und guten Witzen, aber auch das Zureden, Beraten und vor allem das Motivieren im kleinen Finger hat, unser Dr. Friedrich Weyermüller vollendete am 28. Dezember 2006 sein 70. Lebensjahr. 70 Jahre - ein Grund zum Feiern! Die hl. Caecilia für den begeisterten Blasmusiker Friedrich Weyermüller. Er ist schon so lange in der Blasmusik tätig, dass man glauben möchte, er müsste um vieles älter sein. Nun ist er 70, bei guter Gesundheit, ungebrochener Unternehmungslust und Energie in den verschiedensten Bereichen. Weyermüller kam am 28. Dezember 1936 in Innsbruck zur Welt und kann auf eine stetig aufwärts strebende berufliche Karriere verweisen: Nach der Matura in der alten Lehrerbildungsanstalt in Innsbruck unterrichtete er an verschiedenen Innsbrucker Pflichtschulen, studierte neben dem Beruf an der Universität Innsbruck in den Fachbereichen Psychologie und Psychopathologie und schloss dieses Studium bereits 1964 mit der Promotion zum Dr. phil. ab. 1969 wurde er zum Direktor des Pädagogischen Institutes des Landes Tirol ernannt, und 1990 begann er seine letzte berufliche Station als Landesschulinspektor für die Pflichtschulen Tirols. Als Hofrat wechselte er 1997 in den Ruhestand. Neben seinen vielen Verpflichtungen wirkte er an der Universität Innsbruck als Dozent für Sonderpädagogik, Habilitation 1981. Seine spätere Ernen- nung zum Universitätsprofessor war ein weiterer Beweis seiner steilen beruflichen Laufbahn. Daneben gab es noch einen zweiten Bereich mit bedeutenden Leistungen und Erfolgen, und das war sein Engagement als Führungspersönlichkeit im Blasmusikwesen. Die Liebe zur Blasmusik bekam er wohl von Prof. Otto Ulf an der Lehrerbildungsanstalt mit, wo er in den Ensembles die Trompete blies. Dazu kam noch Sepp Tanzer, denn bald war er erfolgreiches Mitglied im Trompetenregister der berühmten Wiltener Rotjacken aus Innsbruck. Tanzer war für ihn Vorbild, Freund und umgekehrt er für Tanzer der „Doktor“, gut einsetzbar bei Wertungsspielen usw. Logisch fast, dass Weyermüller bald Funktionär im Tiroler Landesverband wurde. Vor gut 40 Jahren schon, 1966, kam er als Schriftführer in den Vorstand und von 1969 bis 2004 war er Stellvertreter des jeweiligen Verbandsobmannes: bis 1995 unter Fritz Prior, dann unter Herbert Ebenbichler. In ganz Österreich wie auch im Ausland war er ein gesuchter Referent und so ging‘s weiter bergauf. Von 1980 bis 2004 stand Friedrich Weyermüller als Präsident an der Spitze des Österreichischen Blasmusikverbandes. Da war er ein weitblickender, überaus fleissiger und hartnäckiger Freund und Verfechter einer wichtigen, erfolgreichen Zusammenarbeit der Landesverbände, einer, der stets die Niveauverbesserung und das Nebeneinander von Tradition und Gegenwart im Visier hatte. Sein Geschick in der Führung einer so großen Organisation blieb auch international nicht verborgen, und so wurde er 1980 auch Präsident des Internationalen Musikbundes CISM und bekleidete diese Position bis 1992. Er spricht fließend französisch und bewegte sich auf dem internationalen Parkett gekonnt und erfolgreich. Jetzt ist er geschätzter Ehrenpräsident der CISM und des ÖBV, keine Frage, auf so einen kann Tirol und Österreich stolz sein! Was unseren Dr. Weyermüller besonders auszeichnet, ist seine Vielseitigkeit, denn er besucht regelmässig die großen Opernhäuser Europas und reist gerne, wobei sein Wissen über Land, Leute und Kul- 10 Blasmusik in Tirol tur ihn zu einem beliebten und profund gebildeten Reiseleiter befähigt. Überall kennt man überdies, wie schon eingangs erwähnt, seinen allgegenwärtigen und spitzbübischen Humor. Dr. Weyermüller ist immer noch ein großer Helfer und Mitdenker als Beirat im Tiroler Verband und vertritt den Verband bei Festen, Versammlungen, Konzerten, Ehrungen vorbildlich, tatkräftig und vor allem kultiviert im Auftreten und in Ansprachen, wie er auch immer wieder mit ausgezeichneten Beiträgen in der ÖBZ oder in der Zeitschrift des Tiroler Verbandes und anderen Medien aufwarten kann. Mögen ihm sein Schwung, seine Freude an der Begegnung mit anderen Menschen (er kümmert sich neuerdings in der Runde der Altvorderen um die früheren ÖBVSpitzenfunktionäre und Ehrenmitglieder), seine Begeisterung für die Kultur im Lande und im besonderen für die Volkskultur noch lange erhalten bleiben. Der runde Geburtstag war für den Landesverband Anlass, am 29. Dezember 2006 eine festliche Geburtstagsfeier im Hotel Kapeller in Innsbruck-Amras zu organisieren. Nach einem schwungvollen Marschständchen der Stadtmusikkapelle Innsbruck-Amras unter Kapellmeister Paul Bramböck und Stabführer Hans Zimmermann begrüßte Landesobmann Ebenbichler den Jubilar mit Familie. Weiters waren zur Feier gekommen: das geschäftsführende Präsidium des ÖBV mit Vertretern aus allen österreichischen Landesverbänden, an der Spitze der der- Februar 2007 Bläsermusik für den Jubilar zeitige ÖBV-Präsident Peter Höckner aus Niederösterreich, Bundeskapellmeisterstellvertreter Ing. Philipp Fruhmann aus der Steiermark und Bundesjugendreferent Mag. Hans Brunner. Als Vertreter der Partnerverbände des ÖBV vom Verband Südtiroler Musikkapellen Verbandsobmann Gottfried Furgler und Verbandskapellmeister Gottfried Veit, vom Verband Liechtenstein Präsident Kurt Bühler und der langjährige Jugendreferent Anton Gerner, dann ein alter Freund des Jubilars, Georg Bayer, Ehrenpräsident des Nordbayrischen Musikbundes, frühere Landesobmänner und ÖBVFunktionäre aus den Bundesländern (die vom Jubilar ins Leben gerufene Runde der Altvorderen) und natürlich Vorstand und Musikbeirat des Tiroler Verbandes. Musikalisch wurde der Abend umrahmt von einem Bläserquintett der Stadtmu- sikkapelle Innsbruck-Wilten mit Kapellmeister Peter Kostner und der Speckbacher Stadtmusik Hall mit Kapellmeister Wolfgang Kostner, diese Mischung deshalb, weil der Jubilar Jahrzehnte ein begeisterter Musiker im Trompetenregister der Wiltener war und in Hall auf Grund seiner Verdienste Ehrenmitglied ist. Bei den Gratulationsansprachen wurden die großen Verdienste des Jubilars hervorgehoben. Eine Besonderheit war die Uraufführung einer von Gottfried Veit eigens für den Abend komponierten Fanfare und die Übergabe der Partitur an den Jubilar. Für den Tiroler Verband gratulierte in einer geistreichen Ansprache Präsident Dr. Fischler und überreichte Dr. Weyermüller eine geschnitzte Cäcilia aus dem Lechtal und heitere Literatur zur Blasmusik. Ad multos annos Friedrich Weyermüller. Dank an Dr. Friedrich Weyermüller Bei den Neuwahlen am 11. März 2007 wird Beirat Dr. Friedrich Weyermüller nicht mehr kandidieren und damit aus dem Vorstand des Landesverbandes ausscheiden. Die wichtigsten Stationen unseres Dr. Weyermüller wurden oben und auch in der ÖBZ anlässlich seines runden Geburtstages gewürdigt. Es ist mir als Verbandsobmann aber ein großes Befdürfnis, zuätzlich im Namen der Tiroler Blasmusik Danke zu sagen. Nicht nur, dass Dr. Weyermüller unglaubliche 40 Jahre im Vorstand mitgewirkt hat, er war noch viel mehr: Einer, der mit Wärme und Konsequenz an wichtige Verbandsereignisse erinnert hat, der oft als Verbandsvertreter unterwegs war, bei Bezirksversammlungen, Musikfesten, Konzerten und Ehrungen. Mit seiner Rednergabe hat er den Verband bestens vertreten, als pädagogisch und musikalisch gekonnt agierender Bewerter war er häufig auch im Ausland eingesetzt, ebenso als Referent für die verschiedensten Themen. Er hat – und wird es hoffentlich als Verbandspensionist weiterhin tun – in verschiedenen Arbeitskreisen (Fucik, Mozart) mit Begeisterung und fachlich fundiert mitgearbeitet und für unsere Medien wie ÖBZ, BiT, Tiroler Volkskultur, Clarino usw. hervorragende Beiträge geschrieben. Er ist einer, der nicht mit Scheuklappen nur die Volksmusik hochhält, sondern auch viele Opernaufführungen und Konzerte besucht. Weyermüller gilt in der Blasmusik als großes Vorbild. Danke, lieber Fritz, bleib uns verbunden, alles Gute auch privat. Dr. Herbert Ebenbichler, LV-Obmann 11 Februar 2007 Blasmusik in Tirol Kraft, Ausdauer und Motivation für die Blasmusik Interview mit dem scheidenden Landeskapellmeister Prof. Mag. Hans Eibl Selbstverständlich braucht Landeskapellmeister Hans Eibl an dieser Stelle nicht vorgestellt zu werden. Wir freuen uns aber über die Gelegenheit, in einem Zwischenresümee seine vielseitige verdienstvolle Tätigkeit in den Mittelpunkt dieses Heftes zu rücken und ihn selbst zu relevanten Themen zu befragen. Prof. Mag. Eibl wird in der Generalversammlung am 11. März 2007 das höchste Amt der Tiroler Blasmusik niederlegen. Seine großen Verdienste als Komponist, Dirigent, Pädagoge und Mentor beschränken sich freilich nicht auf diese acht Jahre an der Blasmusikspitze, sie ziehen sich durch sein gesamtes Wirken. Eibl, am 12. Juni 1936 im Salzburgischen Obertrum geboren, trat 15jährig als Klarinettist in die Musikkapelle seiner Heimatgemeinde ein. Ab 1957 gehörte der Mozarteums-Student der Militärmusik Salzburg an, 1967 legte er die Militärkapellmeisterprüfung ab. Weitere spätere Studien machten ihm zum „Magister artium“. Eibl übernahm 1971 die Militärmusik von Niederösterreich und ein Jahr später die Militärmusik Tirol, die er bis 2000 musikalisch leitete. In dieser Zeit hat er vielen begabten jungen Tirolern ein zum Militärdienst paralleles Musikstudium und damit eine professionelle Musikerlaufbahn ermöglicht. Ab 1983 arbeitete er im Vorstand des Tiroler Blasmusikverbandes, 1998 wurde er Landeskapellmeister von Tirol. Eibl hat viele Bläserwerke komponiert und viele bearbeitet, um sie aufgrund der sich wandelnden Besetzungen der Blasmusik zu erhalten. Er wurde Dozent beim Blasorchester-Lehrgang am Konservatorium in Innsbruck, hielt zahlreiche Kurse, schrieb Lehrwerke und wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Tiroler Verdienstkreuz und dem Titel „Professor“. Hans Eibl hat sich für einen Abschied und gleichzeitig für eine Rückkehr zu seinen Wurzeln entschieden: Seit November 2006 leitet er die Musikkapelle Hatting. Am 31. März 2007 wird die neue Partnerschaft mit dem Frühjahrskonzert gefeiert. Herr Professor Eibl, Sie legen im März 2007 Ihr Amt als Tiroler Landeskapellmeister zurück. Was hat Sie zu diesem Schritt bewogen? Ich bin seit 1983 als Landeskapellmeisterstellvertreter und ab 1998 als Landeskapellmeister im Vorstand des Tiroler Blasmusikverbandes tätig. Nach 24jähriger ehrenamtlicher Tätigkeit kann man sich, so glaube ich, mit ruhigem Gewissen zurückziehen und Jüngeren Platz machen. Was wünschen Sie Ihrem Nachfolger? Was erwarten sie von ihm? Meinem Nachfolger wünsche ich, dass er das sich selbst vorgegebene Ziel erreicht, wozu ich ihm viel Kraft, Ausdauer und Motivation wünsche, denn Erfolge sind in einem so großen Verband nur über einen längeren Zeitraum erreichbar. Es gilt nicht nur große Events durchzuführen, sondern vor allem auch auf die „kleineren“ Musikkapellen zu achten, für sie notwendige Literatur zu finden oder Arrangements zu schreiben und Ausbildungsmöglichkeiten sowohl für Kapellmeisteranfänger als auch für Fortgeschrittene auch weiterhin anzubieten. Was sind die Aufgaben eines Landeskapellmeisters, worin bestehen die Verpflichtungen und andererseits die Chancen, wo liegen die Fallen? Die Aufgaben sind sehr vielseitig und liegen hauptsächlichen im organisatorischen Bereich, wobei seit der Einführung des Musikbeirates mit fünf verschiedenen Referaten im Jahre 2004 die Arbeiten etwas aufgeteilt wurden. Die Anzahl der Sitzungen wurde dadurch aber er- 12 Blasmusik in Tirol heblich erhöht. Viel Zeit nehmen auch die Konzertbesuche und Vertretungen des Verbandes bei verschiedenen Festen und Anlässen in Anspruch, ebenso die vielen Anrufe und Erledigungen, die man zu Hause macht. Die Chance, etwas zu bewirken, sehe ich durch die Ausund Fortbildungsangebote für Kapellmeister. Auch der jetzt schon jährlich durchgeführte Tiroler Kapellmeistertag, bei dem immer wieder verschiedene Themen aufgegriffen werden, findet immer größeren Zuspruch. So war beim letzten Mal das Thema „Neue Literatur“ und ein Jahr davor mit Michael Stecher das Thema „Arbeit mit dem Orchester: Warum tut den keiner was ich sage und zeige?“. Es bedarf sicherlich eines ständigen Hinweises, um Kapellmeister aus dem ganzen Land von einer Fort- oder Weiterbildung zu überzeugen. Dies kann im Rahmen von Wertungsspielen, Bezirksbesprechungen, aber auch durch private Gespräche geschehen. Worauf haben Sie in Ihrer Amtszeit besonderen Wert gelegt? Mein Vorgänger Andreas Bramböck und ich können sicherlich auf schöne Erfolge zurückblicken, was die Ausbildung der Kapellmeister betrifft. Durch den am Konservatorium eingeführten „zweijährigen Lehrgang für Blasorchesterleiter“, der im Oktober 1975 begonnen hat, wurde Musikern aus ganz Tirol die Möglichkeit geboten, sich weiterzubilden. Viele Teilnehmer nützten ihre Dienstzeit bei der Militärmusik, um diesen Lehrgang zu besuchen. Bis 2003 wurden 14 Lehrgänge durchgeführt, wobei jeder durchschnittlich ca. 20 Absolventen hatte. Von den insgesamt 291 Absolventen waren 102 Militärmusiker. Wir als unterrichtende Lehrer mussten uns erst selbst den Lehrplan und Lehrstoff erarbeiten. Es gab damals keine speziellen Unterlagen. So entstanden aus ursprünglich mehreren Skripten mein „Lehrbuch für Blasmusikdirigenten“ und „65 Schlagtechnische Übungen“. Ab 2003 wurde dieser Lehrgang vom Konservatorium organisiert und die Dauer von zwei auf drei Jahre hinaufgesetzt. Neben dieser Ausbildungsmöglichkeit war ich auch immer bestrebt, gute Kapellmeisterkurse am Grillhof zu organisieren, was laut Äußerungen der Teilnehmer auch gelungen ist. Diese Kurse hatten vor allem für Berufstätige den Vorteil, dass sie nur zweimal im Jahr stattfanden, dafür aber von Donnerstag bis Samstag dauerten. Sie waren in Österreich auch ein Vorreiter der Musik in Bewegung. Die „Musik in Bewegung“ hat eine sehr positive Entwicklung gemacht. Vor 1980 hat in ganz Österreich noch niemand etwas von einer „Großen oder Kleinen Wende“ gehört. Diese Show-Elemente wurden von der Militärmusik Tirol entwickelt, dann auf alle österreichischen Militärkapellen übertragen. Erst nachher wurden diese Elemente von den zivilen Kapellen übernommen. Die bereits in jedem Bundesland eingeführten Landesstabführer beschäftigen sich sehr fleißig mit der Weiterentwicklung. Es gilt jetzt jedoch streng darauf zu achten, dass nicht nur das Marschieren gesehen wird, sondern auch die musikalische Seite ihre Wichtigkeit behält. Tritt eine Kapelle bei einer Marschmusikbewertung in Stufe D oder E an, sollten auch die gespielten Märsche oder Werke in einer Show in dieser Leistungsstufe sein oder mit entsprechender Qualität geboten werden. Was sind Ihre musikalischen Anliegen? Welche Empfehlungen haben Sie zum Abschied für die Kapellmeister, die Musikantinnen und Musikanten? Es mir ein Anliegen, dass auf eine gute Interpretation unserer eigenen „altösterreichischen Musik“ geachtet wird, sprich „Wiener Walzer“ mit seiner speziellen Begleitung, „Märsche“ mit wieder hörbarem Nachschlag, auch auf die vielen wunderbaren Ouvertüren aus der Operettenzeit sollte nicht verzichtet werden. Ebenso wichtig ist es, sich „Neuem“ zu öffnen. Es gibt so viele wunderbare neue Originalkompositionen, die es wert sind, erarbeitet und gespielt zu werden. Manche Kapellmeister klagen über schlechten Probenbesuch. Wie dieses Problem zu lösen ist, dafür gibt es kein spezielles Rezept. Man wird in Zukunft viel darüber nachdenken und diskutieren müssen. Sicher wäre das ein Thema für einen Kapellmeistertag. Februar 2007 Die neun Militärmusiken Österreichs waren ab 2005 von der Auflösung bedroht und sind 2006 mit knapper Not gerettet worden. Sie waren 30 Jahre lang Militärkapellmeister. Wie sehen Sie heute, mit mehrjährigem Abstand, diese Position, ihre Entwicklung und speziell Ihre Zeit? Es ist richtig, dass alle neun Militärkapellen erhalten bleiben, das ist auf den ersten Blick sehr positiv. Wenn Sie aber von Rettung sprechen, dann muss man gleich fragen, wie sie gerettet wurden? Wie ich hörte, haben sich die Rahmenbedingungen sehr verändert. Zum Beispiel: Waren in meiner Zeit bei einer Orchesterstärke von 60 Musikern etwa 35-40 Kaderpersonen (Unteroffiziere und Zeitsoldaten), so dürfen es jetzt nur noch 16 sein. Die übrige Mannschaft muss jedes Jahr wechseln, und dazu fehlt für manche Register der notwendige Nachwuchs (Bass, Holzbläser). Außerdem wurde die Stärke auf 47 Mann reduziert. Die Militärmusik ist eine ganz wichtige Ausbildungsstätte in Tirol. Bei jeder Abschlussprüfung eines Kapellmeisterkurses wurden die praktischen Prüfungen bei der Militärmusik durchgeführt, weil es woanders über einen so langen Zeitraum für 20 Absolventen nicht möglich gewesen wäre. Es wäre wünschenswert, wenn die Rahmenbedingungen so gehalten würden, dass die Musiken ihre Vorbildfunktionen im Bundesland erhalten können. Sie haben als Militärkapellmeister sehr vielen Tiroler Musikern das Musikstudium am Konservatorium und damit oft auch einen musikalischen Beruf ermöglicht. Wie steht es jetzt damit? Es ist richtig, dass viele Musiker ihre Dienstzeit bei der Militärmusik dazu benützt haben, um sich aus- oder weiterzubilden. Ich habe dass immer sehr unterstützt und stets dafür ein offenes Ohr gehabt, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, wie angenehm es ist, wenn ein Chef dafür Verständnis aufbringt. Es haben in meiner Zeit sehr viele ihre Ausbildung als Musiklehrer oder Musiker abgeschlossen, von denen viele im Tiroler Musikschulwesen oder in Berufsorchestern tätig sind. Durch die jetzige 13 Februar 2007 Reduzierung der Anzahl an Kaderpersonal wird das immer schwieriger. Als Landeskapellmeister besuchten Sie unzählige Konzerte in ganz Tirol. Was hat Ihnen, summa summarum, besonders gut gefallen, welche Entwicklungen, musikalisch und gesellschaftlich, sehen Sie? Sehr erfreulich ist, dass sich allgemein das musikalische Niveau gehoben hat. Das hängt sicher damit zusammen, dass sich die flächendeckende Ausbildungsmöglichkeit in den Musikschulen sehr positiv auswirkt. Andererseits ist es nicht selten, dass in einer Kapelle 10 Musiker spielen, die bei der Militärmusik ihren Dienst geleisteten haben. Die Programme sind bunter, abwechslungsreicher geworden und es ist interessant, mit welchen Ideen manchmal neue elektronisch-technische Mittel oder Mulitimedia-Programme genützt werden. Auch die traditionelle Orchesteraufstellung haben viele zu Gunsten eines nicht mehr so blechdominierten Klanges geändert (Flügelhörner und Trompeten hinter den Holzbläsern). Dass das Blasmusikwesen besonders auch die junge Generation anspricht, ist erfreulich. Somit ist ein Musikverein auch ein sozial wichtiger Faktor in einer Gemeinde. Es gibt in Tirol ca. 24.000 Musikschüler, 40% davon Bläser, weshalb uns um den Nachwuchs nicht bange zu sein braucht. Wie sieht Ihr musikalisches Leben nach der Generalversammlung im März 2006 aus? Nach der Generalversammlung wird es mir ähnlich ergehen, wie bei meiner Pensionierung. Ich bin froh, wieder mehr Zeit zu haben. Für ein vernünftiges Maß an Gesundheitssport nehme ich mir jetzt mehr Zeit als früher (Ski- oder Radfahren, Jogging, Wandern). Auch die übernommene Musikkapelle Hatting wird mich sicher zu beschäftigen wissen. Somit kehre ich wieder an das Dirigentenpult und zu meiner ursprünglichen Tätigkeit zurück, die mir immer Freude gemacht hat. Werden neue Kompositionen entstehen? Ob neue Kompositionen entstehen werden, kann ich noch nicht sagen. Sicherlich werde ich mein Hobby, etwas zu arrangieren oder zu bearbeiten, weiter betreiben. Blasmusik in Tirol Sie haben viele Werke für die Blasmusik bearbeitet. Was war dabei Ihr Ziel? Mein vorrangiges Ziel war immer, etwas für die Praxis zu schreiben oder zu arrangieren. So entstanden z. B. viele Arrangements für Klarinette, weil mich der ausgezeichnete Klarinettist Werner Angermair oder auch andere Instrumentalisten immer wieder mit neuen Aufgaben beschäftigt haben. Außerdem habe ich Suppé-Ouvertüren und viele andere größere Werke speziell für die Militärmusik bearbeitet, um den Klangreichtum eines so tollen Orchesters zur Wirkung zu bringen, was oft mit veralteten Arrangements nicht möglich war. Welche Musik mögen Sie persönlich am liebsten? Persönlich habe ich ein großes Spektrum von Komponisten, deren Werke ich gerne höre. Das reicht von Bach über die Klassiker bis hin zur Modernen Musik, deshalb bin ich ein treuer Besucher der Innsbrucker Sinfoniekonzerte. Ich höre aber auch gute Jazzmusik oder Bigbandmusik gerne, weil ich sie in meiner Studienzeit viel gespielt habe. Ursula Strohal Dank des Landesverbandes Der von 1972 bis 2000 aktive Leiter der Militärmusik Tirol war bei seinem Amtsantritt als Landeskapellmeister im Jahre 1998 ein weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannter Kapellmeister, Komponist, Arrangeur, Referent, Bewerter, Buchautor und Funktionär, immer mit Elan für die Tiroler Blasmusik tätig. Tirol wurde für den gebürtigen Salzburger die zweite Heimat und erfolgreiche Wirkungsstätte. Einen wesentlichen Teil seiner Tätigkeit machte das Lehren in Kursen aus, so bis 2003 im Blasorchesterleiterlehrgang des Verbandes am Konservatorium, dann weiter in unzähligen Seminaren und Kursen besonders am Grillhof für die Aus- und Fortbildung von Kapellmeistern. Er schrieb ein viel beachtetes Lehrbuch für die Kapellmeisterausbildung, auch stammt von ihm ein Lehrvideo für Blasmusikdirigenten. Vor allem aber fanden seine zahlreichen Kompositionen und Arrangements, auch außerhalb Österreichs, großen Anklang, fast logisch errang er auch einige Kompositionspreise. Er ist ein sehr vielseitiger Komponist und schrieb Märsche, Ouvertüren, Potpourris, Werke für Soloinstrumente, festliche Musik, Tänze, sinfonische Werke, Walzer, Polkas, Lieder, Fanfaren und Hymnen sowie auch schöne Kirchenund Trauermusik, immer praxisbezogen und auf die Spielbarkeit auch in kleineren Besetzungen bedacht. Er schenkte den Kapellen neue Literatur, Eibls Werke werden viel und gerne gespielt. Dass viele seiner Werke auch oft als Pflichtstücke sowohl im ÖBV als auch im Tiroler Verband und auch in anderen Verbänden verwendet wurden, ist kein Wunder. Zuletzt war er bei den Pflichtstücken des ÖBV 2005 und 2006 vertreten und jetzt bei den Werken für 2007 und 2008 wiederum, ein aktueller Komponist mitten in der Szene. Viel Zeit opferte er in der Mitarbeit für unser Mitteilungsblatt “Blasmusik in Tirol“ und ganz besonders war er auf Grund seiner Erfahrung als Militärkapellmeister (er war einer der ersten, der Shows erarbeitete und gestaltete) ein wichtiger Berater und Lehrer im Bereich „Musik in Bewegung“, seine Tivolifiguren und Programme sind ein besonderes Markenzeichen. Für die vielseitige Tätigkeit ist ihm seitens des Landesverbandes sehr zu danken und alle wünschen ihm für den neuen Musikabschnitt alles Gute und viel Erfolg, vor allem Gesundheit, zudem entbieten wir auch seiner Familie die besten Wünsche und bedanken uns für deren Verständnis. Landesverbandsobmann Herbert Ebenbichler 14 Blasmusik in Tirol Februar 2007 Werke von Hans Eibl Über 200 Kompositionen und Bearbeitungen: Lehrvideo oder DVD für Dirigenten (ca. 60 MiTraditions-Märsche zum Marschieren, Konzert- und Ope- nuten): Grundschlagarten mit Unterteilung, dynamische rettenmärsche, Ouvertüren, Potpourris, Werke für Soloinstrumente, festliche Musik, Tänze, sinfonische Werke, Rhapsodien, Walzer, Polkas, Lieder, Fanfaren, Hymnen, Kirchen- und Trauermusik, Bearbeitungen zu Übungs- und Unterrichtszwecken. Übungen, Auftakte und Einsätze auf verschiedene Taktteile, das unmittelbare und mittelbare Weitergehen aus der Fermate, die Phrase und deren Gestaltung, die Begleitung des Marsches und des Wiener Walzers. 