Abschlussprüfung Sommer 2011 Lösung

March 28, 2018 | Author: Jennifer Singleton | Category: General Partnership, European Central Bank, Expense, Economies, Business


Comments



Description

Lösungserläuterungen Abschlussprüfung Sommer 2011Inhaltsverzeichnis - -ufgabe 4 Aufgabe 3 A 2 17 15 6 19 9 27 24 25 12 13 10 11 20 1 30 16 14 5 Bereich 28 Aufgabe -- 198 189 22 12 56 11 10 23 20 7 21 13-1416 17 15 24 Seite ©Kopieren verboten! 3 Lösungserläuterungen Abschlussprüfung Sommer 2011 Rechnungswesen 1. Aufgabe Zu 1. Falsch. Nur die Eröffnungsbilanz sowie der Jahresabschluss müssen in Papierform vorgehalten werden. anderen Unterlagen, wie z. B. das Grundbuch, können elektronisch erstellt und auf einem Datenträger bewahrt werden. Falsch. Die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung auf eine bestimmte Betriebsgröße bezogen. sind von allen Unternehmen einzuhalten Alle auf- Zu 2 und nicht Zu 3 Richtig. Die Buchführung entspricht den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung, verständiger Dritter innerhalb angemessener Zeit einen Überblick über die wirtschaftliche nehmens verschaffen kann Falsch. Der Jahresabschluss Heinrich darf nur in einer lebenden Sprache abzugeben. muss nach Veränderungen und richtig in der Buchführung Sprache erstellt werden. wenn sich ein sachLage des Unter- Zu 4. Steuererklärungen der KG sind in deutscher Zu 5: Zu 6 Falsch Der ursprüngliche Inhalt von Aufzeichnungen müssen vollständig noch erkennbar erfasst werden. sein. Richtig. Alle Geschäftsvorfälle 2. Aufgabe Zu 1: Falsch. Der Kontenplan tiert worden. Zu 2 der Heinrich KG ist aus einem Kontenrahmen entwickelt und nicht im HGB dokumen- Falsch Der Industriekontenrahmen ist nicht nach dem Prozessgliederungsprinzip, sondern nach dem Abschlussgliederungsprinzip strukturiert Die Reihenfolge und Bezeichnung entspricht der Gliederung in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung. Zu 3. Richtig. Der Kontenplan der Heinrich KG wurde die Konten an hand der speziellen Anforderungen Falsch Aus der Abgabenordnung Falsch Im Industriekontenrahmen konten für Industrieunternehmen aus dem Industriekontenrahmen entwickelt Dabei wurden und Bedürfnisse des Unternehmens ausgewählt zur Einrichtung eines Kontenplanes. Zu 4 Zu 5: ergibt sich keine direkte Verpflichtung sind nicht nur Bestandskonten, sondern zusätzlich Erfolgs- und Abschlussals Gliederungsvorschlag für deren Kontensystem enthalten. 3. Aufgabe 6650 Aufwendungen für Dienstjubiläen 2610 Vorsteuer (7 %, ermäßigter Steuersatz) an 2880 Kasse 4. Aufgabe Ermittlung des Vorsteuerbetrages: 32,10€=107% x€ = 7% 7) /107 = x = 2,10 ....• (32,10· € 5. Aufgabe 2402 Junges Wohnen GmbH, Bremen an 5000 Umsatzerlöse für eigene Erzeugnisse (Schreibtische) an 5100 Umsatzerlöse für Handelswaren (Aktenvernichter) an 4800 Umsatzsteuer (19 %, voller Steuersatz) ©Kopieren verboten! 5 Lösungserläuterungen Abschlussprüfung Sommer 2011 Rechnungswesen 6. Aufgabe a) Die (Netto-) nungsbetrag 11.167,50 Erlösminderung (Warenwert) wird durch die Skontoziehung in Höhe von 11.167,50 ausgelöst. Daher sind 2 % Skonto vom Netto-Rech- € wie folgt zu berechnen: € = 100 % x€ ..