65 schlagtechnische Übungen für den DirigierDas Lehrbuch für Blasmusikdirigenten beinhal- unterricht: Die zweistimmigen Melodien sind so eingetet folgende Thematik: Kurze Zusammenfassung der richtet, dass sie aufbauend sowohl für Anfänger wie auch Geschichte des Dirigierens, Grundhaltung, Dirigierfiguren, Auftakt und Einsätze, die linke Hand, die Fermate, Beenden eines Werkes, Zäsur, Generalpause, Teile der Schubertmesse, Tempo, Artikulation, Hemiole, Analyse, Verzierung, musikalische Fachausdrücke, Instrumentenkunde, Transponieren, Notenbeispiele für das Instrumentieren (Partituren), die Akustik, Formenlehre, das Orchester, die Probengestaltung, Präsentation eines Konzertes, protokollarische Richtlinien für den Empfang eines Ehrengastes. Mit vielen Notenbeispielen. Geübtere verwendet werden können. bungen in klingend B-Dur. Einblasübungen für Orchester: Einfache Einblasü- Zahlreiche CD-Einspielungen mit einem insgesamt sehr umfangreichen Programm (zum Teil live-Mitschnitte von Edelweißkonzerten). Homepage: http://members.aon.at/hans.eibl Die nächste BiT erscheint im Juni 2007 REDAKTIONSSCHLUSS: Montag, 30. April 2007 ����������������������������� ���������������������� ������������������������������� ������������������������������������������� 15 Februar 2007 Blasmusik in Tirol Ein Beitrag zum 100. Geburtstag des Tiroler Blasmusik-Pioniers Er nützte seine Position als RundfunkVerantwortlicher für die Volks- und Blasmusik bei Radio Tirol, um mit den aufstrebenden Musikkapellen Gelegenheit für Tonband-Aufnahmen und damit zur Intensivierung der Probenarbeit zu bieten, zuerst im Landhaussaal, dann im neuen Rundfunkgebäude am Rennweg. Ich denke noch gerne daran, wie ich mit der Amraser Musikkapelle erstmals dieses Angebot wahrnahm. Es war im Landhaussaal, und wir spielten die Ouvertüre „Der Dorfkönig“ von Heinrich Steinbeck - zweimal spielten wir das Werk ohne Unterbrechung durch. Den ersten Abschnitt verwendete er vom zweiten Durchlauf, den zweiten vom ersten. Ein Schnitt also. Das war‘s. Und die Aufnahme wurde sogar oft gesendet, Vielleicht hat diese Begegnung bewirkt, dass er mich im Jahre 1961 einlud, als Schriftführer in den Verbandsvorstand einzutreten, der damals so besetzt war: Obmann Hofrat Dr. Josef Schumacher, Stellvertreter Emmerich Stolz; Verbandskapellmeister Sepp Tanzer, Stellvertreter Alois FintI; Kassier Karl Achammer. Als neuer Geschäftsführer begann Franz Karsten, nachdem Baron Wagner-Wehrborn ausgeschieden war. Der Vorstand umfasste aiso nur sieben Personen. Dem Verband stand kein Verbandsbüro zur Verfügung, die Abwicklung der Verbandsarbeit erfolgte notgedrungen in den Wohnungen der Funktionäre... Und die Fahrten zu den Bezirken und Kapellen mussten per Eisenbahn oder Autobus abgewickelt werden, denn einen Führerschein und ein Auto besaß nur Tanzer! 1965 setzte er mich erstmals als Bewerter ein. Keine Ausbildung dazu, nur ein kurzes Gespräch. Mit der Aufmunterung „du wirst es schon richtig machen“ wischte er meine Bedenken weg. Sein Vertrauen zu haben, hat Kraft und Sicherheit gegeben, damals und all die Jahre danach. Sepp Tanzer war eine kraftvolle Persönlichkeit, schon sein Vorname „Sepp“ signalisierte das. Nicht vorstellbar: „Josef Tanzer! „Sepp“ stand bei ihm für Kameradschaft, Überzeugungskraft, Zielstrebigkeit, auch Ernsthaftigkeit und Heimatverbundenheit. Er war ja nicht nur eine herausragende Persönlichkeit durch seine schöpferische Leistungen, sondern auch durch sein Äußeres: drahtig und schlank, stramm in seinem Auftreten, fast immer braungebrannt, ausdrucksvolle braune Augen hatte er, konnte Strenge zeigen, wenn es angebracht war, vermittelte aber allzeit Hilfsbereitschaft und verständnisvolle Zuwendung. Alle diese Eigenschaften zusammen waren es, dass sich die besten Musikanten des Landes von ihm angezogen fühlten und mit Begeisterung in den Reihen seiner „Wlltener“ auf konstant hohem Niveau Musik machten, Tanzers Klangvorstellung umsetzten und dadurch eine Vorbildwirkung erzielten, die auch in unseren Tagen Beachtung verdient: Sepp Tanzer kannte die Eigenheiten der Blasmusik anderer Länder, und das machte ihn sicher, dass der österreichische Blasmusikklang etwas Eigenständiges, Herausragendes und Erhattenswertes ist. Dafür verantwortlich ist - wir wissen es ja alle - die Sonderstellung der FlügelhornFamilie, aber auch das Begleitregister mit Es-Trompeten und Basstrompete. Während die Basstrompete in letzter Zeit geradezu einen Modestatus zu erhalten scheint und das Flügelhorn seine führende Position erhalten konnte, sind es In Tirol nur mehr ganz wenige, die mit Überzeugung Es-Trompete blasen (selber wollte ich dadurch für die Es-Trompete Werbung machen, dass ich mit diesem Instrument das Musiker-Leistungsabzeichen erwarb). Im Jahre 2007 werden sehr viele Kapellen aus Anlass des 100sten Geburtstages von Sepp Tanzer Kompositionen von ihm ins Programm nehmen und bei den Konzertansagen aus seinem Leben und Wirken berichten. Tut das und versucht es, seine Werke „original“ zu spielen. Er hat es sich verdient, seine Kompositionen immer wieder aufzuführen und seinem Vorbild nachzueifern, Ehrenlandeskapellmeister Andreas Bramböck Erinnerungen an Sepp Tanzer Foto: Archiv Als ich ihn Anfang der Fünfzigerjahre kennen lernte, hatte er schon seine wichtigsten Werke für Blasmusik komponiert und mit ihnen Kompositionswettbewerbe gewonnen, hatte mit seinen „Wiltenern“ bei internationalen Wettbewerben brillieren können, war Referatsleiter beim Rundfunk - damals noch im Neuen Landhaus - war freundschaftlich verbunden mit dem Südtiroler Verbandskapellmeister Sepp Thaler, mit dem unermüdlichen Kämpfer für originale Blasmusik Josef Eduard Ploner, schätzte die Persönlichkeit Otto Ulf und dessen Bestrebungen um die Wiedererweckung der Bläsermusikliteratur, hatte Kontakte mit Österreichs und Europas Blasmusikpionieren, spielte deren Werke bei den von ihm eingeführten Frühjahrskonzerten und sorgte durch sie aber auch für die internationale Verbreitung seiner eigenen Werke, war entschiedener Befürworter für die Einführung der Wertungsspiele, setzte sich für eine bessere Ausstattung des Notenmaterials ein - weg von den einzeiligen „Direktionsstimmen“ und den zusammen geschriebenen Bläser- und Schlagzeugstimmen - gewann für dieses Ziel die Mitarbeit des Helbling-Verlages, hatte sich also mit Weitblick und unermüdlichen Fleiß zu einer international anerkannten Blasmusikpersönlichkeit empor gearbeitet, zum bewunderten Vorbild einer ganzen Tiroler Kapellmeister-Generation. 16 Blasmusik in Tirol Februar 2007 Landesmusikfest 2007 Thomas Doss dirigiert das Festkonzert des Tiroler Landesjugendblasorchesters am Samstag, dem 22. September 2007, 20 Uhr / Congress Innsbruck, Saal Tirol Der vorgesehene Gastdirigent Jan Cober hat Ende letzten Jahres überraschend abgesagt und dies hauptsächlich mit Terminschwierigkeiten in seinem Rundfunkorchester begründet. Rasch setzte sich der zuständige Arbeitskreis mit dem Problem auseinander und fixierte einen Kreis von neuen möglichen Gastdirigenten, die zunächst telefonisch kontaktiert wurden. Thomas Doss, der bekannte österreichische Dirigent und Komponist, wohnhaft in Pasching bei Linz, sagte sofort zu. Eine Verbandsdelegation reiste nach Oberösterreich. In einem dreistündigen Gespräch konnte mit Thomas Doss alles Wesentliche geklärt werden. Wir sind über diese österreichische Lösung sehr glücklich und haben mit Thomas Doss nun einen entgegenkommenden und großartigen Gastdirigenten für dieses Festkonzert verpflichten können. Das Programm wird beginnen mit einer Eröffnungsmusik, die der Tiroler Komponist Norbert Zehm als Auftragswerk des Verbandes komponiert. Dann folgt eine Verdi-Ouvertüre - nach unserem Wunsch jene zur Sizilianischen Vesper. Höhepunkt des ersten Teiles ist dann ein Trompetenkonzert mit unserem Solisten Florian Klingler aus Mils, Solo-Trompeter der Münchner Philharmoniker. Nach dem derzeitigen Stand wird er das Trompetenkonzert von Alfred Reed (fünfsätzig) spielen, das auch Gelegenheit gibt, neben der Trompete das Flügelhorn einzusetzen. Im zweiten Teil hören wir „Divertimento“ von L. Bernstein, dann „Lux Aurumque“ von Withacre - USA und zum Abschluss das Werk „Solaris“ von Thomas Doss. Das Orchester bietet hier einen hochklassigen Querschnitt durch die Möglichkeiten der sinfonischen Blasmusik und wird in Arbeitsphasen im März, April und Mai 2007 und dann konzentriert ab Mitte September 2007 vorbereitet werden. Die Vorproben werden G. Klausner und H. Pallhuber leiten, Thomas Doss kommt am Schluss zum Orchester und leitet die intensive Schlussphase. Die Vorbereitungen für unser eigentliches Landesmusikfest am Wochenende 20. und 21. Oktober 2007 in Innsbruck laufen natürlich weiterhin auf Hochtouren. Samstag, 20. Oktober 2007, 18 Uhr bis maximal 21 Uhr / Olympiaworld Innsbruck (Große Halle) - Großveranstaltung „Blasmusikfaszination“ mit Musik aus verschiedenen Epochen, Musik in Bewegung, Beiträgen der Jugend und vielem mehr. Eine Spitzenveranstaltung, zu der unser agiler Projektleiter Rudi Pascher, der diese Aufgabe nach dem Ableben von Franz Schieferer übernommen hat, z.B. die Stadtmusikkapelle Wilten, die Speckbacher aus Hall, die Stadtmusikkapelle Landeck, die Pfeffersberger, die Swarovskimusik Wattens, die Haller Stadtpfeifer, ein Naturtrompetenensemble, Tiroler Tanzmusikanten, die Working Clarinets, Tänzer und sogar eine Rockband u.a. verpflichten konnte. Gegen Schluss wird es Musik in Bewegung geben: Shows mit der bekannten MK Ungenach aus Oberösterreich und mit unserer Militärmusik Tirol und dann natürlich ein Gesamtspiel aller teilnehmenden Gruppen - eine klingende Demonstration der in Tirol anerkannten und beliebten Sparte Blasmusik. Näheres in unserer nächsten Ausgabe! Untertags wird es am Samstag, 20. Oktober in Innsbruck viele Konzerte der Gastkapellen geben. Sonntag, 21. Oktober 2007: 8 Uhr Festmesse im Dom mit unserem Bischof, ab 8.30 Uhr Sternmarsch zum Platz vor dem Landestheater, 10 Uhr Festakt mit Gesamtspiel der ca. 4000 MusikerInnen und anschließend Festzug durch die Stadt mit Blöcken aus den Bezirken und Gastkapellen aus unseren Nachbarländern wie Salzburg, Kärnten, Vorarlberg, Liechtenstein, dem Allgäu Schwäbischen Musikbund, dem Musikbund Ober- und Niederbayern und aus der Steiermark. Da wird Innsbruck wieder klingen und die bunten Trachten werden beim Umzug viel bestaunt werden. Die Auflösung des Festzuges erfolgt beim Messegelände in der Falkstraße, dort Verpflegung und Ende des Festes. Es wird ein festliches Jahr werden und wir arbeiten weiterhin intensiv daran, in den verschiedenen Programmen die Blasmusik so zu präsentieren, wie sie es verdient. Achtung, liebe Funktionäre in den Bezirken und Vereinen! Wir bitten euch, wie ausgemacht, das ganze Jahr über in allen Drucksorten, Konzertprogrammen, Aussendungen für die Musikfeste und Bezirksveranstaltungen, Schreiben usw. immer unser Verbandslogo mit dem Zusatz Landesmusikfest 2007 zu verwenden, so dass wir in einer großen Gemeinschaft auch auf diese Weise für unser Fest werben können. 17 Februar 2007 Blasmusik in Tirol Ein Requiem für den Frieden als Auftakt zum Landesmusikfest im Kirchenkonzert am Mittwoch, dem 16. Mai 2007 20.30 Uhr Pfarrkirche St. Nikolaus in Hall in Tirol Johannes Puchleitner - Tenor und Andreas Mattersberger - Bass. Der ungarische Komponist Frigyes Hidas wurde 1928 in Budapest geboren und studierte Komposition an der Franz Liszt Musikakademie. 15 Jahre lang war er in Budapest Musikdirektor des Nationaltheaters und von 1974 bis 1979 übte er diese Tätigkeit auch am Operettentheater in Budapest aus. Seither ist er freischaffender Komponist. Er glaubt in seinen Kompositionen entschlossen an Melodien und Harmonien im traditionellen Sinn und schreibt immer in einer leicht verständlichen Art. Sein Oeuvre erstreckt sich über die gesamte Breite der musikalischen Gattungen: Opern, Ballette, Konzerte, Orchester- ,Kammer- ,Solo- und Chormusik und er ist weltweit für seine Holz- und Blechbläserkammermusik und für seine Werke für Blasorchester bekannt. Wie schon angekündigt beginnt das Tiroler Landesjugendblasorchester unter der Leitung von Landesjugendreferent Helmut Schmid, auch erfolgreicher Dirigent der Stadtmusikkapelle Landeck, unser Landesmusikfest am Mittwoch, dem 16. Mai 2007 um 20.30 Uhr in der akustisch äußerst gut geeigneten Stadtpfarrkirche St. Nikolaus in Hall in Tirol mit einem Kirchenkonzert im Gedenken an alle verstorbenen MusikerInnen, verbunden mit der Hoffnung auf Frieden für die Welt. Zur Aufführung gelangt das Requiem für Sinfonisches Blasorchester, Chor und Solisten des ungarischen Komponisten Frigyes Hidas. Ausführende sind neben dem Tiroler Landesjugendblasorchester der Chor des Tiroler Landeskonservatoriums (Einstudierung Claudio Büchler) und die hervorragenden Solisten Maria Erlacher - Sopran, Markus Forster - Altus, Frigyes Hidas war im Sommer 2006 Referent bei der Mid Europe in Schladming, und zwar befasste er sich in einem Workshop mit dem Thema „Das moderne Blasorchester - eine musikalische Farbenwelt“, wobei als Klangbeispiel auch sein Requiem verwendet wurde. Dieses schon berühmte Requiem mit den Teilen Requiem, Dies Irae, Domine Jesu Christe, Sanctus, Agnus Dei, Lux aeterna und Libera me hat Dramatik, Schlichtheit, herrliche Tuttistellen, durchsichtig instrumentierte Teile und stellt die Solisten immer deutlich in den Vordergrund. Dieser Auftakt für das Landesmusikfest wird ein Muss für interessierte BlasmusikerInnen und Blasmusikfreunde. Die Einzelheiten wie Eintritt, Kartenvorverkauf usw. wären bitte eigenen Drucksorten und der Tagespresse zu entnehmen. Herbert Ebenbichler Das Tiroler Jugendblasorchester in Schladming unter Hermann Pallhuber. 18 Foto: Unterrieder Blasmusik in Tirol Februar 2007 Mit t eilungen des Verbandsobmannes Wie immer in der ersten Ausgabe eines neuen Jahres möchte ich mich, auch in meiner Eigenschaft als Mitglied des Präsidiums des ÖBV, für die so zahlreichen Weihnachts- und Neujahrswünsche aus dem Kreise der Nachbarverbände, aus dem Ausland, aus den Bezirksverbänden und Kapellen sowie von vielen Blasmusikfreunden LVB-Obmann Dr. Herbert Ebenbichler sehr herzlich bedanken und um Verständnis dafür ersuchen, dass nicht alle Glückwünsche einzeln beantwortet werden können. Ich darf allen Musikerinnen und Musikern sowie allen Funktionären, allen Freunden und Anhängern der Blasmusik, vor allem auch allen Schülern und ihren Eltern, unterstützenden Verwandten, Lehrern und Helfern in der Jugendarbeit danken, dass ihr euch für unsere Blasmusik mit so großem Einsatz zur Verfügung stellt. Nikolaus Harnoncourt meint, dass Musik ein unerklärliches Zaubergeschenk ist, eine magische Sprache. Ich bitte euch, dass wir uns alle auch im kommenden Blasmusikjahr 2007 bemühen, uns für diese magische Sprache einzusetzen, zumal wir im Jahr des Landesmusikfestes 2007 viele schöne und festliche Aktivitäten vorhaben. Möge im neuen Jahr alles, was wir gemeinsam anstreben, gut gelingen und möge der gute Geist in unseren musischen Gemeinschaften seine Fortsetzung finden. Ich wünsche euch vor allem in den Bezirken und Vereinen viel Erfolg für das kommende Jahr und hoffe auf eine Fortsetzung der bisherigen sehr guten Zusammenarbeit. In vielen Bereichen ist das Niveau deutlich gestiegen, trotzdem sollten wir uns nicht zurücklehnen, sondern gemeinsam mit neuen Ideen für eine gute Zukunft weiterarbeiten. Wir werden vor allem mit einem neuen Landeskapellmeisterteam im Bereich der Aus- und Fortbildung der Kapellmeister kreativ und mit dem nötigen Verständnis für die Wünsche der Basis nach neuen Wegen suchen. Weiters wird für die Ausbildung der Funktionäre weiterhin viel investiert werden, so bei den Jugendreferenten und neu für die Obmänner, im Sinne einer gesamtösterreichischen Initiative für Führungskräfte. Da wird im Herbst 2007 mit neuen Kursen und Seminaren gestartet werden. Für die nächsten Monate freue ich mich auf hoffentlich harmonische und kreative Bezirksversammlungen und natürlich auf eine festliche Generalversammlung unseres Landesverbandes in der Festhalle Fügen. Dank an Hofrat Dr. Christoph Mader - Kulturabteilung im Amt der Tiroler Landesregierung Der Leiter der Kulturabteilung HR Dr. Christoph Mader ist mit 1. 12. 2006 überraschend, vor allem aus gesundheitlichen Gründen, in den Ruhestand getreten. Die Tätigkeit in der Kulturabteilung mit den vielen Subventionswünschen, Berichten, Arbeitskreisen, Kulturbeiräten, mit der umfangreichen Kulturförderung in den Bereichen Bildende Kunst, Denkmalpflege und Museumswesen, Volkskultur, Theater, Literatur, Musik, Kulturinitiativen, Wissenschaft, Erwachsenenbildung und Büchereiwesen, Tiroler Bildungsinstitut und Landesgedächtnisstiftung, um nur die wichtigsten Gebiete zu nennen, ist sehr schwierig und immer wieder den verschiedensten Einflüssen und Kritiken ausgesetzt. Bei der Erstellung der Budgets für die Arbeit des Blasmusiklandesverbandes, für die notwendigen Subventionen für Trachten, Instrumente, Probelokale, bei der Förderung der Jugend war uns Dr. Mader immer ein sehr verständnisvoller Beamter, der unsere Interessen auch entschlossen gegenüber dem jeweiligen politischen Chef und Landesrat vertrat. Lieber Dr. Christoph Mader, namens unseres Verbandsvorstandes, der Bezirksverbände und der Kapellen bedanken wir uns sehr für deine verständnisvolle, entgegenkommende Tätigkeit und wünschen wir dir nun Ruhe und Zufriedenheit und vor allem gesundheitliche Besserung im neuen Lebensabschnitt. Weihnachts- und Neujahrsständchen des Verbandes Am Donnerstag, dem 21. Dezember 2006 besuchte am späten Nachmittag eine Abordnung des Verbandesvorstandes mit Obmann Dr. Ebenbichler, Ehrenmitglied Dr. Weyermüller, Landeskapellmeister Prof. Eibl und Geschäftsführer Mair Bürgermeisterin Hilde Zach im Rathaus und anschließend Landeshauptmann DDr. Herwig van Staa in seinen Amtsräumen im Landhaus, wobei ein Bläserquintett der Stadtmusik Innsbruck-Wilten unter Kapellmeister Dr. Peter Kostner Weihnachts- und Adventsweisen vortrug. Wir bedankten uns bei Stadt und Land für die Wertschätzung und Unterstützung der Blasmusik und überbrachten unsere besten Wünsche für Weihnachten und Neujahr. 