•• (11.167,50 Alternativ = 2% . 2) /100 = x = 223,35 € bestimmt werden können 2 % vom Bruttorechnungsbetrag werden (= 265,7866 €) und daraus der Netto- skontobetrag berechnet (= 265,7866' 100/119 = 223,35 €) b) Der Betrag der Umsatzsteuerkorrektur 223,35 x kann mit Hilfe des Ergebnisses aus a) bestimmt werden: € €= = 100 % 19 % . 19) /100 = x = 42,44 ..•• (223,35 € 7. Aufgabe 3001 Privat Gerda Heinrich an 2850 Postbank Hamburg 8. Aufgabe 2640 SV-Beitragsvorauszahlung an 2850 Postbank Hamburg 9. Aufgabe 6810 Zeitungen und Fachliteratur 2610 Vorsteuer (7 %, ermäßigter an 2850 Postbank Hamburg Steuersatz) 10. Aufgabe Übertrag Haben Konto 5100 Übertrag Soll Konto 5100 AR 4856 Innovation AG Summe Umsatzerlöse Erlösberichtigungen Übertrag Erläsberichtigungen Bleibtreu GmbH Wert der Umsatzerlöse für Handelswaren 11.690.300,00 760.500,00 222.500,00 11.152.300,00 546.500,00 112.800,00 € € + € € € € € 10.493.000,00 6 ©Kopieren verboten! Lösungserläuterungen Abschlussprüfung Sommer 2011 Rechnungswesen 11. Aufgabe Der aktuelle Erfolg ergibt sich aus der Differenz aller Erträge zu dem Gesamtwert aller Aufwendungen. Daher gilt: Einzelwerte Umsatzerlöse für eigene Erzeugnisse + Umsatzerlöse für Handelswaren (siehe Aufg. 10) + Entnahme von Gegenständen + Sonstige Erträge Summe Erträge - Aufwendungen für Handelswaren - Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe - Abschreibungen - Personalaufwendungen - Sonstige Aufwendungen = Summe Aufwendungen = Erfolg 36485500,00 10.493.000,00 4.000,00 84.600,00 Summen € € € € 47.067.100,00 € 7345.800,00 23865.300,00 1.285.500,00 9.280400,00 3.546.500,00 € € € € € 45.323.500,00 1.743.600,00 € € 12. Aufgabe Übersicht zu Aufgabe 12 bis Aufgabe 14 Liefererrabatt Liefererskonto Selbstkosten Position 70,77 Kundenskonto Gewinn Zieleinkaufspreis(Transport) € € 20,00 € Barverkaufspreis 14.) 9,20€ Bezugspreis Lösung15,89 € 10 Bareinkaufspreis 13.)%/€ Aufgabe 8% Listenverkaufspreis 40,00 2% BezugskostenBetrag235,90 € 50 % Handlungskosten 12.) zu 21,00 500,00 471,80 € 450,80 € 460,00 778,47 794,36 707,70 Der Zieleinkaufspreis lässt sich wie folgt bestimmen: Listeneinkaufpreis = 100 % = 500,00 Zieleinkaufspreis = 100 % - 8 % = 92 % = x € ...• (500,00· 92) / 100 = 460,00 € € © Kopieren verboten! 7 Lösungserläuterungen Abschlussprüfung Sommer 2011 Rechnungswesen 13. Aufgabe Siehe Übersicht Aufgabe 12. 1. Ausgehend vom Zieleinkaufspreis (siehe Lösung zu Aufgabe 12) muss zunächst der Bareinkaufspreis neu berechnet werden. Es gilt: 100 % = 460,00 € 100 % - 2 % = 98 % = x € ...•(460,00 . 98) / 100 = 450,80 € 2. Der neue Wert der Bezugskosten muss wie folgt ermittelt werden: 100 % = 20,00 € 100 % + 5 % = 105 % = x € ...•(20,00·105)/100 = 21,00 € 3. Ausgehend vom neuen Bareinkaufspreis wird der Bezugspreis wie folgt berechnet: Bareinkaufspreis + Bezugskosten = Bezugspreis 450,80 € 21,00 € 471,80 € 14. Aufgabe Siehe Übersicht Aufgabe 12. 1. Ausgehend vom Bezugspreis (siehe Lösung zu Aufgabe 13) müssen zunächst die Handlungskosten kalkuliert werden: 100 % = 471,80 € 50 % = x € ...•(471,80· 2. 50) /100 = 235,90 € Die Selbstkosten für die Aktenvernichter werden durch die Addition von Bezugspreis und Handlungskosten ermittelt: Bezugspreis + Handlungskosten = Selbstkosten 471,80€ 235,90 € 707,70 € 3. Auf den Wert der Selbstkosten wird ein Gewinnzuschlag berechnet, um den Barverkaufspreis zu bestimmen: 100 % = 707,70 € 10%=x€ ...•(707,70 . 10) /100 = 70,77 4. € Der Barverkaufspreis wird durch die Addition von Selbstkosten und Gewinnzuschlag ermittelt: Selbstkosten + Gewinnzuschlag = Barverkaufspreis 707,70 € 70,77 € 778,47 € 5. Zur Berechnung des Listenverkaufspreises muss der Wert des Kundenskontos bestimmt werden Der Barverkaufspreis ist der bereits um 2 % Kundenskonto verminderte Wert: Es gilt daher: Barverkaufspreis = 98 % = 778,47 € Listenverkaufspreis = 100 % = x € ...•(778,47 . 100) / 98 = 794,36 € © Kopieren verboten! 8 Lösungserläuterungen Abschlussprüfung Sommer 2011 Rechnungswesen 15. Aufgabe 1. Ermittlung des Zuschlagbetrages 776,17 471,80 304,37 € € € Alter Listenverkaufspreis Bezugspreis = Zuschlagsbetrag 2. Berechnung 471,80 304,37 - des Zuschlagsatzes € = 100 % € =x % 100/471,80·304,37 = 64,51 % 16. Aufgabe a) Bruttolohn (168 Std . 14,20 €) + Bruttolohn Überstunden (9 Std . 14,20 € . 1,25) 2385,60 € 159,75€ 30,00 € + Arbeitgeberanteil VwL Sozialversicherungspflichtiges Entgelt 2.575,35 € b) Sozialversicherungspflichtiges Entgelt (siehe a) - Monatlicher Steuerfreibetrag 2.575,35 € 120,00 € = Steuerpflichtiges Entgelt 2.455,35 € 17. Aufgabe Der Lohnsteuerbetrag werden Er beträgt muss aus der Tabelle in der Spalte "Gehalt bis 2.456,99" und in der Zeile ,,111" abgelesen 121,66 €. 18. Aufgabe Zu 1: Falsch Es besteht Leistungen. Zu 2 kein gesetzlicher können Anspruch auf einen Arbeitgeberbeitrag zu den vermögenswirksamen Regelungen ergeben. abgeDie Ansprüche sich aber z. B. auf der Grundlage für Herrn Wonne werden tarifvertraglicher an die zuständige Falsch. Die Beiträge zur Sozialversicherung führt, Krankenkasse die dann den Beitrag zur Rentenversicherung weiterleitet. vom Arbeitgeber getragen. Zu 3 Richtig. Der Beitrag zur gesetzlichen Unfallversicherung wird ausschließlich Somit wird das Nettogehalt von Herrn Wonne nicht beeinflusst Falsch. Die Angaben zu Steuerfreibeträgen abzüge berücksichtigen. muss die Heinrich KG zwingend Zu 4 bei der Ermittlung der Steuer- Zu 5 Falsch Die Arbeitgeberbeiträge zu vermögenswirksamen sodass hierauf Steuern und Sozialversicherungsabzüge Leistungen werden dem Bruttoentgelt zugerechnet, berechnet werden müssen. Zudem wird der Gesamt- beitrag zu den vermögenswirksamen Leistungen vom Nettoentgelt abgezogen, sodass sich der Auszahlungsbetrag verringert Es kann daher nicht von einer Auszahlung der Beiträge gesprochen werden. Zu 6: Richtig. Ohne Nachweis der Elternschaft würde sich für Herrn Wonne der Beitrag zur gesetzlichen versicherung um 0,25 % für Kinderlose erhöhen, da er zusätzlich auch über 23 Jahre alt ist Pflege- 19. Aufgabe Sparkasse Forderungen an 5710 Zinserträge 2800 Hamburger an 2690 Sonstige ©Kopieren verboten! 