19 Februar 2007 Blasmusik in Tirol Würdigung und Dank für unseren Finanzreferenten BezObmann Johann Haun Bei der Generalversammlung 1998 übernahm der damalige Bürgermeister Johann Haun aus Hart/Zillertal das Amt des Finanzreferenten unseres Landesverbandes und war seither mit der Schläue eines Zillertalers ein umsichtiger Verwalter unserer Finanzen. Vor allem verhandelte er geschickt und erfolgreich im Landhaus. Er war auch viel als Vertreter des Landesverbandes unterwegs und immer ein gern gesehener Funktionär. Johann Haun hat alle Blasmusikstationen mitgemacht: Jahrzehnte als Tubist und Schlagzeuger Mitglied der MK Hart, seit 1.1.1987 und nach wie vor Obmann des Bezirksverbandes Zillertal, später ab 1995 Beirat im Landesverband und dann, seit 1998 nunmehr 9 Jahre Finanzreferent. Beruflich war er Prokurist der AVA-Bank und dazu hauptsächlich Kommunalpolitiker - viele Jahre Vizebürgermeister in Hart und dann Bürgermeister von 1989 bis 2004. Der rüstige 70-iger und reiselustige Pensionist hört nun als Vorstandsmitglied auf. Der Verbandsvorstand, die Bezirksverbände und die Kapellen des Landes bedanken sich bei Johann Haun für sein eifriges und erfolgreiches Mitwirken im Landesverband und wünschen ihm für seine private Zukunft Gesundheit und Harmonie sowie eine lebenswerte Erfüllung seiner weiteren Lebenspläne. Wir hoffen auch, dass er der Blasmusik verbunden bleibt und in und aus der Musik weiterhin Freude erleben kann. Danke Hans! Für die Tiroler Blasmusik Herbert Ebenbichler Generalversammlung des Landesverbandes 2007 Unter Hinweis auf die in dieser Ausgabe enthaltene Einladung zur Generalversammlung mit Tagesordnung und genauem Programm darf ich wieder zu einer möglichst vollzähligen Teilnahme an unserer Generalversammlung am Sonntag, dem 11. März 2007, diesmal wieder außerhalb der Landeshauptstadt, in der Festhalle in Fügen, in Tracht/Uniform aufrufen. Wir beginnen mit der Messe wie im Vorjahr um 8.30 Uhr, ersuchen also um rechtzeitige Anfahrt. Ich freue mich auf die Versammlung. Bezirksobmann BSI Siegfried Knapp und Bezirkskapellmeister Werner Kreidl haben im Vorfeld für eine reibungslose Abwicklung gesorgt. Schon jetzt gebührt ihnen dafür unser herzlicher Dank. Wie im Vorjahr werden wir wieder für einen zügigen Ablauf der Versammlung sorgen. Aber die Berichte der Funktionäre sowie wichtige Beschlussfassungen und die nach den Statuten nach 2004 wieder fälligen Neuwahlen brauchen den großen Rahmen der Generalversammlung. Wir sollten wieder festlich gestimmt und motiviert zu unserer jährlichen Versammlung kommen. Wie voriges Jahr in Telfs sollte es auch heuer wieder ein Festtag der Blasmusik werden. EDV-Programm der Österr. Blasmusikjugend Und wieder ersuchen wir, die Mitgliedererfassung im Wege dieses Programmes ernst zu nehmen und noch fehlende Eingaben bei den Mitgliedern und in Ausbildung befindlichen nachzuholen. Über Antrag des erweiterten Verbandsvorstandes wird bei der kommenden Generalversammlung beschlossen werden, dass nur mehr als Mitglieder erfasste in den Genuss der kollektiven Unfall- und Haftpflichtversicherung kommen und dass zudem über Wunsch der Kapellen auch in Ausbildung befindliche Schüler versichert werden können. Also: EDV-Referenten und Spezialisten an die Arbeit. Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich bei unserem Geschäftsführer Roland Mair herzlich für die vielen Schulungen in den Bezirken bedanken. Eine genaue Erfassung aller Mitglieder und Schüler ist eine große Chance für die Einheitlichkeit und eine große Arbeitserleichterung. Wenn jetzt aus Verschulden von Funktionären Mitglieder nicht eingegeben werden und dann nicht versichert sind, können im Falle von Versicherungsfällen (Unfälle, Haftpflichtfälle), Haftungen von nachlässigen Funktionären entstehen. Ein neues Versicherungsjahr beginnt! In Tirol sind die Kapellenmitglieder ohnedies über das Paket in die kollektive Unfall- und Haftpflichtversicherung bei der Allianz-Elementar einbezogen (allerdings ab 2007 nur mehr bei Erfassung im EDV Programm!!! - siehe oben), so dass hier keine Werbung erforderlich ist. Erinnert sei aber an die Möglichkeit der Kollektivunfallzusatzversicherung für Funktionäre, ein wichtiger Schutz für unsere Bewerter und Funktionäre, die oft viele Kilometer unterwegs sind. Hier beträgt die Jahresprämie EUR 14.53 pro Person, diese Versicherung wäre von den Vereinen und Verbänden neben dem Paket abzuschließen. Näheres in der ÖBZ und in der Homepage des ÖBV www. blasmusik.at. Auskünfte über unser Verbandsbüro Obmann Ebenbichler, Sekretärin Judith Stauber und Geschäftsführer Roland Mair. Zahlscheine bei uns anfordern, für den Verein oder Verband genaue Vereinsbezeichnung und vertretungsbefugten Obmann angeben, damit die Überweisung genau zugeordnet werden kann. Ansprechpartner bei der Allianz Elementar Werner Krafka Tel. 05223/55999-0, Mobil 0664-3417704 Mail: [email protected] Euer Verbandsobmann Herbert Ebenbichler 20 Blasmusik in Tirol Februar 2007 Mit te ilungen de s Landeskapellmeist ers Unser Landesstabführer Stiller Josef legt seine Funktion zurück Josef Stiller hat sich schon immer um des Stabführerwesen sehr angenommen, weshalb ich ihn bei der Einführung eines Landesstabführers zur Wahl im Jahre 2000 vorgeschlagen habe. Seit der EinLKplm. Prof. Mag. Hans Eibl führung der verschiedenen ReTelefon: 0512/391460 ferate im Musikbeirat wurde er E-Mail: [email protected] auch 2004 als Referatsleiter für http://members.aon.at/hans.eibl „Musik in Bewegung“ bestellt. Stiller erhielt sich die notwendige Ausbildung als Schlagzeuger am Konservatorium bei Prof. Dieter Köhler, war dann als Präsenzdiener bei der Militärmusik Tirol unter Siegfried Somma. Nach dieser Zeit kehrte er wieder an seinen Arbeitsplatz zur Fa. Swarovski zurück und schloss seine Gesellenzeit mit der Meisterprüfung ab. 1975 ergab sich die Möglichkeit, wieder in die Militärmusik einzutreten, sodass er nun sein „Hobby Musik“ zum Beruf machen konnte. Nach Ablegung verschiedener Fachkurse avancierte er zum Musikunteroffizier und wurde Registerführer der Schlagzeuggruppe, außerdem wirkt er bis heute bei der „Big Band“ der Militärmusik mit. Verbandstätigkeiten: Im zivilen Bereich leitete er als Kapellmeister über 10 Jahre die „Rettenberger Musikkapelle Kolsass“ und war auch im Haller Musikbezirk als Bezirksstabführer tätig. Stiller war als Landesstabführer zusammen mit seinem Stellvertreter Siegfried Stigger mit großem Engagement tätig, führte zahlreiche Kurse im ganzen Land durch und war vor allem auch auf die Weiterbildung der Bezirksstabführer bedacht. Außerdem beschäftigte er sich mit der Ausarbeitung verschiedener Fachliteratur wie „Der Stabführer in der Praxis“, „Der Trommler in der Blasmusik“, weiters arbeitete er Skizzen für Showelemente aus. Ein großes Bedürfnis war es ihm auch immer bei den Vorbereitungen für Marschbewertungen in den Musikbezirken mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Landesstabführer Vizeleutnant Josef Stiller Das 100 Punkte-System: Bei den Landesstabführerkonferenzen konnten „die Tiroler“ das Halten mit Stockzeichen in ganz Österreich durchsetzen. Außerdem setzte sich Stiller dafür ein, dass das 100 PunkteBewertungssystem, so wie in der Konzertmusik, auch bei der Marschbewertung eingeführt und im vergangenen Jahr bereits mit Erfolg in Tirol durchgeführt wurde. Dazu waren Bewerterschulungen, die Ausarbeitung neuer Formulare usw. notwendig. Mit diesem großartigen Einsatz seines gesamten Teams - auch Gerald Embacher war vor allem am Computer ein fleißiger Mithelfer - war es möglich, die Marschmusik und das Auftreten der Kapellen wesentlich zu verbessern. Aus gesundheitlichen Gründen ist es Josef Stiller nicht mehr möglich, weiterhin für dieses sehr arbeitsintensive Amt zur Verfügung zu stehen. Als Landeskapellmeister ist es mir daher ein besonderes Anliegen, dem Landesstabführer für seinen Einsatz, für sein stetes Bemühen etwas weiterzuentwickeln und vor allem auch für seine nette, freundliche und kameradschaftliche Art herzlich zu danken und ihm für seine weitere Zukunft alles Gute zu wünschen. Mag. Hans Eibl Kapelle gesucht Am 15. August wird alljährlich ein Festakt der Landesregierung anlässlich des „Hohen Frauentages“ vor der Hofburg in Innsbruck durchgeführt. Für 2007 wird für die musikalische Umrahmung eine Kapelle gesucht. Zu erfüllende Aufgaben in folgender Reihenfolge: • Ankündigungssignal • Landeshymne • Präsentiermarsch • „Ich hatt´ einen Kameraden“ zur Kranzniederlegung • Nach der Ehrensalve 4 Take Generalmarsch von einem oder von allen Trompetern gespielt. • Anschließend Marsch zur Jesuitenkirche (gegenüber Hotel Grauer Bär) Fahrtkosten und Verpflegung werden vom Land übernommen. Meldungen bitte an den Landeskapellmeister (ab März an den neuen Landeskapellmeister). Der Landeskapellmeister 21 Foto: Wieser Februar 2007 Blasmusik in Tirol M it te ilungen des Landesgeschäftsführers Aus- und Fortbildung in den Bezirken MB Innsbruck Stadt Bezirksblasorchester Innsbruck Stadt (Auftritte: Innsbrucker Promenadenkonzerte, Überlingen am Bodensee und ein weiterer Auftritt in Tirol ist geplant) LVB-Geschäftsführer Roland Mair Kapellmeisterfortbildung – als Vorbereitung zur Konzertwertung mit dem neuen Landeskapellmeister im März 2007 Kapellmeister-Workshop (Herbst) Jugendblasorchester-Workshop Rhetorik – Seminar 24.2.07 mit Alex Ploner am 24.2.07 in Telfs 9. Tiroler Blechbläsertage Telfs vom 10. – 11.3.07 in der Musikschule Telfs Jugendorchestertreffen am 10.6.2007 in Haiming Jugend-Blasorchesterwoche 2007 vom 3.- 8.September 2007 in Imsterberg Projekt „ 30+ “ von September – Oktober 2007 in Roppen Rhetorikschulung für Funktionäre und Moderatoren mit Alex Ploner am 28.1.07 in der Landesmusikschule Landeck Jungmusikerseminar vom 9.- 12.Juli 2007 in der Hauptschule Prutz Bläserwoche und Seminar vom 24..- 31.August 2007 in der LMS Reutte Musikpädagogik mit Michael Stecher 10.November 2007 in Reutte MB Wipptal – Stubai Sinfonisches Blasorchester Innsbruck Land „ SBOIL “ (Auftritte: Matzenpark 16.6.07, Völs 23.6.07 und Innsbruck 27.10.07) Obmännerfortbildung am 6.Oktober 07 in Natters Literatur für Musik in kleinen Gruppen zu verschiedenen Anlässen am 6. Oktober 07 in Natters MB Innsbruck Land MB Telfs MB Silz MB Schwaz Bezirksjugendblasorchester (Auftritt: Generalversammlung Landesverband in Jenbach, ein weiterer Auftritt ist geplant) MB Zillertal Jungbläsertage 18. – 20. Juli 2007 in Zell a. Ziller Rhetorik-Seminar mit Alex Ploner am 31.3.07 in Rattenberg Das Schlagwerk in der Blasmusik mit Norbert Rabanser am 7. Februar 07, Veranstaltungsort noch offen. Jungbläserwoche 2007 der MB St. Johann und Brixental vom 9. – 13. Juli 07 in der LLA Weitau Rhetorik-Schulung für Obmänner mit Alex Ploner am 24. März 2007 im Kaisersaal St. Johann Nachwuchsarbeit – Erwartungen, Spannungsfelder und Lösungsansätze mit den Landesjugendreferenten Helmut Schmid und Johannes Puchleitner Jungbläserwoche 2007 der MB St. Johann und Brixental vom 9. – 13. Juli 07 in der LLA Weitau MB Imst MB Landeck MB Rattenberg und Umgebung MB Kufstein MB Reutte MB Brixental MB St. Johann Pädagogik der Orchesterleitung mit Michael Stecher am 5.Mai 2007 in Lienz Rhetorik-Seminar mit Alex Ploner im Februar 2007 in Lienz Jungmusikantenkurs „Ich will Mitglied unserer Musikkapelle werden“ Februar / März in der HS Sillian MB Lienzer Talboden in Zusammenarbeit mit den Bezirken Pustertal Oberland und Iseltal MB Pustertal Oberland 22 Blasmusik in Tirol Februar 2007 Wir gratulieren zur Ehrung Ehrenring Kathrein Josef, 40 Jahre Obmann, Fiss Verdienstzeichen in Gold Abenthung Ferdinand, MK Fulpmes, 60 Jahre Mitglied Auer Hugo, MK Brandenberg, Jugendreferent Baumann Karl, MK Fritzens, Kapellmeister Bergler Benedikt, MK Unterlangkampfen, 60 Jahre Mitglied Egger Josef, MK Bad Häring, 60 Jahre Mitglied Einhauer Andreas, MK Tristach, 60 Jahre Mitglied Emberger Max, MK Bad Häring, 60 Jahre Mitglied Felderer Rudolf, Bundesbahnmusik IBK, 60 Jahre Mitglied Gürtler Anton, MK Strass i.Z., 60 Jahre Mitglied Häfele Thomas, BMK Stams, 60 Jahre Mitglied Hausberger Anton, Mk Kelchsau, 60 Jahre Mitglied Hecher Josef, MK Scharnitz, 60 Jahre Mitglied Hosp Georg, MK Vorderhornbach, 60 Jahre Mitglied Jehle Otto, MK Ischgl, 60 Jahre Mitglied Jenewein Wolfgang, MK Huben, Obmann Kaiser Paul, MK Pinswang, Kapellmeister Klingenschmid Gottfried, Swarovski Musik Wattens, 60 Jahre Mitglied Klingler Oswald, Swarovski Musik Wattens, 60 Jahre Mitglied Koch Ernst, MK Häselgehr, 60 Jahre Mitglied Köpfle Emmerich, MK Vorderhornbach, 60 Jahre Mitglied Kramshammer Karl, BMK Vomp, 60 Jahre Mitglied Kühbacher Albin, MK Hägerau, 60 Jahre Mitglied Lorenz Johann, MK Berwang, 60 Jahre Mitglied Maizner Hubert DI, MK Ranggen, Kapellmeister Mussak Erwin, MK St. Anton, 60 Jahre Mitglied Paukner Hans, MK Vorderthiersee, 60 Jahre Mitglied Petz Anton, MK Ehrwald, 60 Jahre Mitglied Pfeifhofer Max, MK Sillian, 60 Jahre Mitglied Plattner Josef, BMK Stams, 60 Jahre Mitglied Ralser Herbert, MK Rattenberg, 60 Jahre Mitglied Rieder Johann, Knappenmusikkapelle Fieberbrunn, 66 Jahre Mitglied Riedmann Johann, MK Hopfgarten, 60 Jahre Mitglied Salner Josef, MK Ischgl, 60 Jahre Mitglied Schlögl Wilhelm, MK Mühlau, 60 Jahre Mitglied Schneider Peter Paul, MK Obertilliach, 60 Jahre Mitglied Stern Michael Prof., MK Mutters, 60 Jahre Mitglied Walcher Franz Prof., LMS Reutte, Musikschuldirektor Wasle Richard, MK Namlos, Kapellmeister Kitzbichler Thomas, MK Walchsee, Kassier Klocker Johann, MK Tristach, Kapellmeister Knapp Siegfried Reg.Rat, MB Schwaz, Bezirksobmann Köchler Gottfried, BMK Terfens, Kapellmeister Krones Walter, MK Landl, Kassier Messner Adolf, MK Gschnitz, langj. Funktionär Öttl David, MK Stanz, Kassier Saurwein Christian , MB Zillertall, Bezirkskapellmeister Scharnagl Herbert, MK Kössen, Obmann Scherbichler Gerhard, STMk Kufstein, langj. Funktionär Schöpf Wolfgang, MB Silz, Bezirksobmann Schwenninger Christof, MK Scharnitz, Kapellmeister Strobl Klaus, MB Silz, Bezirkskapellmeister Troppmair Ludwig, MB Hall, Bezirksobmann Wachter Franz, MK Götzens, langj. Funktionär Zach Josef Ing., MK Mühlau, Schriftführer Verdienstzeichen in Grün Verdienstzeichen in Silber Arnold Josef, Bundesbahnmusik Innsbruck, langj. Funktionär Brill Wolfgang, MK Brandenberg, langj. Funktionär Bubik Friedl, MK St. Leonhard, Kapellmeister Dieser Alois, Bundesbahnmusik Innsbruck, langj. Funktionär Donix Manfred, MK Brandenberg, langj. Funktionär Ehrenstrasser Reinhard Ing., MK Angerberg Maria Stein, Kapellmeister Friedl Werner, MK Vils, Obmann Gasser Michael, Hauger-MK Leisach, Ehrenobmann Bichler Michael, BMK Achenkirch, langj. Funktionär Bodner Stefan, MK Abfaltersbach, langj. Funktionär Brandl Franz, BMK St. Margarethen, langj. Funktionär Brunner Franz, MK Rum, 10 Jahre Kapellmeister Deisenberger Josef, MB St. Johann, Bezirkskapellmeister Digruber Petra, MK Höfen, Schriftführerin Eder Michael, MK Nikolsdrf, Obmann Feuersinger Oswald, STMK Kufstein, langj. Funktionär Fuchs Sebastian, MK Kelchsau, langj. Funktionär Geiger Georg, MK Fiss, langj. Funktionär Haas Andreas, MK Gerlos, Obmann Haid Josef, MK Götzens, Schriftführer Haid Rainer Dr., MK Sautens, langj. Funktionär Hausberger Anton, MK Oberlangkampfen, Obmann Holzknecht Stefan, MK Sautens, Schriftführer Huter Thomas Mag., MK Kreith, Schriftführer Jäger Hermann, MK Götzens, Jugendreferent Knabl Engelbert, MK Zaunhof, Obmann Koch Max, MK Ehenbichl, Jugendreferent Kogler Anton, MK Fritzens, langj. Funktionär Kristler Walter, STMK Kufstein, Kassier Lehner Peter, MK Hötting, Obmann Lengauer Michael, MK Steinberg a. Rofan, Jugendreferent Maaß Markus Dr. BHptm., MK Strengen, langj. Funktionär Mair Dietmar, MK Fritzens, Kassier Mair Peter, MK Götzens, langj. Funktionär Mathoi Josef, MK Zaunhof, Kassier Menghin Walter, Bundesbahnmusik Innsbruck, langj. Funktionär Neururer Siegfried, MK Arzl, Kapellmeister Niederhauser Josef, MK Thaur, Obmann Nöbl Franz, MK Grins, langj. Funktionär Oberladstätter Manfred, BMK St. Margarethen, Kapellmeister Pircher Markus, MK See, langj. Funktionär 23 Februar 2007 Pletzer Oswald, STMK Kitzbühel, Kapellmeister Pöll Reinhold, MK Stanz, langj. Funktionär Prader Hans, MK Götzens, Kapellmeister Prantauer Hermann, MK Pians, Obmann Rabl Martin, MB St. Johann, Bezirksjugendreferent Reheis Anton, MK Stanz, langj. Funktionär Reiter Peter, BMK Aschau i. Z., Obmann Sarg Rene Ing., MB Innsbruck Land, Bezirksjugendreferent Saurer Josef, MK Kolsass, langj. Funktionär Scheidle Franz, MK Bach, Obmann Schellhorn Thomas, MK St. Ullrich a. P., Obmann Schöpf Dietmar, MK Hatting, Obmann Schöpf Werner, MK Silz, langj. Funktionär Schroll Josef, MK Niederndorf, Kapellmeister Schwaizer Peter, Bundesbahnmusik Innsbruck, Kapellmeister Schwarzmann Albert, MV Zirl, Kapellmeister Seiler Walter, MK Flirsch, Obmann Senn Hugo, MK Stanz, langj. Funktionär Siberer Franz, MK Ebbs, langj. Funktionär Singer Martin, MK Höfen, langj. Funktionär Singer Thomas, MK Götzens, Kassier Sporer Franz, MK Hippach, Jugendreferent Sprenger Bernhard, MK Jungholz, Kassier/Jugendreferent Sprenger Hans, MK Höfen, Kassier Strigl Werner, MK Sautens, langj. Funktionär Strolz Markus, St. Anton a.A., Kassier Wahrstätter Andreas, MK Mühlau, Obmann Wehrmeister Sabine, MK Häselgehr, Schriftführerin Weißbacher Martin, BMK Auffach, Kassier Wörndle Engelbert, MK Sistrans, Kapellmeister Zoller Christian, MK Hatting, Kapellmeister Blasmusik in Tirol Kathrein Josef, MK Fiss, Kirchmair Sebastian, MK Hinterthiersee, Köll Josef, MK Karrösten, Laiminger Jakob, MK Itter, Ledl Alfred, MK Lechaschau, Lochbihler Ludwig, MK Rattenberg, Mayr Ferdinand, MK Schönberg, Muigg Franz, MK Navis, Muigg Richard, MK Navis, Pfeifer Johann, MK Pians, Pickelmann Ernst, MK Flaurling, Pirhofer Walter, MK Reith i. A., Preßlaber Albert, MK Matrei i. O., Puchrucker Eduard, MK Mayrhofen, Rainer Hansjörg, MK Matrei i. O., Sailer Vinzenz, MK Flaurling, Schweiger Alois, STMk Lienz, Stackler Franz, MK Schönberg, Strasser Josef, MK Absam, Tilg Albert, MK Schönwies, Troger Josef, MK Patsch, Volgger Franz, MK Schönberg, Walch Hugo, MK Mötz, Wallensteiner Franz, MK Dölsach, Wimmer Johann, MK Fieberbrunn, Wörndle Franz, MK Mils, Verdienstmedaille 50 Jahre Ehrenurkunde Verdienstmedaille 65 Jahre Mark Franz, MK Schönberg, 75 Jahre Mitglied Mayregger Richard, MK Lans Prantl Albert, MK Straß i.Z. Zangerl Robert sen., STMk Landeck Verdienstmedaille 60 Jahre Verdienstmedaille 55 Jahre Krösbacher Otto, MK Fulpmes, 60 Jahre Mitglied Troger Adolf, MK St. Ullrich a. P., 60 Jahre Mitglied Bürgler Josef, Eisenbahner STMk Lienz, Ehrensberger Leonhard, MK Hopfgarten, Falschlunger Leo, MK Fulpmes, Fleisch Martin, STMK Landeck Perjen, Geiger Mathias, MK Fiss, Handle Josef, MK Rattenberg, Hanser Johann , MK Ried-Kaltenbach, Haslwanter Johann, MK Inzing, Haun Josef, MK Telfs, Heidegger Fritz, MK Völs, Hochstaffl Bruno, MK Gerlos, Jesacher Hermann, MK Kundl, Aschauer Josef, MK Aschau b. Kirchberg, Bader Roman, MK Vils, Bischof Ernst, MK Elmen, Ebster Jörg, MK Uderns, Ebster Josef, MK Uderns, Ebster Michael, MK Uderns, Eder Hans, MK Walchsee, Egger Erich, MK Matrei i. O:, Gabl Werner, MK Wald, Gapp Alois, MK Aldrans, Greiter Josef, MK Kramsach, Gutwenger Walter, MK St. Jakob i. Def., Hartmann Oswald, MK Pinswang, Heim Johann, MK Gerlos, Hofer Leonhard, MK Oberndorf, Holzer Anton, MK Huben i. O., Huber Herbert, MK Kramsach, Huber Richard, BMK Eben, Kapeller Wilfried, MK Haiming, Kirchmair Friedrich, MK Vorderthiersee, Klaunzer Josef, MK Matrei i. O:, Kleiner Hartl, MK Ehenbichl, Klocker Manfred, MK Matrei i. O:, Kostenzer Manfred, MK Reith i. Alpbachtal, Kröll Robert, MK St. Jakob i. Def., Ladner Alois, MK See, 24 Blasmusik in Tirol Ladurner Paul , MK Fiss, Lagg Martin, MK Heiterwang, Lindner Karl, MK Zell a. Z., Mair Herbert, MK Fulpmes, Mayr Anton, MK Oberlienz, Moser Sigfried, MK Dölsach, Neurauter Erich, MK Seefeld, Oberladstätter Johann, BMK St. Margarethen, Paratscher Albert, MK Hötting, Partner Josef, MK Pfaffenhofen, Pfandl Josef, MK Bruckhäusl, Pockstaller Josef, BMK Achenkirch, Praxmarer Norbert, MK Karrösten, Putzhuber Adolf, MK Huben i. O., Scheffauer Anton, BMK St. Margarethen, Schmid Edmund, MK Jungholz, Schöpf Erich, STMK Imst, Schwitzer Franz, MK Uderns, Seisl Simon sen., MK Mühltal, Sprenger Alexander, STMK Landeck Perjen, Stern Johann Ing., STMK Arzl, Tegischer Paul, MK St. Veit. i.Def., Thurner Heinz, MK Ehenbichl, Triendl Toni, MK Sistrans, Trojer Anton, MK Heinfels, Trojer Konrad, MK Grinzens, Troppmair Erwin, MK Finkenberg, Tschuggmall Rudolf, MK Serfaus, Unterkircher Andreas, MK St. Jakob i. Def., Vötter Roman, MK Matrei Mühlbachl Pfons, Wainig Richard, MK Dölsach, Walter Georg, MK Galtür, Wegscheider Willi, MK Kundl, Westreicher Siegfried, MK Serfaus, Winkler Alois, MK Weißenbach, Wörndle Engelbert, MK Sistrans, Wurzer Josef, MK Brixlegg, Zach Wolfgang Ing., MK Mühlau, Zotz Oskar, MK Musau, Schweisgut Hannes, Nationalrat, Ebbs Straßl Ferry, , Hall Töpfer Hermann, MK Natters Februar 2007 CISM-Verdienstmedaille in Gold ÖBV-Auszeichnungen 2006 Verdienstmedaille in Gold Grüner Andreas, MK Huben, Mark Franz, MK Schönberg, Mayr Peter, MK Auffach, Ralser Herbert, MK Rattenberg, Wallner Rudolf, MK Telfes, Verdienstmedaille in Silber Deutschmann Wilfried, MK Karrösten, Fleischer Sepp, MB Telfs, Frischmann Eugen, MK Imsterberg, Handle Josef, STMK Rattenberg, Hinteregger Philipp, MK Telfes i. Stubai, Holzeis Christian, MK Mieming, Kurz Adnreas, MK Ischgl, Kurz Friedrich, MK Ischgl, Kurz Martin, MK Ischgl, Lochbihler Ludwig, STMK Rattenberg, Mall Helmut, MK St. Anton a. A., Mark Harald, MK Ischgl, Marksteiner Walter, Orig. Tir.Kaiserjägermusik, Neuner Gilbert, MK Piller, Oppl Ernst, MK Tarrenz, Praxmarer Norbert, MK Karrösten, Reich Peter, MK Tarrenz, Schallhart Martin, BMK Terfens, Scherl Alois, MK Pettneu a. A., Strasser Jakob, BMK Söll, Winkler Wolfgang, MK Ischgl, Verdienstmedaille Bronze Ehrennadel in Gold Eberle Ferdinand, Landeshauptmann Stellvertreter a.D., Streiter Konrad, Landesrat a.D., Förderer der Tiroler Blasmusik Gwigger Hannes, MK Mühltal, Huber Matthias, MK Unterlangkampfen, Mallaun Edwin, Öttl Alfons, MK Langesthei, Stadler Harald, MK Mühltal, Thaler Verena Maria, MK Telfes i. Stubai, Winkler Johannes, MK Unterlangkampfen, Zangerl Gerd, MK Ischgl, MK Langesthei, 50 jähr. Jubiläum, BMK Ellmau, 125 jähr. Jubiläum, MK Going, 125 jähr. Jubiläum, MK Gschnitz, 125 jähr. Jubiläum, MK Jochberg, 150 jähr. Jubiläum, BMK Ebbs, 175 jähr. Jubiläum, MK Schmirn, 175 jähr. Jubiläum, MK Wenns, 175 jähr. Jubiläum, MK Innervillgraten, 175 jähr. Jubiläum, MK Anras, 225 jähr. Jubiläum Ehrenurkunden für Musikkapellen Bensel Volker, Gastwirt, Berwang Eder Johann, , Leisach Feuerstein Richard, Installateurmeister, Höfen Gruber Willi Ing., Bürgermeister, Reith b. Seefeld Heel Kurt, Bürgermeister, Inzing Keimel Otto Dr., NR a.D. Minister a.D. ????, Innsbruck Lindner Elisabeth, , Fritzens Lins Maria, Stanz Mader Max, Stanz Müssiggang Franz, Spenglermeister, Völs Scheffauer Raimund, Kaltenbach 25 Februar 2007 Blasmusik in Tirol Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Musikantinnen und Musikanten! Im Jahr 2007 sind wiederumviele Veranstaltungen und Aktivitäten im Jugendreferat des Tiroler Blasmusikverbandes geplant. Neben den laufenden Aktivitäten gibt es mit dem Jugendorchesterwettbewerb und einem umfangreichen Projekt des Landesjugendblasorchesters zwei große Schwerpunkte: Terminübersicht: Jungmusiker- und Musikerleistungsabzeichen Prüfungen in Gold Samstag 27. Jänner 2007 Tiroler Landeskonservatorium Samstag 16. Juni 2007 Tiroler Landeskonservatorium Landesjugendreferent Helmut Schmid Landeswettbewerb Jugendblasorchesterwettbewerb am Samstag 31. 3. 2007 in Tarrenz und Sonntag, 1. April 2006 in St. Johann i.T. Bundeswettbewerb am 27. und 28. Oktober 2007 in Linz - Brucknerhaus Landesjugendblasorchester Jugendreferentenausbildung Konzerte im Mai und im September 2007 (siehe Seite 18) Start der 3. Jugendreferentenausbildung West der ÖBJ am 7. September 2007 (Ausschreibung in ÖBZ und BIT im Frühjahr 2007) Jungmusikerleistungsabzeichen 2003 - 2006 Rückblick Die Prüfungen zum Jungmusiker- und Musikerleistungsabzeichen in Bronze und Silber werden in Tirol im Rahmen der Übertrittsprüfungen an den Tiroler Musikschulen durchgeführt. Für die Prüfung zum Jungmusikerleistungsabzeichen in Gold wurden im Jahr 2006 zwei Termine vom Tiroler Blasmusikverband angeboten. Insgesamt wurden im Jahr 2006 an 200 (!) Prüfungsterminen Bronze Tirol 2006 Tirol 2005 Tirol 2004 Tirol 2003 JMLA Summe 2003 - 2006 948 930 726 758 3362 Silber 245 260 301 233 1039 über 1.262 Leistungsabzeichen geprüft und vergeben. Diese enorme Zahl spiegelt einerseits das Niveau der Ausbildung in Tirol wider, andererseits ist dies die höchste Teilnehmerzahl an den Prüfungen seit dem Bestehen der Jungmusikerleistungsabzeichen. Wir gratulieren nochmals allen Prüfungskandidaten und bedanken uns bei allen Prüfern und Musikschulen für die hervorragende Zusammenarbeit. Musiker LA Silber 15 10 Musiker LA Gold 2 0 Gold JMLA Summe Musiker LA Bronze 1262 69 34 61 55 28 213 1251 1082 1019 4614 67 33 25 2 Landeswettbewerb für Jugendblasorchester Seit dem Jahr 2003 werden vom Landesverband der Tiroler Blasmusikkapellen gemeinsam mit dem Tiroler Musikschulwerk (im Zweijahresrhythmus) Landeswettbewerbe für Jugendblasorchester veranstaltet. Waren es im Jahr 2003 29 Jugendorchester, die sich diesem Wettbewerb gestellt haben, erhöhte sich die Teilnehmerzahl 2005 bereits auf 40 Orchester. Für den Samstag, 31. 3. 2007 in Tarrenz und Sonntag, 1. April 2007 in St. Johann i.T. nun anstehenden dritten Wettbewerb im Jahr 2007 haben sich erfreulicherweise 46 Jugendorchester mit insgesamt fast 2.000 jungen Musikerinnen und Musikern gemeldet. Dies ist 26 Blasmusik in Tirol österreichweit einzigartig und spricht für die enorme Begeisterung und Leistungsbereitschaft in der Tiroler Blasmusikjugend. Bemerkenswert bei den letzten Wettbewerben war auch die Tatsache, dass die Jugendlichen offensichtlich einen sehr unkomplizierten Zugang zu Wettbewerben im Allgemeinen haben und der Spaß bzw. die Freude am Musizie- Februar 2007 ren im Vordergrund stehen. Wir freuen uns auf tolle musikalische Beiträge und auf ein schönes Fest der Tiroler Blasmusikjugend in Tarrenz und in St. Johann! Die teilnehmenden Jugendorchester: Wettbewerbsort Tarrenz 31.3.2007 Small Cool Orchestra Imst Unterstufenblasorchester der LMS Ötztal Jugendkapelle der HS Prutz Unterstufenjugendblasorchester Telfs Magic Sound Landeck MHS Paznaun Schulorchester Hauptschule St. Anton a.A. Jugendblasorchester LMS Kematen Jugendorchester der HS Serfaus-Fiss-Ladis Blechsalat Telfes im Stubaital Schülerblasorchester Außerfern Jugendorchester Zams Blasorchester LMS Stubaital Jugendblasorchester Silz Jugendkapelle Rietz Mini Mix Grins, Tobadill, Strengen Young Symphonic Winds Pitztal Jugendblasorchester der LMS Westliches Mittelgebirge Jugendblasorchester Ried Jugendorchester Mötz Blasorchester LMS Südöstliches Mittelgebirge Landeck Wind Mittelstufenblasorchester der LMS Ötztal Jugendblasorchester Reutte Wettbewerbsort St. Johann 1.4.2007 SBO – St. Johann SLBO „Kaiserwinkel“ Schülerblasorchester der LMS Kitzbühel Jugendmusikkapelle Ellmau „Trötende Trichter“ – LMS Zillertal Pillersee Connection Jugendblasorchester Kramsach/Mariatal Jugendkapelle Hall Jugendblasorchester der LMS Lienz Jugendkapelle Kolsass Kidsclub – STMK Amras Jugendblasorchester-Knappenmusik Schwaz Unterstufenblasorchester der LMS Kufstein Unterstufen Jugendblasorchester Wipptal Blasorchester der LMS Untere Schranne Brix Winds Orchestra - Brixental Jugendblasorchester Wörgl Jugendblasorchester der LMS Matrei-Iseltal Fritzens-Baumkirchen Mittelstufen Jugendblasorchester Wipptal Jugendorchester der BMK Vomp Jugendblasorchester Rattenberg-Radfeld Jugendblasorchester LMS St. Johann Mitglieder 30 88 45 33 55 42 31 53 53 18 70 43 38 29 32 31 42 46 31 27 45 56 52 60 1050 Mitglieder 45 27 45 30 38 27 45 30 45 34 30 50 40 47 33 35 40 60 45 42 33 38 56 915 Stufe AJ AJ BJ BJ BJ BJ BJ BJ BJ BJ BJ CJ CJ CJ CJ CJ EJ EJ DJ DJ DJ DJ DJ DJ Stufe BJ BJ BJ BJ BJ BJ BJ BJ BJ BJ BJ/CJ AJ AJ AJ CJ CJ CJ CJ CJ CJ CJ DJ DJ Dirigent Karl Schuchter Klaus Strobl Mag. Rudolf Pascher Fl. Trenkwalder/B. Micheler M. Sprenger/W. Bachler Georg Juen Serafin Öttl Alois Schwarzenberger Hubert Marth Nikolaus Müller Peter Besler Stephan Wohlfarter Engelbert Wörndle Herbert Fröch Martin Strobl Robert Scherl Norbert Sailer Manfred Stern Mag. Martin Patscheider Carmen Bachlechner Engelbert Wörndle Stefan Köhle Georg Klieber Gotthard Schöpf Dirigent Manfred Opperer Adolf Brünoth Robert Mair Alexander Freysinger Roland Wildauer Andreas Wörter R. Haas, Ch. Widmann Mag. Werner Kreidl Martin Mairer Helmut Theis Paul Bramböck Robert Werth Günther Klausner Mag. Werner Kreidl Klaus Gruber Stefan Reiter Mag. Barbara March Johann Mair Christoph Tait Mag. Werner Kreidl Harald Unterberger Mag. Hannes Widmann Martin Rabl Auftrittszeit 09:00 09:15 09:30 09:45 10:00 10:15 10:30 10:45 11:00 11:15 11:30 13:15 13:30 13:45 14:00 14:15 14:30 14:45 15:00 15:15 15:30 15:45 16:00 16:30 Auftrittszeit 09:00 09:15 09:30 09:45 10:00 10:15 10:30 10:45 11:00 11:15 11:30 13:15 13:30 13:45 14:00 14:15 14:30 14:45 15:00 15:15 15:30 15:45 16:00 Helmut Schmid und Mag. Johannes Puchleitner 27 Februar 2007 Blasmusik in Tirol Begeisterte MusikantInnen in den Jugendblasorchestern Benedikt Neurauter 17 Jahre Imsterberg Musikkapelle Imsterberg. Schlagzeug, Trompete. Leistungsabzeichen in Bronze und Silber. Gold noch in Arbeit. Lieblingsessen: Ein Bigmäc Menü Extralarge mit Eistee, dazu zwei Cheesburger und als Nachtisch eine Apfeltasche. Lieblingstier: Hund. Hobbies: Musizieren am liebsten mit meiner Band. Sport, Ausgehen und Musikausflüge! Was willst du werden? Veranstaltungstechniker. Nebenbei werde ich mit meiner Band weitermachen und hoffen, dass irgendwann das Große Geld dabei rausschaut. Was bedeutet dir die Blasmusik? Spaß und Kameradschaft. Was gefällt dir an deiner Kapelle? Die tolle Jugendarbeit mit meinem Freund und Partner Bernhard Bartl. Und das umgesetzte Giganten-Projekt neues Probelokal! Welche Musik spielst du am liebsten? Hard Rock und Metal. Ich spiele aber auch gerne Marsch und Modernes bei der Kapelle. Trägst du gerne deine Tracht? Ja. Bist du noch in anderen Vereinen? Bei der Landjugend Imsterberg und beim Jugendorchester Imsterberg JOI. Wenn du allmächtig wärst: Was würdest du ändern auf der Welt? Ich würde den Kriegen ein Ende setzen! Name: Alter: Wohnort: Blasmusikkapelle: Instrument(e): Preise: 28 Foto: Privat Jugend im Gespräch Fotos: JoWe Blasmusik in Tirol Februar 2007 Mit t eilungen des Medienreferenten Über den Wert einer Chronik Chroniken sind Zeugnisse über Zeiträume, die Bedeutung des Wortes leitet sich von dem griechischen chrónos= Zeit ab. Über das lateinische chronica (Pl.) und das mittelhochdeutsche kronik(e) hat sich das Wort in unsere Zeit erhalten. In unserem Sprachgebrauch meint Chronik gewöhnlich eine geschichtliche Darstellung, in der die Ereignisse in zeitlich genauer Reihenfolge aufgezeichnet werden. Familienchroniken, Chroniken ganzer Jahrhunderte vermitteln dem Interessierten das Bild einer Zeit. Dieses Bild erhält natürlich auch durch den Chronisten eine Färbung. Wenn Personen Ereignisse in einer Musikkapelle festhalten, dann ist schon die Auswahl der aufgezeichneten Ereignisse prägend für eine Chronik. Hinzu kommt die Fähigkeit des Chronisten, Geschehnisse auf seine ganz spezielle Art aufzuzeichnen, die dem späteren Leser neben der Vermittlung von Tatsachen auch Unterhaltung und Lesevergnügen bereiten. So ist eine Chronik also nicht nur Bericht über Vergangenes, sondern ein im wahrsten Sinne ansprechendes Bild, das vergangenes Nennenswertes in der Nachwelt lebendig macht. Schon das Aufschlagen einer handgeschriebenen Chronik früherer Jahrzehnte, in sauberer Handschrift, verlockt zur Vertiefung. Auch in unserer Zeit ist die Dokumentation von Geschehnissen für die Nachwelt eine schöne Aufgabe und deshalb möchten wir, gerade im Jahr des Landesmusikfestes, auf den Wert einer Chronik hinweisen. Einerseits mit Hinweisen und Tipps für Chronisten bzw. für die Erstellung einer Chronik, andererseits mit Ausschnitten aus interessanten Chroniken. Wir laden ganz herzlich dazu ein, uns Kopien von Chroniken (ausschnittsweise) zukommen zu lassen. Denn ganz sicher gibt es in vielen Kapellen Tirols eine schon lang bestehende Chronik, die von den frühesten Zeiten der Blasmusik erzählt, oder auch von Zeiten des Umbruchs, wie es unser erstes Beispiel tut (Seite 45). Wiltener Akademie - neue Initiativen für die Tiroler Blasmusik! Workshop mit Rudi Gamper und Peter Kostner! Zeit: Samstag, 17. März 2007 10.00 Uhr bis ca. 16.00 Uhr Ort: Probelokal der Stadtmusikkopelle Wilten, Leopoldstraße 15, 6020 Innsbruck Programm: 10.00 Uhr: Begrüßung und Vorstellung des genauen Programmoblaufs (Peter Kostner) 10.15 Uhr: Referat: Komponenten einer guten Konzertmoderation (Rudi Gamper) 11.00 Uhr: Workshop (Teil 1) 12.30 Uhr: Mittagspause 13.30 Uhr: Workshop (Teil 2) Das Anmeldeformular finden Sie auch auf unserer Homepage www.wiltener.at. Anmeldungen mittels ausgefülltem Anmeldeformular senden Sie bitte entweder per Fax (0043-512-5305-3499) oder an folgende Postadresse: Claudius Schlenck c/o Raiffeisen-Landesbank Tirol AG, Adamgasse 1-7, 6020 Innsbruck E-Mail: [email protected] Die Kurskosten betragen 20,00 EUR. Anmeldeschluss ist der 5. März. Kennen Sie die Situation, in der man sich wünscht, der Moderator möge doch endlich zum Schluss kommen und die Musik spielen lassen? Haben Sie auch schon zuviel von Jahrzahlen und Lebensdaten der diversen Komponisten gehört und waren Ihnen manche banalen Witze des Ansagers bei gut konzipierten Konzertprogrammen peinlich? Leider keine Einzelfälle! Es ist eine Binsenweisheit, dass eine gute Moderation den Stellenwert und die Qualität eines Konzertes enorm steigert. Aus diesem Grund veranstaltet die Stadtmusikkapelle Wilten im Rahmen der Wiltener Akademie einen Workshop zum Thema „Konzertmoderation“. Rudi Gamper jahrelang Moderator und zuletzt Intendant der RAI Bozen gilt als einer der besten und gefragtesten Konzertmoderatoren des deutschen Sprachraums. Gemeinsam mit Kapellmeister Peter Kostner (Moderator und Koordinator für Volksmusik und Blasmusik ORF-Tirol) wird er interessierten „Konzertansagern“ wertvolle Tipps für eine gelungene Moderation bei den diversen Frühjahrs-, Cöcilien- bzw. Jahreskonzerten geben. Nachdem es ein Workshop und nicht ein reiner Vortrag werden soll, bitten wir alle Interessierten, bereits konzipierte (bzw. ausgeführte) Konzertmoderationen mitzubringen, an denen inhaltlich und rhetorisch gearbeitet wird. 29 Februar 2007 Blasmusik in Tirol Berichte a us den Bezirken Musikbezirk Schwaz Erfolgreiches Musikjahr im MB Schwaz Ehrenmitglieder Karl Gandler, Josef Meister, BH Karl Mark mit Beziurksobmann Knapp und Bezirkskapellmeister Kreidl BO S. Knapp, Landesrat a.D. K. Streiter, Geschäftsführer R. Mair Gf. R. Mair, BO S. Knapp, W. Kreidl Die Obleute der Kapellen des MB Schwaz erhielten beim Musikfest von der BMK Stans ein Erinnerungsgeschenk Bei der Generalversammlung am 3. Dezember 2006 konnte für das abgelaufene Musikjahr im MB Schwaz eine positive Bilanz gezogen werden. Höhepunkte waren das Konzertwertungsspiel und das Bezirksmusikfest in Stans. Besonderes Augenmerk wird im MB Schwaz auf die Jugendarbeit gelegt. So haben insgesamt 57 Jungmusikant/innen die Übertrittsprüfung mit kombiniertem Leistungsabzeichen in Bronze oder Silber bestanden bzw. fünf Jugendliche das JMLA in Gold erhalten. Aber auch zahlreiche Funktionäre und Muskant/innen erhielten von ihren Vereinen und vom Blasmusikverband Auszeichnungen für ihre Treue und ihr jahrelanges Wirken in den Musikkapellen. Besondere Ehrungen standen beim Bezirksmusikfest in Stans auf dem Programm. Bezirkshauptmann Dr. Karl Mark, sowie die beiden früheren Jugendreferenten Karl Gandler und Josef Meister wurden für ihren jahrelangen Einsatz im Musikbund Schwaz zu dessen Ehrenmitgliedern ernannt, Bezirksobmann Siegfried Knapp erhielt das Verdienstzeichen in Silber des BVT. Eine besondere Ehrung wurde Landesrat a.D. Konrad Streiter zuteil. Er erhielt von LVGeschäftsführer Roland Mair die Ehrennadel in Gold des Blasmusikverbandes Tirol überreicht. Für das Jubiläumsjahr 2007 wurde der MB Schwaz mit der Ausrichtung der Generalversammlung des BVT betraut. Beim Bezirksmusikfest auf dem Weerberg am 8. Juli 2007 wird wieder ein Marschmusik-Wettbewerb durchgeführt. RegR Siegfried Knapp, Bezirksobmann 30 Foto: MB Schwaz Blasmusik in Tirol Februar 2007 Jugendblasorchester feiert Erfolge Das Jugendblasorchester der Bundesmusikkapelle Vomp/Tirol hat mit seinem zweiten Konzert ihre Freude am Spiel unter Beweis gestellt. Nach dem 2. Platz beim Bundeswettbewerb in Götzis ein weiterer Beweis für die gute Arbeit unseres Dirigenten Harald Unterberger. Das Konzert fand an zwei Tagen statt und die Aula der VS Vomp konnte zweimal gefüllt werden. Besonders gefallen hat dem Publikum die Filmmusik von „Bärenbrüder“ und „König der Löwen“, sowie „Pirates of Carebean“, was Harald Unterberger für Jugendblasorchester arrangiert hatte. Natürlich wurde mitteils Videoleinwand die entsprechenden Filmsequenzen effektvoll eingespielt. Otto Prantl, Obmann BMK Vomp Ehrungen in der Musikkapelle Vomp Bei der kürzlich abgehaltenen Cäcilienfeier konnten wir eine ganze Reihe von Musikanten für ihre langjährige Treue ehren: Christian Kluckner für 25 Jahre, Karl Gramshammer für 60 Jahre, Hubert Ringler für 40 Jahre, Ernst Rainer für 40 Jahre (beide 40er wurden auch zu Ehrenmitgliedern ernannt). Wir freuen uns, dass neben der großen Anzahl an Jungmusiker/innen unsere älteren Musikanten fleißig mit dabei sind und mit ihrer wertvollen Erfahrung großen positiven Einfluß auf unsere Musikkapelle haben. Otto Prantl, Obmann Tiroler Berufsmusiker im In- und Ausland Wie schon im Herbst mitgeteilt, planen wir für die nächsten Ausgaben unserer BiT Beiträge über Tiroler MusikerInnen, die im In- und Ausland in Sinfonieorchestern, in Theatern oder in sonstigen Ensembles spielen. Das sind bemerkenswert viele, und viele sind aus auch bekannt. Um aber niemanden zu übergehen, ist es wichtig, dass wir möglichst viele Informationen erhalten. Häufig sind es ja ehemalige oder auch noch immer aktive Mitglieder von Musikkapellen, die den Schritt zum Profi-Musiker getan haben und mit ihrem Erfolg bezeugen, dass die Blasmusik eine gute Basis für die Heranbildung von qualifizerten Musikern darstellt. Wir bitten, uns Namen und Kontaktmöglichkeiten bekanntzugeben, sodass wir mit der Präsentation unserer erfolgreichen Berufsmusiker starten können. Herzlichen Dank für eure Mitarbeit! Kontakanschrift: Medienreferent und Chefredakteur Josef Wetzinger unter oder per Post Josef Wetzinger, Kapfers 13a, 6165 Telfes im Stubai, Telefon und Fax 05225/62930 oder 0664/3802773. [email protected] 31 Februar 2007 Blasmusik in Tirol Musikbezirk Rattenberg und Umgebung Ehrungen im Rahmen der Cäcilien-Feier in Alpbach Nachdem zunächst bei der Gestaltung der heiligen Messe um den Segen von oben gebetet wurde, sind im Rahmen des anschließenden gemütlichen Zusammenseins drei Mitglieder zu Ehrenmitgliedern der Musikkapelle Alpbach ernannt worden. Neben dem bisher einzigen Ehrenmitglied der Musikkapelle Alpbach Oswald Haberl wurden mit dieser Ehrung nun an diesem Tag drei weitere Musikanten bedacht, die auf weit über 50 Jahre Mitgliedschaft zurückblicken können. Bedenkt man, dass die Kapelle im Schnitt 85 – 90 Ausrückungen im Jahr zu bestreiten hat, kommt man zum Schluss, dass diese Männer bereits jeweils um die 5.000mal im Dienste der Kapelle unterwegs waren. Nimmt man für jede Ausrückung einen durchschnittlichen Zeitaufwand von 2,5 – 3 Stunden, so sieht man, dass für die Musikkapelle ca. 250 Stunden pro Jahr aufgewendet werden. Die Ehrenmitgliedschaft der Bundesmusikkapelle Alpbach erhielten: Josef Bletzacher sen. Prof. Peter Moser Johann Schneider Die Bundesmusikkapelle stattet mit der Ehrenmitgliedschaft für die treuen Musikanten ihren herzlichen Dank ab. Cäcilienkonzert der Bundesmusikkapelle Kundl Nach Abschluss eines ereignisreichen Konzertsommers startete die BMK Anfang September mit intensiven Probenarbeiten für das Cäcilienkonzert 2006. Der Kapellmeister steckte die Ziele sehr hoch: Ein völlig neues Programm wurde einstudiert. Nebenbei mussten die zahlreichen Neuzugänge (6) bei der BMK den Sprung von der Musikschule zu einer Blasmusikkapelle schaffen. Am 18. November war es dann soweit: Rund 60 MusikerInnen gaben unter der Leitung von Kapellmeister Josef Ellinger ihr bestes und konnten, den bis auf den letzten Platz gefüllten Gemeindesaal, mit Klängen bekannter Operetten und Musicals erhellen. Neben Auszügen aus den Operetten „Der Zarewitsch“, „Der Zigeunerbaron“ und „Der Bettelstudent“, erklangen bekannte Ohrwürmer wie „Macky Messer“ aus der „Dreigroschenoper“ und mitreißende Medleys aus den Musicals „Hair“ und „Grease“. Die einfühlsamen und zugleich fachkundigen Kommentare der kompeten- Drei neu ernannte Ehrenmitglieder der BMK Kundl ten Moderatorin, Irene Zierhofer, gaben dem Konzert einen auflockernden Rahmen und machten diesen Abend zu einem besonderen Konzerterlebnis. D. Kramer, Schriftführer 32 Foto: BMK Kundl Blasmusik in Tirol Februar 2007 Musikbezirk Kufstein Online-Datenerfassung für Blasmusikkapellen. „Big brother is watching you“. Dieser, nicht nur in Wirtschaft und Politik zum geflügelten Wort mutierte Satz, hat auch seit der elektronischen Datenerfassung im Blasmusikbereich Einzug in die Gefüge der Musikkapellen gehalten. Diente hier als „Plattform“ bis vor einigen Jahren der „Blasmusikprofi“, so wurde aufgrund technischer Gegebenheiten, und für eine genauere Überschaubarkeit der Daten der einzelnen Musikanten das via Internet zugängliche Datenerfassungsprogramm www.jugend.blasmusik. at jeder einzelnen Musikkapelle mittels Passwort zugänglich gemacht. Da diese „Internetplattform“ aber dennoch einzelne „Kinderkrankheiten“ und benutzerunfreundliche Komponenten aufweist, wurde vom Tiroler Landesverbandsgeschäftsführer Mair Roland in zwei Aben- Mit dabei: Winkler Raimund, OM-Stv. d. Unterinntaler Musikbezirkes Kufstein. den im Oktober 2006 in der Hauptschule Langkampfen/ Tiroler Unterland, die richtige Handhabung präsentiert, und konstruktive Kritik als Gedankenanstoß zur Überarbeitung dieser umfangreichen Onlineseite entgegengenommen. 