9 Lösungserläuterungen Abschlussprüfung Sommer 2011 Rechnungswesen 20. Aufgabe Die Zinserträge sind für den Zeitraum vom 01.11.2010 bis zum 30.04.2011 angefallen. her nur die Zinserträge für die Monate Januar bis einschließlich April erfolgswirksam. Der gesamte Zinszeitraum 6 Monate 4 Monate beträgt sechs Monate, sodass der Anteil von vier Monaten Für das Jahr 2011 sind da- zu bestimmen ist: = 1254,42 =x€ € 836,28 ..•• (1.254,42 . 4) / 6 = € 21. Aufgabe 3990 Rückstellungen für andere Aufwendungen 2600 Vorsteuer 6990 Periodenfremde Aufwendungen an 4499 Sonstige Lieferanten und Dienstleister 22. Aufgabe Zunächst muss der Nettowert des Rechnungsbetrages bestimmt werden Bruttobetrag) 119 % = 5.712,00 100 % = x € ..•• (5.712,00·100)/119 € (die Angabe in der Aufgabensteilung: = 4.800,00 € € berücksichtigt wurde, ist im Geschäftsjahr noch Da im Jahr 2010 ein Aufwand 4.800,00 - 4.400,00 in Höhe von 4400,00 = 400,00 € als erfolgswirksamer Beitrag zu erfassen 23. Aufgabe Zu 1: Falsch. Einnahmen, die gleichzeitig einen Ertrag darstellen, werden sofort als Ertrag im jeweiligen Geschäftsjahr erfasst. Die Bildung eines Rechnungsabgrenzungspostens Zu 2: ist nicht erforderlich vor, deren Höhe und Fälligkeit nicht Falsch. Liegt am Bilanzstichtag eine Verbindlichkeit für Aufwendungen bestimmt sind, so ist hierfür eine Rückstellung zu bilden. Falsch. Ist ein Aufwand einer Ausgabe führt, im alten Geschäftsjahr angefallen, Zu 3: der aber erst in einem späteren zu erfassen. Geschäftsjahr zu ist dieser als Sonstige Verbindlichkeit Zu 4: Richtig. Sofern Ausgaben vorliegen, die zwar vor dem Bilanzstichtag anfallen, aber einen Aufwand späteren Zeitraum darstellen, so ist ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten zu bilden Falsch. Ist ein Ertrag dem alten Geschäftsjahr zuzuordnen, der aber erst in einem späteren einer Einnahme führt, ist dieser als Sonstige Forderung zu erfassen. für einen Zu 5: Geschäftsjahr zu 24. Aufgabe 6951 Abschreibungen auf Forderungen 4800 Umsatzsteuer (19 %, voller Steuersatz) Forderungen an 2470 Zweifelhafte 10 © Kopieren verboten! Lösungserläuterungen Abschlussprüfung Sommer 2011 Rechnungswesen 25. Aufgabe Zu 1: Falsch. Eine Bilanzanalyse Zu 2: ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Verbindlichkeiten zu den flüssigen Richtig. Bei der Liquidität Mitteln gebildet. 1. Grades wird das Verhältnis von kurzfristigen Dieses Verhältnis wird als Prozentwert dargestellt. wird mit der Formel (Gewinn Zu 3: Falsch Die Gesamtkapitalrentabilität kapital ermittelt. + Fremdkapitalzinsen x 100) / Gesamt- Zu 4: Falsch. Die Bilanzanalyse umfasst die systematische Auswertung der vorhandenen Jahresabschlusses auf Stimmigkeit und Richtigkeit erfolgt hierbei nicht. Falsch. Eine Bilanzanalyse gibt keine Auskunft systematischen Auswertung der vorhandenen über die Einhaltung Angaben. gesetzlicher Werte. Eine Prüfung des Zu 5: Vorschriften. Sie