235 Jahre im Dienste der Knappenmusikkapelle Über 400 Konzertgäste konnte der neue Obmann des Häringer Knappenorchesters, Hannes Winkler, am 2. Dezember im Kurzentrum Bad Häring zu einer beeindruckenden Leistungsschau quer durch die gesamte Palette österreichischer und internationaler Blasmusikliteratur begrüßen. Kapellmeister Max Egger eröffnete den Konzertabend mit fanfarenartigem Registerspiel, gespickt mit Schlagzeugeffekten und gefühlvoller Intonation bei „A Little Opening“. Mit der Ouvertüre zur Oper „Titus“ von W. A. Mozart erlebte das Publikum ein klassisches Feuerwerk an musikalischen Gegensätzen: Wuchtige Akkorde wechselten mit zarten, tänzerischen Zwischenpassagen, Fortissimo mit Pianissimo. Beim anschließenden Konzertmarsch „Cum Laude“ zeigte der Klangkörper, wie facettenreich Marschmusik sein kann. Ein wahres Gustostückerl dann das „Concertino romantico“. Andreas Egger meisterte auf seiner Posaune das dreiteilige Werk in bestechender Manier und erntete nach dem solistischen Marathon großen Applaus. 160 Jahre im Dienste für die Knappenmusikkapelle: Josef Egger, Max Emberger, Johann Egger sen. Im Beisein von Bürgermeister und zugleich Ehrenobmann Hermann Ritzer, Landesverbandsgeschäftsführer Roland Mair und Bezirksobmann Sebastian Neureiter wurden anschließend Sebastian Egger, Hannes Laner und Peter Winkler jun. für 25 Jahre im Dienste der Blasmu- sik geehrt. Auf stolze 40 Vereinsjahre kann auch Johann Egger sen. zurückblicken. Einen nicht enden wollenden Applaus gab es dann für die beiden „60jährigen“: Die Verdienstmedaile in Gold wurde überreicht an Josef Egger und Max Emberger. Nach der Übergabe von 33 Foto: Egger Februar 2007 Ehrenurkunden, Geschenkskörben und Blumen für die anwesenden Musikantenfrauen wurden für ihre ausgezeichneten Leistungen bei den Prüfungen zum Jungmusikerleistungsabzeichen in Bronze Andreas Egger (Tenorhorn), Marie-Theres Huber (Oboe) und Stefan Landmann (Tenorhorn) sowie zum Erwerb des Musikerleistungsabzeichens in Bronze Maria Guggenberger (Trompete) und Martina Hofer (Flügelhorn) mit einem Präsent der Gemeinde beschenkt. Die Kapelle gratulierte mit dem Marsch und zugleich dem Motto für die nächsten Jahre „In Treue fest!“ von Carl Teike. Mit einer modernen Ouvertüre von Georg Stich, einer musikalischen Führung durch das Schloss „Peles“ in Transilvanien, begann der zweite Konzertteil. Marschmusik auf amerikanisch dann bei „March Creole“, wobei ein Susaphon das Bassregister verstärkte, die Schlusstakte dieses Leckerbissens verfeinerte Kapellmeister Max Egger schließlich noch mit einem Schuss „Einschlagen“ aus der heimischen Blasmusikküche. Mit „The Magic of Mozart“ brachte der Klangkörper noch einmal die „Hits“ des großen Meisters – diesmal in einem modernen Arrangement mit Schlagzeug, E-Bass und Lichteffekten. Für ihre gelungene Premiere am Rednerpult bedankte sich die Kapelle bei den Marketenderinnen mit einem Blumengruß, ehe man mit dem Konzertmarsch „Jubilant“ zum Abschluß noch einmal für 235 Blasmusikerjahre Danke sagte. Als erste Zugabe dann wieder ein ganz besonderes Häringer Zugaben-Zuckerl, speziell für die vielen Jugendlichen und Kinder mit „Rudolph Around The Blasmusik in Tirol World“. Die bekannte Weihnachtsmelodie vom Rentier mit der roten Nase wurde geschickt in eine Reise durch 6 Länder verpackt, untermalt von landestypischen Dias auf der Saalwand. Mit 49 roten Nasen auf der Bühne (erstmalig in Österreich!) und durch den Verkauf an das Publikum konnte der Benefizgedanke der KMK auch heuer gepflegt und somit die Arbeit der „Clown Doctors“ unterstützt werden. Auch die Erwachsenen waren begeistert und zum Abschluss dann noch der schon zur Tradition gewordene „Heimkehrer-Marsch“ von Johann Jöchl. Alles in allem wieder eine hörens- und sehenswerte Veranstaltung und eine bemerkenswerte Leistung der Musikantinnen und Musikanten unter der Leitung von Kapellmeister Max Egger und Obmann Hannes Winkler. Musikbezirk St. Johann Operntenor beim Cäcilienkonzert in St. Ulrich am Pillersee: Adolf Troger 60 Jahre Mitglied der MK St. Ulrich a. P. Kapellmeister Alois Brüggl (rechts) und sein Stellvertreter Andreas Wörter (links), der auch als Jugendwart fungiert, freuen sich über die große Anzahl an Leistungsabzeichen. Der geehrte Adi Troger In „Nuarach“, wie die Gemeinde St. Ulrich am Pillersee bei den Einheimischen heißt, steht erst im nächsten Jahr wieder ein adäquater Saal zur Verfügung und so wurde das heurige Cäcilienkonzert – so wie im vorigen Jahr – in die Pfarrkirche verlegt. Tradition ist es, dass diese musikalische Großveranstaltung den würdigen Rahmen für Ehrungen der Musikanten bildet. So auch diesmal, und dabei gab es eine ganz besondere und vor allem seltene Ehrung: Adolf Troger, auch als Moderator, Heimatdichter und Buchautor bekannt, erhielt für seine nunmehr 60-jährige Mitgliedschaft und auch aufopfernde Tätigkeit bei der Bundesmusikkapelle St. Ulrich am Pillersee die Medaille in Gold des Tiroler Blasmusikverbandes. Adi, wie er überall liebvoll genannt wird, war bei diesem Klangkörper in vielen Funktionen aktiv, unter anderem auch lange Zeit Kapellmeister- Stellvertreter und Sprecher bei den verschiedensten Veranstaltungen. Legendär sind seine humorvollen Gedichte, die er dabei immer wieder zur Auflockerung vortrug. Viktoria Simair und Manuell Schellhorn erhielten eine Ehrung für 10 Jahre und Hansjörg Beihammer für 30 Jahre aktive Mitgliedschaft, wobei Letzterer nun zum „Seinhonser“ wurde, aber trotzdem 34 Foto: ersiBILD Blasmusik in Tirol zu allen Proben und Veranstaltungen zu seinen „Nuarachern“ fährt. Thomas Schellhorn ist bereits 10 Jahre als sehr erfolgreicher Obmann bei der Bundesmusikkapelle tätig und dafür erhielt er vom Tiroler Blasmusikverband das Grüne Verdienstzeichen. Einer großen Anzahl von Jungmusikerinnen und Jungmusikern wurden Leistungsabzeichen überreicht, wobei mit Thomas Mettler auf seinem Saxophon sogar ein „Goldenes“ dabei war. Ein weiterer Höhepunkt des Cäcilienkonzertes, das vom Kirchdorfer Rudi Krauße hervorragend moderiert wurde, war der Auftritt des Tenors Manfred Fink (Düsseldorfer Staatsoper), der in St. Ulrich a. P. seine zweite Heimat gefunden Februar 2007 hat. Zusammen mit der Musikkapelle sang er „Una Furtiva Lagrima“ aus „Der Liebenstrank“ von Gaetano Donizetti und auf Grund des tosenden Applauses gab’s dann gleich noch eine Zugabe. Auf jeden Fall wieder ein sehens- und hörenswertes Konzert mit einem tollen Musikprogramm vielen Attraktionen. -ersi- Musikbezirk Wipptal-Stubai Ein neues komfortables Heim für die Musikkapelle Matrei-Mühlbachl-Pfons Die Bundesmusikkapelle Matrei-Mühlbachl-Pfons (gegründet 1683) hat eine aktive Mitgliederzahl von 73 Musikanten/innen. Da die Räumlichkeiten zum Bewerkstelligen der Probenarbeit nicht mehr ausreichend waren, wurde in den letzten Jahren intensiv an einer Lösung gearbeitet. Der Obmann der Musikkapelle, Herbert Voppichler, hat einen wesentlichen Anteil und viele Stunden seiner Freizeit dazu investiert. Endlich war es soweit! Nach nunmehr 1,5 Jahren Bauzeit wurde das neue Probelokal, welches sich direkt neben dem Musikpavillon beim Marktplatz in Matrei am Brenner befindet, seiner Bestimmung übergeben. Die Gemeinden Matrei, Mühlbachl und Pfons haben keine Mühen und Kosten gescheut und haben das Projekt, das sich auf ca 1,2 Millionen Euro belief, mit Unterstützung vom Land Tirol finanziert. Für die Einrichtung (u.a. eine hochmoderne Audio Anlage) kam die Musikkapelle unter Mithilfe des Blasmusikverbandes selbst auf. Mit architektonischem und musikalischem Weitblick wurde bei der Planung darauf Wert gelegt, sodass das Haus auch allen zukünftigen Anforderungen gerecht wird. Das Haus der Musik wurde großzügig gestaltet, dass nicht nur die örtliche Musikkapelle, sondern auch der Gemischte Chor Matrei ein neues Heim gefunden hat. Neben einem Probelokal mit 220 m2 gibt es drei Teilprobenräume, einen Technikraum sowie eigene Räume für den Trachten-, Instrumenten - und Notenwart. Die Fertigstellung des Gebäudes war in den letzten Wintermonaten im Wesentlichen abgeschlossen, es wurde aber vereinbart, die Einweihung im Sommer 2006 durchzuführen, damit auch alle noch zu bewerkstelligten Kleinigkeiten erledigt werden konnten. Am 23. Juni 2006 war es dann soweit! Mit einem Festkonzert der Bundesmusikkapelle Matrei-Mühlbachl-Pfons begann das 3tägige Fest zur Probelokaleinweihung. Kapellmeister Franz Eller, der auch Leiter der Landesmusikschule Wipptal ist, hat ein höchst abwechslungsreiches und auch schwieriges Programm für sich und seinen Musikanten/innen ausgewählt. Jeder Konzertbesucher konnte sich aber davon überzeugen, dass sowohl die klassischen Stücke (Hymne und Triumphmarsch aus Aida, Gefangenenchor aus Nabucco, Funicu- li-Funicula), welche gemeinsam mit dem Gemischten Chor Matrei und Umgebung ausgeführt wurden, als auch die Musik aus Irland und Schottland (Highland Chathedreal, David‘s Song, Lord of the dance, Riverdance Finale) professionell aufgeführt wurden. Bei einer imposanten Kulisse mit ca. 700 bis 800 Zuschauern ernteten die Musikanten/innen sehr großen Applaus. Höhepunkt des Konzertes war eine Komposition von Kapellmeister Franz Eller! Die „Festfantasie“ wurde als letztes Stück uraufgeführt. Hierbei versuchte der Kapellmeister mit seiner Eigenkomposition den drei Gemeinden den Dank durch die gesamte Kapelle auszudrücken. Mit viel Freude erfolgte dann am Sonntag den 25.06.2006 bei der Einweihung die offizielle Schlüsselübergabe an den Obmann und an den Kapellmeister. Dies wurde natürlich auch von allen Musikanten/innen gemeinsam mit den Hinterberger Musikanten aus Bayern gebührlich gefeiert. Abschließend möchten wir Musikanten uns bei den Entscheidungsträgern der Gemeinden Matrei, Mühlbachl, Pfons, beim Land Tirol und beim Tiroler Blasmusikverband herzlich bedanken. Herbert Voppichler, Obmann 35 Foto: Matrei Februar 2007 Blasmusik in Tirol Musikbezirk Telfs Stabübergabe in Hatting: Hans Eibl seit Oktober neuer Kappellmeister Bei der Cäciliafeier in Hatting wurde auch der neue Kapellmeister vorgestellt. Christian Zoller, der zehn Jahre die Kapelle leitete, hat sein Amt zurückgelegt und auch gleich dafür gesorgt, dass ein guter Nachfolger seine erfolgreiche Arbeit weiterführt. Es ist dies kein geringerer als Landeskapellmeister Prof. Hans Eibl, der mehrere Jahrzehnte Tiroler Militärkapellmeister war und sich freut, in einem Tiroler Dorf eine musikalisch und kameradschaftlich hervorragende Musikkapelle zu übernehmen. Stoßen auf eine erfolgreiche Nachfolge bei der MK Hatting an: Christian Zoller, Nachfolger Prof. Hans Eibl und Obmann Dietmar Schöpf. Musikverein Zirl präsentiert neue CD Das Cäciliakonzert des Musikvereins Zirl unter der Leitung von Kapellmeister Albert Schwarzmann wurde gemeinsam mit dem Kirchenchor Zirl unter der Leitung von Raimund Walder abgehalten. Neben einer Hommage an Wolfgang Amadeus Mozart gab es auch die Aufführung des Triumphmarsches aus „Aida“ von Giuseppe Verdi. Ein weiterer Höhepunkt war die Uraufführung des Marsches „Mit Leichtigkeit“ von Kapellmeister Albert Schwarzmann. Im Rahmen des Cäcilienkonzertes wurde auch die erste CD des Musikvereins vorgestellt und an Bürgermeister Hanspeter Schneider überreicht. Die CD mit dem Titel „Ohrenschmaus“ bietet einen Streifzug durch das Schaffen des Orchesters von klassischen Werken bis zu modernen Stücken. Bei mehreren Stück ist auch der Zirler Kirchenchor mit dabei. Weiters wurden mehrere Auszeichnungen durch Bezirksverbandsobmann Bruno Haselwanter und Bgm. Hanspeter Schneider verliehen. Neben der Übergabe der Jungmusikerbriefe an Anja Kleißl, Michaela Nairz, Julia Walser, Florian Huter als neue Mitglieder des Musikvereines wurde das bronzene Leistungsabzeichen an Anja Kleißl, Elisabeth Gattermeier und das silberne Leistungsabzeichen an Sabine Achammmer übergeben. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Hermann Kreiser, Rafael Trenkwalder und Albert Schwarzmann geehrt. Eine besondere Auszeichnung konnte an Paul Ralser übergeben werden. Erst ist bereits seit 40 Jahren Mitglied beim Musikverein Zirl. Mitwirkende CD: Obmann Rafael Trenkwalder, Ulrike Kreiser (stellvertretend für alle Marketenderinnen), Kapellmeister Albert Schwarzmann, Julia Nösig, Mag. Rudolf Pascher (v.l.). Langjährige Mitglieder: Paul Ralser, Albert Schwarzmann, Rafael Trenkwalder, Hermann Kreiser, Bezirksverbandsobmann Bruno Haselwanter, Bürgermeister Hanspeter Schneider und Marketenderinnen (v.l.). 36 Foto: Fleischer Foto: Fleischer Blasmusik in Tirol Februar 2007 „Finale-Seminar“ im Musikbezirk Telfs Einen Kurs für angehende Komponisten aus dem Musikbezirk Telfs gab es kürzlich in der Hauptschule Telfs. Bezirkskapellmeister Andreas Sappl (l.) hat das Finale-Seminar organisiert und dazu den Spezialisten Stefan Helke (2.v.l.) von der „Klemm Musictechnologie“ eingeladen. Dieser führte die anwesenden Musikanten Christian Holzeis, Markus Reich, Andreas Fischer (MK Mieming), Hannes Spiegl, Daniel Rigatti (MK Ranggen), Hannes Nagiller (MK Flaurling) und Roland Meraner (MK Trins) in das neue „Finale“-Programm ein, das den weltweiten Standard für das Erstellen, Bearbeiten und Drucken von Noten darstellt. Die Seminarteilnehmer mit dem Referenten Stefan Helke (2.v.l.). Stabübergabe bei MK Wildermieming Bei der Musikkapelle Wildermieming gab es nach der Cäciliamesse in der Kirche, zelebriert von Pater Heinrich vom Stift Stams, im Gemeindesaal noch einige besondere Ehrungen für Musikanten. Josef Jäger, Robert Marthe und Johann Ennemoser wurden für 53 Jahre Treue zur Musikkapelle geehrt. Obmann Herbert Oberdanner überreichte den Musikanten je ein Bild von Sepp Schwarz beziehungsweise dem Bassisten Ennemoser ein Bild von Paul Flora, das einen Bassspielenden Musikanten zeigt. Bgm. Josef Stoll gratulierte den Geehrten und dankte für die jahrzehntelange treue und fleißige Mitarbeit. Als weiteres einschneidendes Ereignis war auch die offizielle Stabübergabe von Kapellmeister Michael Jäger an den neuen Kapellmeister Alois Kranebitter. Michael Jäger bleibt der Musikkapelle als Tenorhornspieler treu. Der neue Kapellmeister Alois Kranebitter (l.) und Obmann Herbert Oberdanner mit den drei Langzeitjubilaren. Stabübergabe und Ehrungen bei MMK Telfs Bei der traditionellen Cäciliafeier der Marktmusikkapelle wurden auch Ehrungen und Neuaufnahmen durchgeführt. Als JungmusikantInnen wurden Sarah Kofler, Maria Plangger, Judith Steffan, Pius Trostberger, Andre Bacher, Michael Schatzer, Toni Lang und Robert Rauth aufgenommen. Für 10 Jahre Zugehörigkeit wurden Claudia Lenz, Andreas Trostberger und Anton Sterzinger, für 20 Jahre Nicole Kapeller und Wilfried Zangerl geehrt. Langzeitmusikant Sepp Haun ging in den musikalischen Ruhestand. Offiziell wurde Andreas Sappl als Kapellmeister von Obmann Walter Fartek verabschiedet. Sein Nachfolger ist Andreas Kranebitter, der in Zukunft die musikalische Leitung in der Marktmusikkapelle innehat. 37 Foto: Fleischer Foto: Fleischer Februar 2007 Blasmusik in Tirol Sepp Haun (m.) geht in den musikalischen Ruhestand. Obmann Walter Fartek (r.) und Bgm. Dr. Stephan Opperer verabschiedeten den Langzeitmusikanten. Obmann Walter Fartek und Kapellmeister Andreas Kranebitter überreichten dem scheidenden Kapellmeister Andreas Sappl eine Urkunde zur offiziellen Verabschiedung. Hofübergabe bei der Musikkapelle Ranggen „Vor mittlerweile zwölf Jahren durfte ich die ehrenvolle Aufgabe, Obmann der Musikkapelle Ranggen zu sein, übernehmen“, blickte Othmar Triendl auf eine bewegte Zeit zurück, „jetzt möchte ich in die zweite Reihe gehen“. Beim Fest der Heiligen Cäcilia versammelte sich die Musikkapelle Ranggen zur Jahreshauptversammlung. Heuer standen neben dem musikalischen Rückblick vor allem die Neuwahlen des Ausschusses im Mittelpunkt. Während Kapellmeister DI Hubert Maizner zu seinen 30 Jahren als Chefdirigent noch drei weitere dazuhängte, übergab Othmar Triendl sein Obmannamt an Bernhard Falkner. „Ich habe die Kameradschaft innerhalb der Musikkapelle immer bewundert. Sie ist die Basis auch für eine erfolgreiche musikalische Arbeit“, bedankte sich Falkner für das ausgesprochene Vertrauen. Der Werdegang von Falkner ist durchaus ungewöhnlich. Nach Jahren bei der Schützenkompanie erlernte er die Basstuba und wechselte zur Musik, um sie schließlich sogar als Obmann anzuführen! Die Rangger Musiker haben auch im kommenden Jahr viel vor. Neben dem traditionellen Frühjahrskonzert am 28. April Othmar Triendl übergibt sein Amt als Obmann an Bernhard Falk2006, stehen auch Konzertreiner. Bildmitte: Kapellmeister DI Hubert Maizner (v.r.n.l.). sen, eine Marschwertung und zahlreiche Ausrückungen im In- und Ausland auf dem Programm. „Ich schließend und dankte für die vielen ehbitte euch auch weiterhin für die Musik- renamtlichen Stunden aller Musikanten kapelle einzustehen“, meinte Falkner ab- und Marketenderinnen. Musikbezirk Silz Musik verbindet Junge und Junggebliebene Cäcilia-Konzert der MK Zams Musik verbindet nicht nur Völker und Nationen und die unterschiedlichsten Stilrichtungen und Genres. Die Musikkapelle Zams konnte beim diesjährigen Cäciliakonzert mit einem ansprechenden und abwechslungsreichen Programm den bis auf den letzten Platz gefüllten Festsaal überzeugen. Neben beeindruckender Orchester- und Blasmusik durfte jedoch Witz und Schmäh, aber auch Ehrungen und Erfolgsmeldungen nicht fehlen. Am Samstag 18. November fand im Festsaal der Hauptschule Zams das alljährliche Cäcilia-Konzert der Musikkapelle Zams statt. Die Musikantinnen und Musikanten boten ihrem Publikum wie jedes Jahr ein Feuerwerk musikalischer Vielfalt. Mit Pauken und Trompeten eröffneten Herbert Gruber und seine Musikanten das Konzert. Der erste Höhepunkt war ein Solostück für Oboe und Orchester. Michael Reheis, der im heurigen Jahr das Goldene Jungmusikerleistungsabzeichen absolviert hat, spielte die Variationen über ein Thema von Glinka hervorragend. Neben beeindruckenden Ausschnitten aus der japanischen Orchestermusik, Walzer-Klängen von Tschaikowsky und einem Tiroler Traditionsmarsch für den Jubilar Oskar Platter gab es einen musikalischen Einblick in die Geschichte der spanischen Stadt Va- 38 Foto: Fleischer Foto: Fleischer Blasmusik in Tirol lencia. Mit dem kontrastreichen Werk „Licht und Schatten“ beendete Herbert Gruber den ersten Konzertteil. Der zweite Teil des Konzerts entführte die Zuhörer in die moderne Welt der Orchestermusik. Gleich zu Beginn eine rhythmische Nummer im Big Band Stil. Auch den musikalischen Ausflug in die Stadt an der Seine, nach Paris mit Harald Strolz am Akkordeon genoss das Publikum sichtlich. Nach dem weltbekannten Hit „Can`t take my eyes off You“ beendete die Musikkapelle Zams das heurige Cäcilia-Konzert mit einem Großen der amerikanischen Musikwelt. Seine unvergesslichen Hits wurden in einem schönen Arrangement mit dem Titel „A Tribute to Ray Charles“ zusammengefasst. Nach tosendem Applaus spielte die Musikkapelle Zams noch einige Zugaben und beschloss den gelungenen Konzertabend mit dem Marsch „Meine Heimat ist Tirol“. Februar 2007 Nachwuchs gesichert tinnen und Musikanten und wünschen Ihnen viel Freude beim Musizieren in der Musikkapelle Zams. Jedoch nicht nur für Michael Reheis war dieses Jahr musikalisch äußerst erfolgreich. Anlässlich des Cäcilia-Konzerts wurden auch die bronzenen Jungmusikerleistungsabzeichen an die Musikantinnen und Musikanten überreicht: Bronzenes Jungmusikerleistungsabzeichen: Theresa Friedle (Klarinette), Gabriel Kollreider (Klarinette), Max Ziehesberger (Klarinette), Theresa Antretter (Querflöte), Eva Haid (Querflöte), Lisa Schnitzler (Querflöte), Carola Wörz (Querflöte), Lisa Niederwolfsgruber (Waldhorn), Philipp Wachter (Schlagwerk). Auch die Nachwuchsarbeit der Musikkapelle Zams macht sich bezahl, so konnten beim heurigen Cäciliakonzert 11 neue Musikantinnen und Musikanten zum ersten Mal mitspielen und 2 Musiker feierten ihr Comeback. Wir freuen uns über die neuen Musikan- Ehre wem Ehre gebührt Es fehlt auch nicht an Treue und langjährigem Einsatz in der Musikkapelle Zams. Zu einem zweiten Zuhause wurde die Musikkapelle Zams in 55 schönen Jahren für den immer noch aktiven Musikanten Ehrenmitglied Oskar Platter. Er war und ist immer einer der fleißigsten Musikanten und ein Fundament der Musikkapelle. Anschließend wurde ihm von Präsident Günther Platter gemeinsam mit dem Tiroler Landesverbandsobmannstellvertreter Richard Wasl und Obmann Stephan Wohlfarter die Urkunde überreicht. www.musikkapelle.zams.at www.jugendorchester.zams.at Nähere Infos unter: Kapellmeister Herbert Gruber, Obmann Stephan Wohlfarter, Jubilar Oskar Platter, Präsident BM Günther Platter, TBV-Obmann-Stv. Richard Wasle Michael Reheis, Jungmusikerleistungsabzeichen in Gold Musikbezirk Iseltal DOMKLÄNGE 2006 - Musikkapelle Matrei i. O. unterstützt Brunnenprojekte in Brasilien Bereits mit den „Domklängen 2003“ hatte sich die Musikkapelle Matrei in Osttirol erfolgreich in den Dienst einer guten Sache gestellt, indem sie damals durch dieses Benefizkonzert ein lebenswichtiges Brunnenbauprojekt in Piaui/Brasilien möglich machte. Provinzial Andreas Steiner, ein gebürtiger Matreier, war der eigentliche Initiator dieses Projekts, nachdem ihn ein verzweifelter Hilferuf seines Tiroler Ordensbruders Hans Schmid aus der Dürrezone Brasiliens erreicht hatte. Mit dem Erlös aus den „Domklängen 2003“ und weiteren Spenden, in Summe beachtliche € 10.300.-, konnten dann zwei Tiefbrunnen errichtet werden. Kapellmeister Hansl Klaunzer ließ sich für diesen Konzertabend etwas ganz Besonderes einfallen, indem er eigens zu diesem Anlass die „Bergbläsermesse“ und den Trauermarsch „Tränen“ komponiert hatte und mit seinen Musikanten zur Uraufführung brachte. Mit der bekannten „Hanover Hymn“ von Jan de Haan wurde das Konzertprogramm komplettiert. In Anbetracht des sozialen Charakters der Veranstaltung hatte der Kapellmeister unseren Altbischof Dr. Reinhold Stecher dafür gewinnen können, mit der ihm eigenen Wortkunst die Bergbläsermesse zu begleiten. Der „Mythos Berg“, in Ver- 39 Foto: Musikkapelle Zams Februar 2007 bindung mit christlichem Glauben und Denken, wurde von Bischof Stecher in wunderbarer bildhafter Sprache als Meditationstext zwischen die Messteile gefügt. Beeindruckende Bergaufnahmen aus unserem Nationalpark Hohe Tauern, auf Großleinwände projiziert, Bischof Stechers fesselnde Worte und die heimeligen Melodien der „Bergbläsermesse“ machten den Konzertabend schließlich für die zahlreichen Konzertbesucher zum unvergesslichen Gesamterlebnis für Aug’ und Ohr. Mit Unterstützung der Nationalparkverwaltung Hohe Tauern waren „Bergbläsermesse“ und Bischof Dr. Stechers begleitender Text bereits vorher auf CD gepresst worden. Die Einnahmen aus dem Benefizkonzert, der Erlös aus dem CD-Verkauf und weitere Spenden der Bevölkerung ergaben zusammengerechnet das schier unglaubliche Gesamtergebnis von € 15.000.-. Inzwischen wurden mit Hilfe der Spendengelder zwei weitere Tiefbrunnen gebohrt. Außerdem konnte durch das gewonnene Wasser eine nahe gelegene Ziegelfabrik, die seit Jahren wegen Wassermangels geschlossen war, wieder ihre Arbeit aufnehmen. Dadurch wurde mit Hilfe der Matreier Musikkapelle nicht nur die Wasserversorgung gesichert, sondern auch noch Arbeitsplätze in Piaui geschaffen. Schließlich blieb auch noch genug an finanziellen Mitteln für den Kauf von Ziegen übrig, um den Ärmsten der Armen in Piaui auch neue Möglichkeiten in Sachen Ernährung bieten zu können. Nach Terminen in den Landesstudios des ORF, in denen die „Bergbläsermesse“ auf CD vorgestellt wurde, folgte ein weiterer Höhepunkt für die Musikkapelle Matrei: Die Partnergemeinde Nussdorf ob der Traisen lud zu einer weiteren Auffüh- Blasmusik in Tirol rung im Stift Herzogenburg/NÖ ein. Als prominente Sprecher fungierten dort in Vertretung unseres Altbischofs Ernst Wolfram Marboe und Probst Maximillian Fürnsinn. Die Stiftskirche war bis auf den letzten Platz gefüllt und auch dieses Mal kam der Erlös aus Spenden und CD-Verkauf - in Summe € 5.000.- dem Projekt zugute. Mittlerweile sind bereits über 1000 CD´s der „Bergbläsermesse“ verkauft worden und der Ansturm auf die CD scheint kein Ende zu nehmen. Die Musikkapelle möchte sich auf diesem Wege nochmals recht herzlich bei allen, die das Projekt unterstützt haben, bedanken. Ein besonderer Dank gilt unserem Kapellmeister Hansl Klaunzer, der seit Jahren das Publikum mit seinen Eigenkompositionen begeistert. Daniela Köll, Schriftführerin Matreier Brunnen gebaut 2003 in Piaui/Brasilien. Altbischof Dr.Reinhold Stecher u. Musikkapelle Matrei Pater Hans Schmid beim neuen Brunnen Bohrarbeiten zum 3. Brunnen in Piaui. v.l.n.r. Kapellmeister Hansl Klaunzer, Sprecher Ernst Wolfram Marboe und Obmann Christoph Pötscher im Stift Herzogenburg 40 Foto Mk Matrei Blasmusik in Tirol Februar 2007 Musikbezirk Landeck Faszinierende Bläsermusik der Stadtmusikkapelle Landeck Zweimal einen restlos ausverkauften Landecker Stadtsaal gab es beim Cäcilienkonzert der Stadtmusikkapelle Landeck, stehenden Beifall für die Kapelle und die hervorragende Solistin. Den Landecker Stadtsaal zu füllen, ist für die Stadtmusikkapelle Landeck unter der Leitung von Helmut Schmid kein Problem. Ganz im Gegenteil, sie schaffen das auch an zwei Abenden hintereinander. So auch beim Cäcilienkonzert 2006 am 24. und 25. November, das unter dem Motto „Faszinierende Bläsermusik“ stand. Zu hören waren Werke großer Meister der Musikgeschichte und mitreißende Kompositionen von renommierten Komponisten der Gegenwart. Durch das Programm führte in bewährter Manier Waltraud Kiechl vom ORF-Tirol. Als beste Kapelle Tirols beim Landeswertungsspiel und eine Goldmedaille bei der Weltmeisterschaft für Blasorchester in Holland vergangenes Jahr sprechen eigentlich für sich, aber dass die Stadtmusikkapelle Landeck zu den Besten Österreichs zählt ist ohnedies hinlänglich bekannt. Inzwischen reist man deshalb nicht nur aus ganz Tirol, sondern auch aus Vorarlberg, Südtirol und Liechtenstein an, um die Landecker zu hören. Dass Kapellmeister Schmid mit seinen Musikanten natürlich auch für den diesjährigen Konzertabend so manches Gustostückerl bereithielt, versteht sich von selbst. Tschaikowskys „Capriccio Italien“ war natürlich eine besondere Herausforderung für Schmid und seine Musikanten. Technisch äußerst anspruchsvoll, entwickelte man ein wundervolles Klangbild voller Emotion und tief empfundener Leidenschaft. Auf Ur- bzw. österreichische Erstaufführungen von Werken des österreichischen Komponisten Otto M. Schwarz ist man in Landeck sozusagen schon spezialisiert. Sein programmatisch angelegtes Werk „Mont Blanc – La voie royal“ erklang im Stadtsaal von Landeck zum ersten Mal in Österreich. Äußerst bildhaft beschreibt Schwarz darin das Wunder Natur in seiner Vielfalt, von Vogelgezwitscher, Gewitter und Sturm bis zur atmosphärischen Verklärung. Den Landecker Musikanten gelang es mühelos die zahlreichen Hörer in die mystische Bergwelt des Mont Blanc zu entführen. Mit der Ouvertüre Allemande von Thomas Doss durfte man auch ein klein wenig Mozart zum Jubiläumsjahr erleben. Doss huldigt darin dem großen Meister aus Salzburg. Was der Titel „Procession of the Nobles“ des Werkes von N. Rimsky-Korsakov verspricht, wurde von den Landeckern stilgerecht verwirklicht. Fürstlich und in jeder Beziehung nobel kam es daher, das wunderbare Stück des Russen. Seine Gefühle für die Klangwelten des Ostens hat Jan van der Roost in „Balkanya“ niedergeschrieben. Viel Liebe zum Detail war da spürbar. Wie schon die Jahre zuvor ließ man sich auch für heuer eine besondere Überraschung einfallen. Diese Überraschung stammte aus Salzburg, ist zwanzig Jahre alt, auf ihrer Geige eine inzwischen schon mehrfach preisausgezeichnete Virtuosin und heißt Saskia Roczek. Mit Charme wie Feuer und einer bestens disponierten Stadtmusikkapelle im Rücken verzauberte sie die Hörer mit Paganini und technisch atemberaubenden Zigeunerweisen. „La Mattinata“ von Ruggiero Leoncavallo und Pablo Sarasates „Ziegeunerweisen“ sind natürlich in jeder Beziehung publikumswirksam, sind die Melodien doch jedem vertraut. Dass der Schlussapplaus allerdings zum stehenden Beifall wurde, dafür waren die großartige Geigerin und alle Musikanten um Helmut Schmid gleichermaßen verantwortlich. Mit drei Zugaben wurde das begeisterte Publikum aus dem Stadtsaal entlassen. Das Konzert wurde live mitgeschnitten und für Blasmusikfreunde gibt es schon sehr bald einen neuen Tonträger von den Landeckern. 41 Februar 2007 Blasmusik in Tirol Südtirol Kathedrale der Klänge - Faszinierendes Spiel aus Raum und Klang Vor kurzem gab das Große Bozner Blechbläserensemble unter der Leitung von Gottfried Veit ein Kirchenkonzert in der barocken Stiftspfarrkirche Muri-Gries. Sakralmusik von Richard Wagner, Anton Bruckner, Gustav Mahler, Giovanni Gabrieli, Gottfried Veit und Richard Strauss wurde dabei zu einem faszinierenden Spiel aus Raum und Klang. Der Aufführungsort könnte wohl kaum besser gewählt sein, denn tief religiöse Musik, die zuweilen in der inneren Zerrissenheit der Komponisten, gelenkt von den Grenzen des menschlichen Verstandes, an Gott zweifelt und doch letztendlich im österlichen Geheimnis das einzig wahre Ziel erkennt, verschmelzt mit den farbenprächtigen Kirchenmalereien, die das Leben des Hl. Augustinus zeigen und symbolisch Herrschaft Christi darstellen. Imposant wurde das Konzert mit Richard Wagner eröffnet, einer Musik, die mit ihren Klangfarben voll und ganz diesen weiten Kirchenraum ausnützen kann. Das sehr feierliche und langsame Adagio aus Anton Bruckners siebter Symphonie setzte sich diesem festlichen Klangauftakt entgegen und ließ den Zuhörer im ersten Moment erschauern ob der tristen und melancholischen Stimmung. Herausgerissen aus dem symphonischen Zusammenhang lässt der Stiftsorganist Frater Arno Hagmann auch in dieser überzeugenden Orgelfassung des Südtiroler Kirchenmusikers Vinzenz Goller die tiefe Religiosität des Komponisten und seine Trauer über Wagners Tod erkennen. Obwohl die filigrane Venezia- nische Musik Giovanni Gabrielis und Tiburtio Massainos im mächtigen Hall der Kirche etwas vom eigentlichen Charme des strahlenden Blechbläserklangs einbüßt, so fasziniert diese Musik doch auch in der verschwenderischen Klangpracht eines Kirchenraums. Die Bläser nehmen auch diese Herausforderung an, wenngleich die räumlichen Trennung – die Blechbläserchöre verteilen sich zwischen Presbyterium und den Seitenaltären – die Aufgabe für die Instrumentalisten noch einmal schwieriger, aber desto interessanter macht. Gottfried Veits „Rondophonie“ für acht im Kreis aufgestellte Bläser ist seit kurzem – in leicht veränderter Form gegenüber der ersten Manuskriptfassung - in Druck erschienen. Diese musikalische „Spielerei“ mit Raum und Klang nützte einmal mehr die Faszination des Aufführungsortes. Neben dem Großen Bozner Blechbläserensemble waren die barocke Mathis-Orgel (Pater Urban Stillhard) und die romantische Vorderorgel (Frater Arno Hagmann) der Stiftskirche die Protagonisten dieses einzigartigen Kirchenkonzertes. Höhepunkt dazu war zweifelsohne das „Allegro ma non troppo“ aus dem Konzert Nr. 2 für zwei Orgeln von Pedro José Blanco, einem unüberhörbaren Zeitgenossen Mozarts. Der Zusammenklang der beiden Orgeln übten einen zusätzlichen Reiz aus und machten die Stiftskirche zu einer wahren „Kathedrale der Klänge“. Gustav Mahlers „Auferstehungssymphonie“ setzte in all ihrer Dramatik den Schlusspunkt zu diesem außergewöhnlichen Konzert. Nicht nur das Publikum war begeistert. Gottfried Veit, der das Große Bozner Blechbläserensemble seit seiner Gründung 1997 leitet, bedankte sich - nach gelungenem Auftritt - mit der “Festmusik“ von Richard Strauss. Diese Aufführung in „seiner“ Pfarrkirche zählt er mit zu seinen schönsten Konzerterlebnissen. Stephan Niederegger Leserbriefecke Foto: Landesmusikschule Südöstliches Mittelgebirge Liebes Redaktionsteam! Leider ist in Bezug auf den Bericht „Tirol punktet bei Bundeswettbewerb“ eine Verwechslung basiert: Es sind nicht die Glorreichen Drei, die dort abgebildet sind! Vielleicht ist es möglich, diesen Fehler bei der nächsten Ausgabe richtig zu stellen? Liebe Grüße Raimund Walder Wir bitten um Entschuldigung für diese Verwechslung und stellen selbstverständlich gerne die wirklichen Glorreichen Drei vor. JoWe 42 Blasmusik in Tirol Februar 2007 vom Montag, 9. Juli 2007 bis Samstag, 14. Juli 2007 am Tiroler Bildungsinstitut Grillhof Ziele: • Wie halte ich mich in Form? Tipps für das richtige und effiziente Üben durch erfahrene Berufsmusiker; • Wie bereite ich mich auf besondere musikalische Aufgaben vor? Tipps zum Erarbeiten schwieriger Stellen und Hilfen zur Erreichung von Sicherheit und Ausdauer; • Tipps und Übungen zur Verbesserung des Vom-Blatt-Spielens. • Bildung von Ensembles • Erarbeitung geeigneter Literatur für den „musikalischen Jahreskreis“ • Behandlung verschiedener Fragen: Ensembleleitung, Artikulation, Phrasierung, Stilistik etc. • Alle Kursteilnehmer bilden gemeinsam ein Orchester und erarbeiten exemplarische Werke, die in einem Abschlusskonzert aufgeführt werden. Aufnahmevoraussetzungen: Mindestalter für Übernachtung am Grillhof: 16 Jahre Leistungsanforderung: das Niveau für Absolvierung der Prüfung zum silbernen JMLA; Zielgruppe: Qualifizierte Jugend, Stimmführer, Jugendreferenten, Kapellmeister Anmeldeformular: entweder von der Homepage des Tiroler Blasmusikverbandes (www.blasmusikverband-tirol.at) downloaden oder dem Folder, der allen Musikkapellen des Verbandes zugestellt wird, entnehmen; Anmeldeschluss: Freitag, 8. Juni 2007 Tiroler Bläserwoche Instrumentale Fortbildung Ensemblespiel Sinfonisches Blasorchester Bläserwoche 2005 43 Foto: JoWe Februar 2007 Chronik-Serie Blasmusik in Tirol 1938 in der Musikkapelle Pfaffenhofen Das Jahr 1938 wird in der Chronik der Musikkapelle Pfaffenhofen besonders ausführlich beschrieben, der Chronist Fritz Meusburger eröffnet mit schwerblütigen Versen die Eintragungen. Die Jahresversammlung am 29. 1. 38 stellt den Beginn eines Jahres dar, das die Kapelle im weiteren Verlauf kräftig durchschütteln sollte. Auftritte für die NSDP, Kapellmeisterwechsel, Auftrittsverbot, Stillstand – das alles innerhalb weniger Monate. Pfaffenhofen 27. III. 38 Das Gaukulturamt der Nationalsozialistischen Regimes stellt mit heutigem Datum die Forderung an uns, das Deutschlandlied schneller zu spielen, als es beim Seiser (provisorisch ernannter Bürgermeister von Pfaffenhofen dem am 13. März 1938 ein Ständchen gespielt worden war) der Fall war. Das HorstWessellied sowie den Badenweilermarsch bis zum 30. anstandslos zu erlernen, ferner ist erwünscht, dass wir uns, für die jetzt eintretende Propaganda in musikalischer Hinsicht zur Verfügung stellen. 9. IV. 38 Am 9. April wurden wir aufgefordert der letzten Wahlvesammlung Hilters einen verzierenden Ausdruck zu geben. Am Sonntag, den 10. musste eine Teilbesetzung der Musik sich beim Schennach einfinden, um die Oberdörfler ehrenvoll zur Wahlurne zu begleiten. 20. IV. Der 20. April brachte für uns eine bedeutende Überraschung. Denn Anton Klieber legte sein Amt als Kapellmeister zurück, mit der Begründung, dass er die neuerwachsende SA Kapelle übernehmen will. Obmann Mair dankte somit dem Scheidenden für seine erbrachten Bemühungen .... Bedauerlich dass der Obmann nicht einwilligte sich auf Kosten der Musik zu betrinken, an einem solchen Anlass. der 1. Mai dürfte wohl der interessanteste Tag in unserem diesjährigen Vereinsjahr in Erinnerung bleiben. Denn solch ein Theater zu erleben ist wohl keine Musik gewöhnt. ... Kurzerhand wurde uns das Auftreten mit unserem beliebten Musikführer Lindacher (der neue Kapellmeister) verwehrt. Doch in entscheidender Stunde leisteten wir durch unser starkes Zusammenhalten Widerstand und blieb zu Hause. Herr Schennach setzte sich hierauf ins Einvernehmen und führte uns den Telfern und der ganzen SA zum Trutz, auf seine Verantwortung zum Seiser. Dort gaben wir ein wenig Konzert und versuchten mithin unsere zerschlagene Gewitterstimmung wieder in Humor zu verwandeln. Pfaffenhofen 5. V. 38 Heute Freitag überrascht uns nun, dass es fest und sicher gilt, dass Lindacher uns führen darf. Samstag den 21. (Mai) waren alle zur Probe erschienen bis auf unsern Kapellmeister, der wieder einmal als deutscher Idealist aus kleinlichen Gründen wegen, zu welchen er direkt herausgefordert wurde, im Telfer Gitterhaus sitzt. Mithin ist wieder ein Trumm musikalisches Interesse geschwunden und verärgert über solche Tatbestände verliessen wir ohne einen Ton zu blasen das Problokal. Pfaffenhofen 24. V. 38 Die heutige Zusammenkunft hat nun entschieden, dass wir die Musik für ruhig bestehend niederlegen. Bis uns die vollkommene Sicherheit für Lindacher gegeben wird. Pfaffenhofen 16. VI. 38 Am Fronleichnam gingen wir wie immer in Nationaltracht zur Prozession, und gaben wieder die Lieder zum Besten. Wir konnten damit den Dank aus den seelisch freudig gestimmten Gesichtern der Umgangteilnehmer lesen. Am Abend gaben wir noch ein Konzert beim Hackel. Wir waren erstaunt über das zahlreich erschienene Publikum. Die erste Hälfte der Konzertzeit war mit einem bestimmten Erfolg gekrönt, dafür hat aber die zweite erbärmlich ihren Verlauf genommen. Es war das einzig gute dass Lindacher keine Flügel hatte, sonst hätte er wohl durch die Kastanienbäume das Blaue aufgesucht. 6. 8. 38 Gaben wir im Hackelsgarten auf Verlangen der Gemeinde, um der Förderung des Fremdenverkehrs zu dienen, da heute die ersten KdF Leute hier angekommen, ein Abendkonzert. Stimmung und Aufführung waren befriedigend. Nur das Wetter war etwas zu kühl. 29. X. Hielten wir auf Aufforderung des Obmannes Beratung was nun zu tun sein, da das Interesse der Musikanten soweit geschwunden ist, dass keiner mehr gern zur Probe kommt. Es scheint, dass wir vorläufig brach liegen und abwarten müssen bis der musikalsiche Geist wieder regere Tätigkeit annimmt. 8. XII. War durch eine persönliche Aufforderung von Seiten des Bürgermeisters Maurer die Bitte ergangen sich für den Zweck der Musik zu widmen und sich für den heutigen Abend zur Neuerrichtung der Kapelle zu versammeln. 44 Blasmusik in Tirol Februar 2007 Bürgermeistermusikkapelle Schwaz zum Einwandererfest der Zillertaler in Chile BH Dr. Karl Mark organisierte mit seiner Bürgermeistermusikkapelle Schwaz eine Reise zu den Feierlichkeiten anlässlich der 150-Jahr-Gedenkfeier der Einwanderer aus dem Zillertal. Nach einem dreitägigen Aufenthalt in Santiago (Konzert im deutschen Klub, zwei Konzerte in Val Paraiso an der Pazifikküste) ging es weiter in den Süden Chiles, nach Patagonien. In einem auf drei Tage anberaumten Fest gedachte die Gemeinschaft der Zillertaler in Chile am Llanquihuesee (bedeutet in der Indianersprache „versunkener Ort“, versunken nach einem Vulkanausbruch) der Gründung des Ortes Frutillar und der Einwanderung ihrer Vorfahren in Chile vor 150 Jahren. Zur Historie: Im Jahr 1837 wurden, 56 Jahre nach dem von Kaiser Joseph II. erlassenen Toleranzpatent, 427 Zillertaler zum Verlassen ihrer Heimat gezwungen. Der Tiroler Landtag hat im Interesse der Glaubenseinheit des Landes die Bildung einer protestantischen Gemeinde verboten. 427 Protestanten wurden aus dem Zillertal ausgewiesen. Der Großteil ließ sich aufgrund der zuvorkommenden Haltung des preußischen Königs im schlesichen Erdmannsdorf (gehört heute zu Polen und heißt Myslakowice) nieder und gründeten die Kolonie „Zillerthal“. Am 12. November 1837 konnten sie die Aufnahme in die evangelische Gemeinde feiern. Auf der Suche nach einer Gegend, in der sie sich wirklich heimisch fühlen konnten, folgten 55 Zillertaler Auswanderer dem verlockenden Angebot der chilenischen Regierung, verließen Schlesien und traten unter unsäglichen Strapazen von Hamburg aus die Reise nach Chile an. Nach vier Monaten auf hoher See erreichten die Zillertaler in Puerto Montt (benannt nach dem deutschfreundlichen Präsidenten Manuel Montt) ihre neue Heimat. In der Region leben heute noch an die 600 Nachfahren der Zillertaler Auswanderer. Am ersten Tag gab es für uns einen großen Empfang. Die Kinder der deutschen Schule in Frutillar spielten nach Felix Mitterers Stück „Verlorene Heimat“ ein Theaterstück, das uns sehr beeindruckt hat. Tags darauf wa- ren wir von der wunderschönen Landschaft auf einer Fahrt rund um den See begeistert. Die Größe des Llanquihue-Sees entspricht ungefähr der doppelten Fläche des Bodensees. Auch ein Besuch des Allerheiligensees und der Petrohue-Wasserfälle stand auf dem Programm. Allgegenwärtig während der gesamten Tagesfahrt war der majestätische vergletscherte Vulkankegel des Osorno. Am Samstag, dem 18. November, gestaltete die Bürgermeisterkapelle gemeinsam mit dem Gesangsverein aus Frutillar und dem Männerchor Frohsinn aus Santiago in Los Bajos vor der lutherischen Kirche (Tirolerkapelle) einen ökumenischen Gottesdienst mit anschließender Totenehrung auf dem Friedhof der ersten Siedler in Los Bajos. Dort wurde auch gemeinsam mit den Chören das Lied „Zillertal, du bist mei Freud“ gespielt und gesungen. Auf dem Grabstein der noch im Zillertal geborenen Therese Hechenleitner, verheiratete Klocker, findet sich folgende Inschrift: Als Kind in Tyrolens Bergluft, Als Jungfrau in Schlesiens Blumenduft. Unter Kindern und Enkeln am stillen See, Fand sie Ruh im Land Llanquihue. An diesen Feierlichkeiten nahm auch eine Reisegruppe des ORF Tirol unter der Leitung von Kurt Arbeiter teil. In der Turnhalle von Frutillar wirkte die Bürgermeisterkapelle an einem großen musikalischen Abend mit. Die Darbietungen wurden mit großem Beifall von der Bevölkerung in der bis zum letzten Platz gefüllten Halle aufgenommen. Weitere Mitwirkende waren die beiden Gesangsvereine, die Schuhplattlergruppe „Alpenrose“ aus Bariloche (Argentinien), eine chilenische Folkloregruppe (aus Frutillar) und die Musikkapelle aus Frutillar. Zum Abschluss besuchten wir am 19. November Puerto Varas, wo wir auf der Plaza ein Standkonzert vor hunderten Zuhörern gaben. Der Bürgermeister von Puerto Varas war derart begeistert, dass er spontan alle Mitglieder der Musikkapelle zu Ehrenbürgern auf Lebenszeit ernannt hat. Den Abschluss der Feierlichkeiten bildete ein Besuch des Rodeos in Frutillar. Besonders stolz war der Großfarmer Hechenleitner, dessen zwei Söhne die Sieger des Rodeobewerbes geworden sind. Am Montag brachen wir von Puerto Montt wieder Richtung Europa auf. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Santiago trafen wir nach einem 14-stündigen Langstreckenflug nach Paris über München wieder wohlbehalten und voller überwältigender Eindrücke mit dem Gefühl, als musikalische Botschafter Tirols etwas von unserer Seele in ein entferntes Land getragen zu haben, in Schwaz ein. LV-Obmannstellvertreter Siegfried Knapp, Tenorist, Mitglied der Bürgermeistermusikkapelle 45 Februar 2007 Blasmusik in Tirol Tiroler Musikerpersönlichkeiten ••• i n V e r g a n g e n h e i t u n d G e g e n w a r t ••• Norbert Zehm, Selbstporträt in Pastell, März 2006. Der Tiroler Komponist Norbert Zehm schreibt ein Auftragswerk für den Blasmusikverband Seine Musik hat Kraft und Farbe, Spannung und Temperament. Sie kann witzig sein und ernsthaft, und nie ist sie Kunst um ihrer selbst willen. „Musik hat mit Gefühl zu tun“, sagt Norbert Zehm, „sie soll ihr Publikum erreichen.“ Er beherrscht die Kunst, anspruchsvoll und zugleich emotional zugänglich zu schreiben. Das Klavier begleitet ihn seit seinem siebten Lebensjahr, im Kompositionsunterricht lernte er, mit dem Material umzugehen, und wie die Musik so richtig abfährt, zeigte ihm die Rockmusik. Für die Feiern zum 60-jährigen Bestehen des Tiroler Blasmusikverbandes im Herbst 2007 schreibt er ein Eröffnungswerk. Spot auf zwei große, gegensätzliche Kompositionen Norbert Zehms, die in Tirol uraufgeführt worden sind: die Lukaspassion von 2001, geschrieben für das Osterfestival, und „[email protected]“ von 2004 für die Tiroler Festspiele Erl. „Diese Passion“, schrieb die Tiroler Tageszeitung, „ist kein abstraktes, esoterisches Gebilde, sondern in ihrer Sprache zwischen Jazz und Weltmusik allgemein zugänglich. Zehm ist in seinem Element eines popigen Minimalismus geblieben, aber stärker noch lässt er sich vom Wort beherrschen“. Drei Jahre später wurde von „[email protected]“ als „superber Symphonie Nr. 1“ berichtet, einem „großen, schweifenden, witzigen Werk, das Minisounds früher Computerspiele mit der Symphonik vermählt. Zehm erweitert das Formel- und Geräuschhafte sowie Charakter und Stimmung der Computer-Kultsounds zu orchestralen Sätzen, die er teils in vertrautes Terrain führt, teils neu beleuchtet. Zehm gelang da ein spektakulärer Wurf.“ Zwischen diesen Höhepunkten hatte die Wiener Zeitung die Uraufführung des ersten Streichquartettes „Prothalamion“ bejubelt: „Die Geburtsstunde eines Meisterwerkes!“ Norbert Zehm hat bislang über 50 Werke geschrieben: Solostücke, Kammermusik, Orchesterwerke, Vokalmusik, Musikthe- Puls des Lebens, Puls der Musik 46 Blasmusik in Tirol ater, Werke für Blasorchester, Bühnen-, Hörspiel- und Filmmusik, Kompositionen für Tanz bzw. Ballett, Pop- und Rocksongs, elektronische, elektroakustische und multimediale Musik, geistliche Musik und Unterrichtswerke. Er erhielt mehrere Aufträge und Auszeichnungen, wie den Preis der Stadt Innsbruck für künstlerisches Schaffen, Stipendien vom Land Tirol und von Bösendorfer und zweimal das Staatsstipendium für Komponisten. Die Musik des immer jungen, liebenswürdigen Rotschopfs hat in ihrem Fluss Reichtum und Energie – den Puls des prallen Lebens. „Panta rhei“, sagte der Grieche Platon, „alles fließt“. Zehm stand den Minimalisten nahe, vor allem John Adams und Philip Glass, aber obwohl dieser Einfluss in den die Musik forttreibenden Patterns deutlich blieb, wurde er doch schwächer. Zehm nimmt Anregungen auf, aus Klassik, Minimal, Jazz und Rock, um sich deren Ausdrucksspektrum anzuverwandeln, nicht um sich Stilen, Moden und Diktaten zu ergeben. „Vielleicht könnte man es als Zwölftonminimalismus bezeichnen“, sagte er in einem Interview. „Ich nehme drei oder vier Töne aus einer Zwölftonreihe und lasse sie durch minimalistische Patterns und Phasenverschiebungen pulsieren.“ Was das Publikum wahrnimmt, ist diese pulsierende Bewegung, der rhythmische Schwung in kunstvoller Verbindung mit herrlichen Melodienfloskeln. Was dem Publikum selten verraten wird, sind die subkutanen Programme: Das grundsätzliche Interesse an Astronomie, das in die Musik einfließt, oder Reflexionen durchaus auch kritischer politischer Natur, wenn die Realität durchdreht ... In seinen überaus farbenreichen Kompositionen für Blasorchester brechen Melodien und Solostellen durch dieses Pulsieren, das die Musiker gern zu dem ihren machen. „Images from a City“ ist so ein Stück, leidenschaftlich und trotzdem nie ungezügelt. Und Zehm scheut sich nicht, den Bläserklang zu erweitern. In „Movin‘ Reflections“, erstmals erklungen 2002 in der Liverpool Metropolitan Cathedral, mischen sich Orgel und EGitarre aufregend dazu. Dass sich diese Musik vortrefflich vertanzen lässt, nützte ein Ensemble bei der Uraufführung. „Silence & Poverty“ von 1994 wiederum ist eine umfangreich angelegte Kantate für Blasorchester plus Harfe, Chor und Solisten (uraufgeführt im österreichischen Stift Reichersberg). Das alles ist der große, der durchschlagende Zehm mit seiner profunden klassischen Ausbildung und reichen Erfahrung in mehreren Rockbands. Es gibt auch den stillen Zehm. In dem dichten, Februar 2007 ruhigen „Cosmic Goldsmith“ aus dem Klavierzyklus „Message of the Corn Circles“ zum Beispiel, das er mit der Frage begleitet: „Gibt es mehr, als wir wissen und erkennen?“ Die Galerie St. Barbara widmete ihm eine CD, in deren Beiheft aus der Feder des Komponisten zu lesen ist: „Ich schreibe nicht, um Klischees der Avantgarde von gestern zu befriedigen, auch nicht für die ,Zukunft‘, sondern für jetzt.“ Diese Einstellung hat sich nicht geändert. „Viele komponieren nicht ehrlich, lassen sich von Schulen und anderen äußeren Einflüssen leiten und schreiben möglichst zerrissen, weil’s von einer Szene erwartet wird ...“ „Jetzt“ bedeutet auch: Bilder malen. Eine sichtbare und hörbare Vernissage mit Arbeiten des Komponisten und Malers Norbert Zehm, zusammen mit visuellen Objekten seines langjährigen Partners Roland Schrettl, findet am 13. März um 20.15 Uhr im Kulturhaus des ORF-Studios Tirol statt. Im Mittelpunkt stehen neue Bilder und Reflexionen zu Zehms oben erwähnter erster Symphonie, „[email protected]“. Die zweite Symphonie, „Machines“, ist in Arbeit. Aufführungen sind 2008 in Österreich und England geplant. Ursula Strohal Geboren 1962 in Innsbruck. Klavierunterricht am Innsbrucker Konservatorium bei Hans Kofler, weiters bei Bojidar Noev (Innsbruck) und John York (London). Violinunterricht. Matura 1980. Studium: Musikwissenschaft, Italienisch, Astronomie. Lehrbefähigungsprüfung mit Auszeichnung in Innsbruck, Konzertreifeprüfung an der Guildhall School of Music in London. Kompositionsstudien bei Günther Andergassen in Innsbruck, bei Francis Shaw und Buxton Orr in London. Dirigierstudium bei Peter Gellhorn in London. Lehrtätigkeit in Lienz, am Innsbrucker Konservatorium, in Wels, an der der Bishop’s Stortford Highschool in England. 1991-1995 Professur für Komposi- Norbert Zehm: Biographisches Fotos: Zehm Norbert Zehm: „Cadenza“ (Acryl, 2005). Enthält eine Kadenz, die der Komponist, Pianist und Maler zu einem Mozart Klavierkonzert komponiert hat. 47 Februar 2007 tion, Harmonielehre und Gehörbildung am Brucknerkonservatorium in Linz. Danach Unterricht an diversen Colleges in Großbritannien. Aufführungen (Auswahl): Aspekte/Salzburg, Klangspuren/Schwaz, Greenwich Festival/London, Cheltenham Festival, Edinburgh Festival (Schauspielmusik), Berlin, Brüssel, Tiroler Festspiele Erl, Bregenzer Festspiele, Osterfestival „Musik der Religionen“/Hall/Innsbruck, Tage der neuen Musik im Wiener Funkhaus. Konzertmitschnitte und Aufnahmen beim ORF, BBC, RAI, Radio Berlin etc. Zehm lebte ab 1986 in Österreich und Großbritannien. Seit 2004 Wohnsitz in Blasmusik in Tirol Tirol, derzeit in Aldrans. Er gründete und leitet das „Kreativ Musikzentrum“ u.a. in den Räumlichkeiten des Innsbrucker Reithmanngymnaiums und unterrichtet dort Klavier, Keyboards, Komposition und Theorie. www.zehm.at Norbert Zehm - Werkliste op.1 op.2 op.3 op.4 op.5 op.6 op.7 op.8 op.9 op.10 op.11 op.12 op.13 op.14 op.15 op.16 op.17 op.18 SYS 64 738 (1985) für Cello. Klavier und Computer Halley Zyklus (1986) für Violine, Synthesizer,Computer und Video (U.a. ORF – Studio Tirol 1986) Visions 2000 (1987) für hohe Stimme, Streichtrio (Vn., Va., C.), Keyboards, Computergeneriertes, Band und Video (U.a. ORF – Studio Tirol 1987) Trio für Shakuhachi, Kontrabass und Klavier (1987) Klavierstücke (1986 – 88) Lieder (1987 – 88) Videophonie (1987) Liebeslieder mit bitterem Geschmack (1987/88) Stimme und Klavier, eigene Texte Leapyear ’88 (1988) für Flöte, Klarinette, Streichquartett, Keyboards und Computergeneriertes Band, U.a. ORF – Studio Tirol 1988 Dedications in Pink (1988) für Klavier Solo Waltz alla Rondo (1989) für 2 Klaviere, Uraufführung 6.5.1989 (York II) Clockwise (1989) für Klavier zu 4 Händen, U.a. ORF- Studio Tirol 1989 Liebesillusionen (1989/90) Liederzyklus für hohe Stimme, Violine, Cello und Klavier nach Texten von Henri F. Triet Klaviertrio Nr.1 (1990) für Violine, Cello und Klavier, u.a. Frühjahr 1990 ORF Tirol, Tom Norris – Violine, Kate Shortt – Cello, N. Zehm – Klavier (Strawberry Trio) Schauspielmusik zu “Jack Cade“ (1990) für Keyboards und Elektronics, Stimme Schauspiel von Brett Fancy und Peter Wolf, für Edinburgh Frindge Festival August/September 1990 Study for Piano (1990) für Klavier Solo Klaviertrio Nr.2 “On Kate’s Theme” (1991/92) für Violine, Cello und Klavier, U.A. 1992 ORF Tirol gespielt vom “Strawberry Trio”, jetzt genannt “The Astral Project”. Letzte Prophezeiungen (1992) für Flöte, Sopr. Saxophon, Bass Klarinette, Viola, Cello, Keyboards und Electronics (Computerbandeinspielungen), nach Texten von M. Nostradamus, U.A. 1992 ORF Tirol Images from a City (1992) für großes Blasorchester, U.A. März 1992 im Stadttheater Wels von der Magistratsmusik Wels unter der Leitung von Walter Rescheneder Kinderballet ‘Hatschi Bratschis Luftballon’ (1992) Keyboards, Electronics, musique concrete, Flöte, Klavier – alles auf Band, Für Balletschule Wels, U.A. Sommer 1992 im Stadttheater Wels A European Approach (1992/93) für Klavier zu 4 Händen, U.A. vom YORK II Klavierduo April 1993 in Hall i. Tirol (Gallerie St. Barbara) Prothalamion (Streichquartett Nr. 1) – 1993, U.A. vom Quartett Ygddrasil, Dez. 1993 Stadtinitiative Wien Silence & Poverty (1994) – Texte: Peter Wolf für großes Blasorchester (+ Harfe), Chor und Solisten (Sopr., Counterten., Bass), U.A. Oktober 1994 in Stift Reichersberg (OÖ) vom Bezirksblasorchester Ried, Riedbergchor, Chor Lohnsburg, …. Maria Brojer – Sopran, Arno Raunig, Countertenor, Claudius Muth – Bass. Johann Mösenbichler - Dirigent Message of the Corn Circles (1995) ein Zyklus für Klavier Solo, U.A. von Karen Schlimp, Oktober 1996 in Berlin (Teiluraufführung 1995 von Ranko Markovic, London, Leighton House) op.25 Klaviertrio Nr.3 “Tear Drops“ (1995) , Vn., C., Kl., und Pantomime U.A. 1995 London – Lauderdale House vom Trio “Line3 (früher The Astral Project), Selber Sommer 1995 Aufführungen in Wels, Salzburg und Innervillgraten (Kulturwiese) op.26 Silberkreuzung (1995/96) für ‘Klangspuren ‘96’ in Schwaz/Tirol, U.A. September 1996, Texte: Peter Wolf, Sopran: M. Brojer, Bass: C. Muth, Flöte, Klarinette, Trompete, Fagott, Violine, Cello, Schlagwerk, Keyboards, Electronics (Bandeinspielungen), Video (Roland Schrettl) op.27 Light from the Outer Ring (1996) für Blasorchester, Auftrag von ‘Ely Kings School Concert Band’ , U.A. Mai 1996 in Ely Cathedral op.28 Kinderstücke f. Cello op.29 Kinderstücke f. Klavier op.30 “Le Tombeau de Ravel” ( Streichquartett Nr.2) – 1997/98 U.A. Juli 1999 in Hallein, Quartett Ygddrasil op.31 Zeit Musik (1997/98) für Flöte und Klavier, U.A. Jänner 1998 Alte Schmiede/Wien, Norbert Trawöger – Flöte, N. Zehm Klavier op.32 Kinderstücke, Jazz Stücke (Klavier) in Arbeit, für Verleger ‘Harlequin Music/Cambridge’ op.33 Strange Meeting (1998) Hörspiel von Peter Wolf, 11. 11. 1998 BBC Radio 4 op.34 Kosmomanie (1998/99) Liederzyklus nach dem Gedichtezyklus von Dietmar Viertl, Auftrag von ORF Wien, U.A. 19. Feb. 1999 im Radio Kulturhaus Wien op.35 Prelude in Türkis (1999) für Klavier Solo op.36 Fragmente zur Oper “Traumhaus Europa” (1998-2000) Libretto: Peter Wolf op.37 Birkdale Boogie(1999) für Flöte, Cello, Klavier op.38 Klavierschule (2000) in Arbeit, für Verleger ‘Harlequin Music/Cambridge’ op.39 Missa Coelo et Terrae (2000) Messe im Auftrag der ‘Tiroler Festspiele’ in Erl, für gem. Chor, Soli (Sopran, Bass), Orlgel, U.A. 9. Juli 2000 Erl Op.40 Lukas Passion Fertigstellung im Februar 2001 Uraufführung 8. April 2001, für Musik der Religionen/Hall Op.41 Albumblatt (Miniatur) Für Flöte und Klavier Op.42 Movin‘ Reflections – für Blasorchester mit Orgel, E- Gitarre und Modern Dance Op.43 “Clockwise for Orchestra“ – Uraufführung 15. Mai 2003 Op.44 Schauspielmusik für “Die Polaggenhur“ Von Stefan Hellbert – Schwazer Freilichtbühne Aug/Sept 2003 Op.45 Symphonie –2003/04 Uraufführung Tiroler Festspiele/Erl am 23.7.2004 Op.46 Klanginstallation – 40 Jahre Reithmanngymnasium Uraufführung Innsbruck, 26. April 2005 Op. 47 Klaviertrio Nr. 4 “Kate’s Dream“ (Keep Rocking“) Violine, Cello, Klavier und Electronics Studio Produktion am 14. 2. 2006 Privatauftrag für den Atomphysiker Werner Federer Op. 48 Trio f. Flöte, Cello und Klavier (“ASCHAN“ Trio), U.A. 17. April 2006 Op. 49 Werk f. Blasorchester (U.A. 22.09.2007 – Landesmusikfest Tirol) Op. 50 SYMPHONIE Nr2. “ MACHINES“ (in Arbeit) Auswahl dieser Werke verlegt bei „Harlequin Music“ (Cambridge) und „OrchestralArt“ in Oberösterreich op.19 op.20 op.21 op.22 op.23 op.24 48 Blasmusik in Tirol Februar 2007 - wieder eine kleine Auswahl aus einem unglaublich reichen Angebot, zusammengestellt von Landesverbandsobmann Dr. Herbert Ebenbichler: • 21. bis 23. September 2007- Mitteleuropäische Blasmusikwallfahrt nach Mariazell: Aus Anlass des 850-Jahr-Jubiläums der Basilika Mariazell sowie des steirischen ÖBV-Präsidentenjahres lädt der Steirische Blasmusikverband gemeinsam mit dem Österreichischen Blasmusikverband und den Partnerverbänden Südtirol und Liechtenstein zu einer Bus- und Fußwallfahrt zum grössten und bedeutendsten Wallfahrtsort Österreichs ein. Damit will der Steirische Blasmusikverband ein Zeichen setzen und zum Ausdruck bringen, dass die Verbindung zwischen Blasmusik und Kirche eine lange und fruchtbringende Tradition hat. Mit diesem Projekt, das erstmals in der Blasmusikgeschichte in diesem Umfang durchgeführt wird, sind alle Musikkapellen in Österreich, Südtirol, Liechtenstein, Schweiz, Deutschland, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Kroatien und Slowenien angesprochen und eingeladen, nach Mariazell zu kommen. Man kann Fußwallfahrten machen oder erst am Samstag 22.9. und Sonntag 23.9. nach Mariazell kommen. Anmeldetermin bis spätestens 31.JÄNNER an das Büro des Steirischen Verbandes unter Tel. 0316/383117, Fax 0316/383117-7, Mail: [email protected] Hauptveranstaltungen sind am Samstag, 22.9.07 mit Platzkonzerten im Ort und in der Region am Vormittag, denn nacnmittags zwischen14 und 16 Uhr Eintreffen der Bus- und Fußwallfahrer und Quartierbezug, 16.30 Uhr Begrüßungsandacht und sakrales Konzert in der Basilika mit dem Landesjugendblasorchester Steiermark, 19.30 Uhr Sternmarsch, Festakt und am Hauptplatz Aufführung des“Großen Österr. Zapfenstreiches“ mit der Militärmusik Steiermark unter Mitwirkung aller anwesenden Kapellen. Sonntag, 23.9. ist um 10 Uhr eine Messe mit dem Diözesanbischof und den Kapellen am Hauptplatz und abschließend eine Agape.Auskünfte besonders über die Möglichkeiten von Fußwallfahrten und deren Ausgangspunkte wie oben angeführt im Büro des Steirischen Verbandes. Die Wallfahrt ist sicherlich eine ganz tolle Möglichkeit auch für die Kameradschaftspflege und daher mögen sich auch die Tiroler Kapellen eine Teilnahme- es gibt teilweise auch Ersatz für Fahrtkosten-überlegen, wenngleich am 22.9.2007 unser Festkonzert im Kongresshaus abgehalten wird. Aber wenn das Congresshaus voll ist, können ruhig viele an der Wallfahrt teilnehmen! • Deutsches Musikfest 2007 (17. bis 20. Mai in Würzburg): Wer sich für dieses eindrucksvolle Fest interessiert, wende sich an das Organisationsbüro unter Telefon 0049 7000 363 2007! Die Teilnehmer erwartet ein abwechslungsreiches Programm, vier Tage lang wird die Würzburger Innenstadt zum musikalischen Zentrum der Bundesrepublik werden. Von Jazz über zeitgenössische sinfonische Werke bis hin zur klassischen Bläsermusik wird jede Stilrichtung vertreten sein. Die Verbände aus den Nachbarländern der Bundesrepublik sollten doch vertreten sein. Als Schirmherr konnte übrigens der deutsche Bundespräsident Prof. Horst Köhler gewonnen werden. • 10. Mid Europe in Schladming (10. bis 15. Juli 2007) - Auskünfte unter www. mideurope.at. Es wird wieder faszinierende Bläsermusik geboten werden, u.a. 30 Konzerte, Kirchenkonzerte, 25 Open Air Konzerte und 20 Workshops (z.B. mit den bekannten Dirigenten Ray Cramer USA und Douglas Bostock GB), auch wieder mit dem Internationalen Wettbewerb für Jugendblasorchester in Zusammenarbeit mit dem internationalen Musikbund CISM; • 5. EUREGIO Musikfestival 2007 Kempten/Allgäu mit Gustostückerln wie am 16. 2. 2007 Mnozil Brass, am 1. 3. 2007 German Brass, vom 16. bis 21. September 2007 Woche der Militärmusik, auch im November mit einem Galakonzert der Stadtmusikkapelle InnsbruckWilten und vielem mehr; Auskünfte unter www.euregio-via-salina.de; • 16. bis 19. Mai 2007 Internationale Musiktage Vöcklabruck (alle 2 Jahre) wieder mit einem Sinfonischen Wettbewerb für Blasorchester der Stufen C, D, E und F (Profi), einem Ensemblewettbewerb und einem Wettbewerb für Musik in Bewegung. Organisation und Auskünfte über den FVV Vöcklabruck Tel. 07672-255566 Fax DW 85, Mail int. [email protected], siehe auch ÖBZ Juli 2006; • Neues Gäble-Musical: nach dem großen Erfolg von „Freude“ haben Paul Nagler (Text) und Kurt Gäble (Musik) ein weiteres sehr aktuelles Musical geschrieben. „Franziskus“- Das Musical wird am 1. 3. 2007 in der Mehrzweckhalle Hawangen uraufgeführt. Weitere Termine sind am 2. 3. und 4. 3. jeweils 19.30 Uhr. - Näheres unter www.dvo-newsletter.de; überhaupt immer wieder Neuigkeiten unter Mail [email protected]; • Neues Landesjugendblasorchester in der Steiermark: auch dort wird nach Probespielen im Feber/März 2007 ein Orchester installiert, das dann im Juli (u.a.Mid Europe) und September 2007 eine Reihe von Konzerten spielt. Die Leitung hat der Landesjugendreferent-Stv. Wolfgang Jud; • Franz Cibulka - 60: Der bekannte steirische Komponist Franz Cibulka wurde im Oktober 60 und mit einem großen Konzert gefeiert. Es ist eine Gelegenheit, ihm auch von Tirol aus zu gratulieren und einige seiner neuen Werke anzuführen und zu empfehlen: Suite Montreux, Clariphonic, Konzert für Tubaquartett und Brassband, Obdach-Rhapsodie mit Posaunesolo, „Über Nacht-unter Tage“ ein mulitmediales Werk über die Veränderungen im Bergbau für Sprecher, Vokal Forum, Trompeten Consort und Blasorchester; • Meisterkurs für Blasorchesterdirigenten-ÖBV 1. bis 6. April 2007 Karwoche in Klagenfurt mit der Militärmusik Kärnten und Referent Karolus Trikolidis; Vorbereitungsphase 17. und 18. Feber 2007 in Salzburg; Meldungen für aktive und passive Teilnehmer über den Landeskapellmeister Prof. Hans Eibl, Auskünfte auch über www.blasmusik.at; Was tut sich außerhalb Tirols? 49 Februar 2007 Blasmusik in Tirol Musik, die auf den Menschen zugeht Kommentar zu einem Konzert, das ein paar Klarheiten zwischen Blasmusik und Neuer Musik schuf Die Spitzenfunktionäre der Tiroler Blasmusik und auch etliche Kapellmeister sind bemüht, Komponisten zu neuen Blasmusikwerken anzuregen. Es gab bestens vorbereitete Gesprächsrunden mit Tiroler Komponisten und einen Kapellmeistertag, bei dem eine Reihe neuer, beachtenswerter Werke präsentiert wurde. Wir beginnen in dieser Ausgabe, sie vorzustellen. Das Vorhaben, der Blasmusik neue Werke in jeder Leistungskategorie zuzuführen, ist kein punktuelles, sondern ein kontinuierliches. Viele Fachleute arbeiten daran, das Thema ist präsent. Vor diesem Hintergrund wurde ein Konzert des Schwazer Klangspuren-Festivals 2006 zum Schlüsselereignis, das viele grundsätzliche Gedanken aufkommen ließ. Es fand, wir berichteten in der letzten BiT im Dezember darüber, im September im neuen Rumer Veranstaltungszentrum FoRum statt. Die musikalisch hochrangige Militärmusik Vorarlberg spielte unter ihrem Chef, Militärkapellmeister Karl Gamper, Werke von Peter Eötvös, Murat Üstün, Eduard Demetz, Jorge Sánchez-Chiong und Charles Ives. Die drei mittleren Kompositionen wurden uraufgeführt. Peter Eötvös ist ein brillanter Komponist, der bei den Klangspuren schon ein Publikum hingerissen hat, das beileibe nicht nur aus Fachleuten bestand. Allerdings war da seine Musik von farbiger Bewegtheit und nicht ganz so wirr und wild, wie sein „Paris-Dakar“ in Rum. Dieses Stück beschreibt in einer undurchhörbaren Raserei die berühmte Ralley. Ein Saxophonist hat, teils improvisatorisch, mehr als sein Bestes zu geben. Die Musiker und der Dirigent sind in diesem freejazzigen Dickicht nicht zu beneiden. Der Zuhörer muss, um da mitzukommen, zwar nicht die Stuktur des Stückes, aber seinen Witz begreifen. Sonst ist er verloren. Auf der Bühne und im Saal braucht es Könner und Kenner. O.k., „Paris-Dakar“ ist ein tolles Stück. Aber welche Blasmusikkapelle kann es nachspielen? Und welchem Publikum setzt sie es vor? Murat Üstün lebt als Musiker und Musiklehrer in Vorarlberg, wo er als erster geborener Türke eine Blasmusik leitete. Er komponierte im Auftrag der Klangspuren „Membran – eine Trennschicht“, die Geschichte zweier nach langer Feindschaft sich kurz begegnender Völker. Die klingende Erzählung geht gut ins Ohr, ist teils volksmusikalisch aufbereitet und wirkungsvoll den Bläsern ins Mundstück geschrieben. Ein Stück, an das sich viele Musikkapellen wagen könnten, auch ohne die übliche Sorge hinsichtlich ihres Publikums. Im besten Sinn „brauchbare“ Blasmusik. Der Südtiroler Eduard Demetz, der Anspruch mit Zugänglichkeit verbindet, komponierte für die Militärmusik Vorarlberg ein Nachtstück, das archaisch und finster anmutet, dessen dynamische Steigerungen und Überlagerungen er gut zu beschreiben weiß. Was er im Programmbuch über „Primordiale“ sagt, ist hilfreich. Um das Stück zur Wirkung zu bringen, braucht es freilich sehr gute Musiker. Demetz stand, als er komponierte, mit dem Kapellmeister und der Militärmusik in Verbindung, er wusste genau, was er ihr zumuten durfte. Sjorge Sánchez-Chiong, der in Venezuela eine Militärdiktatur überlebt hat und nun in Wien lebt, ging selbst an die Turntables und von dort in enge Konfrontation mit der Militärmusik, für die er in seinem Stück „Sexy Pony & Civil Disobedience“ elektronisch anmutende Klanggebilde erfunden hat. Wer das Stück nachspielen möchte, braucht ihn dazu. Schließlich das letzte Stück: Wie weit Charles Ives seiner Zeit voraus war, durfte man an seinem „Country Band March“ von 1903, einem durchtrieben witzigen, aber schwer zu spielenden Stück, erleben. Es waren nicht besonders viele Leute gekommen. Das Blasmusikpublikum schreckte die Neue Musik ab. Und die Stammgäste des Klangspuren-Festivals gehen nicht zur Militärmusik. Ein paar Blasmusikfreunde verließen schon nach dem eröffnenden Eötvös-Stück den Saal, wer durchhielt, saß auch dem Auftritt von Sánchez-Chiong ablehnend gegenüber. Demetz und Ives gingen gerade noch durch – mit den Erklärungen im Programmbuch. Bei Üstün fühlten sie sich gut. Gerade beim Üstün-Stück aber hatten diverse Klangspurler die Nase gerümpft und es zu banal gefunden. Blasmusik und die sogenannte Neue Musik gehen nur ein Stück des Weges gemeinsam. Das Konzert hat keinen gemeinsamen Nenner gefunden, sondern getrennt. Ein gutes Mittel, um Klarheit zu schaffen: Blasmusik braucht Neue Musik, aber zu ihren Bedingungen. Sie braucht weder Anbiederung noch Mitleid, weder Kitsch noch hohle Brillanz. Sie braucht eine Musik, die die Gewohnheit unterlaufen darf, die aber Emotion und Reaktion erzeugt. Die in Laienmusikern ein Echo auslöst und auf deren jeweiliger Leistungsstufe, mit deren Besetzungsmöglichkeiten bewältigbar ist. Die auf rücksichtslosem technischen Niveau agierende, konzeptuelle, professionelle E-Musik schreibt ein anderes musikalisches Kapitel. Neue Blasmusik, so kunstvoll sie erwünscht ist, muss auf den Menschen zugehen, muss mit ihren Hörern zu tun haben wollen. Ursula Strohal Die nächste BiT erscheint im Juni 200, Redaktionsschluss: Montag, 30. April 2007 50 Blasmusik in Tirol Februar 2007 Empfehlenswerte Literatur - Neue Blasmusik Notizen zu Benhard Jestl, Ouverture für Blasorchester, 2006 Heinrich Unterhofer, In Stylo Franchese, 2004 (2006) Armin Kofler, Jolly Roger, 2006 vorgestellt beim Kapellmeistertag am 11. November 2006 in der Blaike / Völs vom Sinfonischen Blasorchester Innsbruck-Land unter der Leitung von Hermann Pallhuber Hinter dem einfach anmutenden Titel „Ouverture für Blasorchester“ verbirgt sich ein Werk voll explosiver Kraft. Der in München lebende Exiltiroler Bernhard Jestl baut auf einem übermäßigen Dreiklang auf und gibt seinem neuen Werk dadurch wenig harmonische Sicherheiten. Dies und die komplementären Rhythmen in allen Registern fordern nicht nur die Musiker sondern auch die Zuhörer. Neben komplexen harmonischen Strukturen und einem auskomponierten, durchgehenden Allargando in der zweiten Hälfte bleibt bis zum Ende eine diabolische Kraft bestehen, die in der anspruchsvollen Schlagwerkgruppe ihren massiven Ausdruck findet. Ein schönes Stück originaler, neuer Blasmusik für Freunde der Avantgarde. (Stufe D/E, 7.00 min). Der Südtiroler Komponist Heinrich Unterhofer lehnt sich in seinem Werk „In Stylo Franchese“ an einen Teil aus J. S. Bachs Kunst der Fuge an. Der dort enthaltene Contrapunctus VI erklingt dann – wenn auch mit zusätzlichen Klangelementen – im Finale des Werkes. Im Übrigen stellt Unterhofers Stück einen musikalischen Kosmos vieler Musikstile von Bach über Wagner bis zu Gustav Mahler dar. Ein besonders reizvoller Teil ist die Verarbeitung des Volksliedes „Heißa Kathreinele“. Ein technisch anspruchsvolles Werk in großer Besetzung (mit Harfe, Klavier und 2 Celli) und schönen Klangfarben. (Stufe D/E, 10.00 min) „Jolly Roger“ ist ein programmatisches Werk über das Piratenleben vom jungen Südtiroler Armin Kofler. Ganz tonal gehalten fügt es sich in die beliebte Tonsprache moderner Blasmusikliteratur ein. Nach einer Einleitung im Holz mit einem schönen Hornsolo braust bald die wilde See auf und das Piratenleben beginnt. Dramatik mit eingängigen Rhythmen, markanten Signalen und schönen Kantilenen helfen das „Programm“ sofort zu erkennen. Mit einem wunderbaren Choral endet das Werk. Der Anspruch an den Kapellmeister und die Musikkapelle besteht vor allem in der sehr emotionalen Interpretation, in der Umsetzung aller musikalischen Effekte und in der Homogenität des Blasorchesterklanges. (Stufe C+, 10.00 min) Hermann Pallhuber Bundesbahn-Musikkapelle Innsbruck Großes Frühjahrskonzert am 31. März Congress Innsbruck Am 31. März 2007 um 19:30 Uhr veranstaltet die Bundesbahn-Musikkapelle Innsbruck unter der Leitung von Kapellmeister Peter Schwaizer ihr alljährliches Frühjahrskonzert im Congress in Innsbruck. Werke von Edward Elgar („Pomp and Circumstance Nr. 1“), Peter Iljitsch Tschaikowsky („Ouvertüre 1812“), Emile Waldteufel („Les Patineurs“ – [die Schlittschuhläufer]), Alfred Reed („El Camino Real“) und Gaetano Fabiani („Venezia – Marcia Militare Italiana“) stehen auf dem Programm. Kartenvorverkauf: Innsbruck-Information (Stadtverkehrsbüro), Burggraben 3, täglich von 8.00 bis 19.00 Uhr, sowie in der Bundesbahndirektion Innsbruck, Zimmer 157 und im Reisebüro am Bahnhof Telefonische Kartenvorbestellung: 0512/503 3391 Eintrittspreise: € 13/ € 11 Restkarten an der Abendkasse. 51 Februar 2007 Informationen Blech“ seitdem zu sechst und kann bereits auf etliche Auftritte zurückblicken (Hofbräuhaus München, 3-tägiges Weinfest bei Karlsruhe, Musikantenherbst Auner Alpenspektakel Hopfgarten,…) Die derzeitige Besetzung: Bernhard Achhorner und Alexander Wartner (Trompete), Alois Eberl (Posaune,Akkordeon), Helmut Gründler (Tenorhorn), Martin Scharnagl (Schlagzeug, Tuba) und Christian Bernert (Schlagzeug, Gitarre). Die Musiker studieren alle am Konservatorium in Innsbruck und an der Anton BrucknerPrivatuniversität in Linz und sehen ihr Hobby als willkommenen Ausgleich zum Studienalltag. Martin Scharnagl ist der musikalische Leiter dieser Gruppe, für das Management zuständig ist Bernhard Achhorner. Ob auf kleineren Veranstaltungen oder größeren Anlässen, das „Viera Blech“ sorgt immer für gute Stimmung auf anspruchsvollem Niveau! ist weit bekannt als Hornlehrer, insbesondere auch als geschätzter Naturhornist. Gerade bei uns in Tirol hat er viel für die Wiederentdeckung des Naturhorns bewirkt. Seine Interpretation gibt dem Zuhörer Gelegenheit, die klangliche Charakteristik zur Mozart-Zeit zu erleben und eine aufgerauhtere, nie glatt und gefällig wirkende Tongebung erfrischend zu genießen. In harmonischer Partnerschaft mit der Begleitung durch die Salzburger Hofmusik unter Wolfgang Brunner entstand eine hörenswerte Aufnahme. Diese kanonartige „Klangskulptur“, wie sie G. Veit nennt, beginnt mit einem ebenfalls viertaktigen Tutti-Klangblock. Es folgt das kanonartige Hauptthema aufbauend auf der ersten, zweiten, dritten Trompete, usw. bis zur vierten Posaune. Nach einem kurzen, viertaktigen Exkurs zu C-, A- und Ges-Dur kehrt er wieder zur Anfangstonart Es-Dur zurück. Das Thema verklingt in umgekehrter Instrumentation zum Anfang des Werkes, nämlich in der vierten Posaune aus. Eine viertaktige Tutti-Coda mit Schlussfermate beschließt die Klangskulptur. Das Kopfthema erklingt am Kulminationspunkt drei Mal achtstimmig in mediantischer Rückung. Gesamtheitlich ist diese „Rondophonie“ ein kunstvoller Kanon, der mit hellen Trompe- Blasmusik in Tirol „VIERA BLECH“ – Die junge Blasmusikformation aus dem Tiroler Unterland stellt sich vor: Das „Viera Blech“ wurde im Oktober 2004 gegründet und kommt ursprünglich aus Kössen in Tirol. Die Gründungsbesetzung von 4 Blechbläsern (2 Trompeten, Tenorhorn, Bass), die alle Mitglied bei der Bundesmusikkapelle Kössen sind, entstand einfach aus der Freude am gemeinsamen Musizieren und entwickelte sich bald zu einem Klangkörper, der bei kleineren Anlässen wie Hochzeiten oder Geburtstagsfeiern immer gerne gehört wird. Um die Dorftradition aufrecht zu erhalten, ist auch das jährliche „Anklöpfeln“ in der Vorweihnachtszeit ein fixer Bestandteil der Gruppe. Es werden dabei Spenden gesammelt, die einem karitativem Zweck zugute kommen. Die Anfrage zu einem dreitägigen Gastauftritt in Deutschland im Mai 2006 war schließlich ausschlaggebend, dass noch zwei Musikkollegen aufgenommen wurden. Um sich musikalisch noch vielfältiger präsentieren zu können, musiziert das „Viera Das „Viera Blech“ ist stolz darauf, die erste CD mit dem Titel „Junge Kameraden“ vorstellen zu dürfen. Die Produktion, die bei Alois Eberl selbst aufgenommen und abgemischt wurde, zeichnet sich vor allem durch Eigenkompositionen von Martin Scharnagl und dem unverwechselbaren Stil der Gruppe aus. Ein Hörvergnügen mit anspruchsvoller Blasmusik ist also garantiert! Überzeugen Sie sich selbst! Die CD ist zum Preis von 15 Euro im Internet unter www. vierablech.at oder unter der Telefonnummer +43/676/8485 36 496 erhältlich. Neue CD’s Wolfgang Amadeus Mozart HORNKONZERTE „Wolfgang Amadeus Mozart hat sich über den Leitgeb Esel, Ochs und Narr, erbarmt zu Wien den 27. Mai 1783.“ – so steht auf der Partitur des ersten vollständig erhaltenen Hornkonzertes. Leitgeb war der Hornist, für den Mozart sein Konzert schrieb, und Adressat für manchen Spaß in Wort und Musik, wie eingangs zu lesen. Professor Hansjörg Angerer Neue Noten Rondophonie für acht Blechbläser von Gottfried Veit Eine seiner neueren Schöpfungen nennt Gottfried Veit „Rondophonie“ für acht Blechbläser. Um des Komponisten Wunsch nach zu kommen sollten die Bläser, wie aus dem Titel nicht unbedingt verständlich, in einem möglichst großen Kreis Aufstellung finden. Dies um die im Werk einkomponierte Raumakustik, in größeren Kirchenräumen, Schlosshöfen oder anderen Aufführungsorten mit entsprechenden akustischen Voraussetzungen Genüge zu tun. Das ostinate, viertaktige Hauptthema dieses Stückes sollte Ruhe in verschiedenen Klangfarben ausstrahlen und entwickeln. ten beginnt und mit etwas dunkleren, tiefen Posaunen endet. Es handelt sich um ein mittelschweres Musikstück, wobei sich die Bläser nicht von den Tonarten A- oder GesDur zu fürchten brauchen. Gottfried Veit hat seine Noten praxisbezogen so gesetzt, dass sie spieltechnisch bestens liegen und somit auch von guten Laienbläsern problemlos gespielt werden können. Die Stimmenausstattung ist komplett: achtzeilige Partitur, Trompeten in B, Posaunen in C (Bassschlüssel) sowie in B (Violinschüssel). Bei Bedarf stehen auch Stimmen für Hörner in F, als Ersatz für fehlende Posaunenbläser, zur Verfügung. Erschienen ist das Werk beim ECHO-Musikverlag. Im Fachhandel erhältlich. Walter Cazzanelli 52 Blasmusik in Tirol Februar 2007 Kapellmeister gesucht! Die Bundesmusikkapelle Ried-Kaltenbach im Zillertal sucht einen Kapellmeister (ab Herbst 2007). Wir sind zur Zeit 58 aktive Musikantinnen und Musikanten und betreuen musikalisch die beiden Orte Ried und Kaltenbach. Weitere Infos: Obmann Wolfgang Jochner Tel. 05283 2218 21, mail: [email protected], Internet: www.musik-ried-kaltenbach.at Die Musikkapelle Scharnitz sucht ab sofort einen Kapellmeister. Kontaktadresse: Herbert BODNER, 6108 Scharnitz, Siedlung 265/5-6, Tel: 0660/2111021 od. 05213/5558 Alois Schöpf: Vom Sinn des Mittelmaßes Wer Alois Schöpf ein wenig kennt, den wird nicht wundern, dass in diesem Buch das Kulturgeschehen Tirols äußerst kritisch durchleuchtet wird. Mit der ihm eigenen würzigen Sprache und der Freude am Aufdecken und Offenlegen zeigt der Autor für jeden in der Kultur tätigen bemerkenswerte Zusammenhänge auf, satirisch und bissig, so dass das kontinuierliche Stänkern und Nörgeln dem Leser nie fad wird und immer auch ein Schuss Unterhaltung dabei ist. Höchst lesenswert! Buch-Neuerscheinung In Memoriam Verbandsgeschäftsführer SR Karl Oberthanner zum Gedenken Am 8. Jänner jährte sich zum zehnten Mal der Todestag des ehemaligen Geschäftsführers und Ehrenmitglied des Verbandes der Tiroler Blasmusikkapelen SR Karl Oberthanner. Er folgte bereits nach vier Monaten dem Obmann Dr. Fritz Prior, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft – waren sie doch beide als Soldaten der Deutschen Wehrmacht in Rosenheim eingerückt -, verband. Karl Oberthanner übernahm als ehemaliger Kassier des Landesverbandes nach Franz Karsten das Amt des Geschäftsführers und wirkte in dieser Funktion bis 1995. Im Österreichischen Blasmusikverband ÖBV übernahm er als Beirat gleichzeitig die Verwaltung der Ehrenzeichen. Alle Landesverbände und das Österreichische Blasmusikmuseum stattete er mit selbst gefertigten Vitrinen aus, in denen alle Ehrenzeichen des ÖBV und Internationalen Musikbundes CISM in übersichtlicher Form samt Miniaturen präsentiert wurden. Sein besonderes Anliegen war es immer allen Mitgliedern ein optimales Service – noch ohne Sekretärin oder Schreibkraft - zu bieten und jederzeit für sie da zu sein. Selbst in kürzester Zeit hat er verspätete Ansuchen um Ehrungen angenommen, bearbeitet und eine rechtzeitige Überreichung von Ehrenzeichen samt Urkunde ermöglicht. Jahrelang war Oberthanner der persönliche Vertreter des vor vier Monaten in die Ewigkeit abberufenen, hochverehrten Landesobmannes HR Prof. Dr. Fritz Prior bei den Präsidentenkonferenzen und Kongressen wo er seine Kenntnisse, Erfahrungen, seine Tatkraft zur Verfügung gestellt hat. Seine reichen Erfahrungen als Verbandsfunktionär und ausübender Musiker als Tubist kamen dem ÖBV namentlich bei den Kongressen, wo er stets als freundlicher Ansprechpartner in allen organisatorischen Fragen der Teilnehmer fungierte und dem Präsidenten als unermüdlicher Helfer zu gute. Als weit über die Grenzen bekannter Krippenbaumeister wurde er gleichermaßen wie vom Tiroler (BVT), Österreichischen (ÖBV) und Internationalen Musikbund (CISM) mit höchsten Ehren bedacht. Seine verlässliche, freundschaftliche und zuvorkommende Art hat ihn als hochgeschätzten, gleichermaßen kreativen, wie auch auf verwaltungstechnischer Ebene exakt arbeitenden Fachmann qualifiziert. Unvergessen sind seine Krippenbesuche bei seinen Freunden, wo er fachkundig - selbst mehrmals im Heiligen Land an Ort und Stelle vom weihnachtlichen Geschehen auf historischen Orten gläubig beeindruckt, Funktionäre des Österreichischen und Internationalen Blasmusikverbandes führte und ihnen echtes Tiroler Weihnachtsbrauchtum näher brachte. Seine Verbandsarbeit, die er an seinen Nachfolger und Begleiter Hermann Jäger weitergab, ist heute noch in vielen Bereichen spürbar, seine Weihnachtskrippen zieren zahlreiche Stuben, in denen er wie bei den älteren Blasmusikanten in guter Erinnerung noch immer bei uns ist. Friedrich Weyermüller 53 Februar 2007 Kalendarium 05.05.2007 06.05.2007 12.05.2007 12.05.2007 12.05.2007 12.05.2007 12.05.2007 12.05.2007 12.05.2007 13.05.2007 16.05.2007 16.05.2007 20.05.2007 25.05.2007 26.05.2007 27.05.2007 27.05.2007 01.06.2007 02.06.2007 09.06.2007 Blasmusik in Tirol 30. & 31. 03. 2007 BMK Niederndorf, 20.00 Uhr 31.03.2007 Musikkapelle Hatting (Leitung: Prof. Hans Eibl) 20:00 Uhr, Rathaussaal Telfs 01.04.2007 Speckbacher Stadtmusikkapelle Hall, 19.00 Uhr, Aula der Universität UMIT (Milserstraße- östl. des Krankenhauses) zum 180jährigen Bestandsjubliäum 08.04.2007 MK Arzl 14.04.2007 MK Umhausen, 20.30 Uhr; Turnsaal der Hauptschule 15.04.2007 MK Kematen, 20.00 Uhr, Haus der Gemeinde 21.04.2007 MK Imsterberg 21.04.2007 MK Götzens, 20.15 Uhr, Gemeindezentrum 21.04.2007 MK Oberperfuss, 20.15 Uhr, Mehrzwecksaal 21.04.2007 - BMK Angerberg/Mariastein, 20:00 Uhr, Gemeindesaal Langkampfen 22.04.2007 K.u.K. Postmusik Tirol, 19.00 Uhr Stadtsaal Ibk 28.04.2007 MK Ötztal-Bahnhof, 20.30 Uhr, Saal der Lebenshilfe Ötztal-Bahnhof 28.04.2007 BMK Mayrhofen, 20.30 Uhr, Europahaus 20.04.2007 MK Sautens, 20.30 Uhr; Turnsaal der Volksschule MK Silz, 20.30 Uhr; Turnsaal der Hauptschule 30.04.2007 MK Karres 30.04.2007 MK Sölden 20.30 Uhr; Freizeitarena Sölden 28.04.2007 MK Gries i.S., 20.15 Uhr, Gemeindesaal, 05.05.2007 MK Haiming, 20.30 Uhr; Oberlandsaal Haiming MK Huben 20.30 Uhr; Gemeindesaal Längenfeld 05.05.2007 MK Längenfeld, 20.30 Uhr; Gemeindesaal Konzerte MK Mötz, 20.30 Uhr, Gemeindesaal BMK Tux, 20.30 Uhr, Aula der Hauptschule Tux MK Hinterthiersee, 14.00 Uhr, Passionsspielhaus Thiersee (Jubiläumskonzert zum 100-jährigen Bestehen) MK Roppen BMK Karrösten BMK Aschau, 20.15 Uhr, Turnsaal der Volksschule Aschau MK Tumpen 20.30 Uhr; Turnsaal der Volksschule MK Axams, 20.15 Uhr, Lindensaal MK Natters, 20.15 Uhr, Gemeindesaal MK Stams, 20.30 Uhr; Turnsaal des Meinhardinums MK Kreith, 20.15 Uhr, Bürgersaal Mutters MK Piller BMK Hippach, 20.15 Uhr, Hauptschule Hippach MK Aldrans, 20.30 Uhr, Gemeindezentrum StMK Landeck-Perjen, 20:00 Uhr, Stadtsaal Landeck MK Oetz, 20.30 Uhr; Saal Ez MK Rietz, 20.30 Uhr; Gemeindesaal BMK Hart, 20.30 Uhr, Turnsaal der Volksschule Hart BMK Gerlos, 20.30 Uhr, Tennishalle BMK Finkenberg, 20.00 Uhr, Aula der Volksschule Finkenberg BMK Stumm, 20.15 Uhr, Turnsaal der Hauptschule Stumm MB St. Johann - Bezirksschimeisterschaften in St. Johann 17.03.2007 MB Landeck - Blasmusikschirennen Kaunertaler Gletscher 19.03.2007-24.03.2007 Bewerb - Prima la Musica in Sterzing 25.03.2007 Verband Südtiroler Musikkapellen Generalversammlung in Bozen 09.04.2007 MK Prutz - Kirchenkonzert im Gedenken an Franz Schieferer in der Pfarrkirche Zams 21.04.2007 MB Silz - Konzertwertungsspiel in Haiming 28.04.2007 MB Kufstein - Konzertwertungsspiel in Langkampfen 06.05.2007 MB Außerfern - Konzertwertungsspiel in Breitenwang 19.05.2007 MB Lienz -Marschmusikbewertung im Stadion Lienz 03.03.2007 Blasmusikveranstaltungen MK Fulpmes/Telfes - „Der Traum eines österr. Reservisten“ 20:30 Uhr Fulpmes 03.06.2007 MB Imst - Konzertwertungsspiel in Tarrenz 10.06.2007 vorauss. ab 13.00 Uhr: Haiming, Open Air Konzerte der Jugendkapellen des Musikbezirkes Silz 30.06.2007 Sporttag für Fuß/Volleyball in Prutz für Jugendkapellen 5. - 8.07 2007 Natters, Bezirksmusikfest des Musikbezirkes Innbruck-Land 29.07.2007 Ötztal-Bahnhof, Bezirksmusikfest des Musikbezirkes Silz 09.08 bis 12.08.2007 Längenfeld, Zeltfest der MK Längenfeld 25.08.2007 Ötztal-Bahnhof, Bezirksalmblasen des Musikbezirkes Silz 02.06.2007 Verbandstermine 11.03.2007 31.03.2007 01.04.2007 16.05.2007 16.06.2007 Generalversammlung im VZ Jenbach Landesbewerb für Jugendblasorchester in Tarrenz Landesbewerb für Jugendblasorchester, Kaisersaal St. Johann Tiroler Landesjugenblasorchester - Requiem F. Hidas, 20:30 Uhr, Pfarrkirche Hall Prüfung JMLA Gold Im Konservatorium Innsbruck Aus- und Fortbildung 24.02.2007 MB Telfs und MB Seefeld - 13: 00 Seminar „Das Handwerk mit dem Mundwerk“ mit Alex Ploner in Telfs Die nächste BiT erscheint im Juni 200 REDAKTIONSSCHLUSS: Montag, 30. April 2007 54 Blasmusik in Tirol Februar 2007 ������������������������������������ ������������������� �������������� ���������������������� ������������������������� ������������������������������������� �������������������������������������� ������������������������������������ ������������������� �������������������� ���������������������������������� ����������� ���������������������������� �������������������������� ������������������������� �������������������� ������������������ ������������������� ����������������������������� ������������������� �������������������� ���������������������� �������������������� ���������������������������� ����������������������������� ������������������� ���������������� ����������������������������� ��������������������������� ����������������������������������� �������������������� �������������������������� ���������������������������������� ��������������������������� ��������������������������������� ���������������������������� ���������������������� ����������������� ���������������� ������������������������������������������ ������� ���������������������������������������������������� ����������������������������������������������� ��������������������������������������������� 55 Februar 2007 Blasmusik in Tirol Tel. 05242/62708 · Fax 66295 e-mail: offi[email protected] 6130 Schwaz · Archengasse 11 www.musikinstrumente-hackl.at Werkstätte u. Verkauf Musikinstrumente Alleinvertretung für Generalvertrieb für Europa für AMT Mikrofone Wenn unzustellbar, bitte zurück an: Blasmusikverband Tirol Klostergasse 1 A-6020 Innsbruck 56
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