dient der 26. Aufgabe Zu 1: Richtig. Die Höhe der kalkulatorischen beschaffungswertes Zu 2 des abnutzbaren Abschreibungen beweglichen wird in der Regel auf der Grundlage ermittelt. da in der Finanzbuchhaltung der bzw. Beträge in der Regel unterdes WiederAnlagevermögens Falsch. Die kalkulatorischen Abschreibungen zählen zu den Anderskosten, Wert der bilanziellen Abschreibungen erfasst wird, jedoch die Wertansätze schiedlich sind. Zu 3: Richtig. Die Finanzbuchhaltung unterliegt den handels- und steuerrechtlichen ein Gesamtergebnis ermittelt. In der Ergebnistabelle wird das Gesamtergebnis Überlegungen differenziert dargestellt (u a. Neutrales werden Falsch In der Geschäftsbuchführung nur Aufwendungen Vorschriften. Hierbei wird nach betriebswirtschaftlichen Ergebnis, Betriebsergebnis). erfasst. Ein großer Teil davon wird direkt in übernommen. Abgrenzungen, Zu 4: die Kosten- und Leistungsrechnung/Betriebsbuchhaltung Zu 5 als Grundkosten Falsch. Zusatzkosten haben keinen Einfluss auf das Ergebnis aus unternehmensbezogenen sondern nur auf das Betriebsergebnis. Falsch. Die kalkulatorischen Zinsen beinhalten Eigenkapitals. die Verzinsung des gesamten Zu 6 betriebsnotwendigen Kapitals und nicht nur des eingesetzten 27. Aufgabe 1. Bestimmung Kostenwert des Kostenwertes für 1 Anteil der Telefonkosten / Summe der Anteile pro Anteil = Gesamte Telefonkosten (It. Anlage Summe der Anteile 1) = 2 + 3 + 5 + 10 = 20 Kostenwert pro Anteil = 3.340/20 = 167 € 2. Bestimmung Telefonkosten des Kostenwertes Verwaltung für die KostensteIle Verwaltung = 167 €/Anteil = 835 . 5 Anteile € ©Kopieren verboten! 11 Läsungserläuterungen Abschlussprüfung Sommer 2011 Rechnungswesen 28. Aufgabe 1. Bestimmung des Kostenwertes für 1 Anteil der Strom kosten Kostenwert pro Anteil = Gesamte Strom kosten / Summe der Anteile Summe der Anteile (It Anlage 1) = 52.652 kWh = 13.163,00/ = 0,25 €/kWh 52.652 Kostenwert pro Anteil 2. Bestimmung des Kostenwertes für die Kostensteile Fertigung Stromkosten Fertigung = 0,25 €/Anteil . 37.488 kWh = 9.372 € 29. Aufgabe Kostensteile Fertigung: Übertrag + Raumkosten + Telefonkosten + Stromkosten Summe Gemeinkosten 651.381 12.070 501 9.372 673.324 € € € € € (siehe Anlage 2) (siehe Anlage 2) (siehe Anlage 2) (siehe Aufgabe 28) 30. Aufgabe Gemei nkostenzuschlagsatz Fertigungsgemeinkosten (siehe Auf. 29) . 100/ Fertigungslähne (siehe Anlage 3) 673.324,00 . 100/435.685,45 154,54 % 12 © Kopieren verboten! Lösungserläuterungen Abschlussprüfung Sommer 2011 Bürowirtschaft 1. Aufgabe a) Ergonomie bezeichnet an die psychologischen die Wissenschaft, die sich um die Anpassung von Arbeitsumgebung und Arbeitsmitteln und physiologischen Bedingungen des arbeitenden Menschen bemüht ba) Mögliche - Vorteile von Einzelbüros nicht so stark durch Kollegen abgelenkt und können daher konzentrierter ihren Die Mitarbeiter werden Arbeiten nachgehen. Die Mitarbeiter Die individuelle Vertrauliche werden - nicht durch Besuche gestört, der Mitarbeiter die ein Büro-Kollege empfängt Arbeitsweise wird gefördert Atmosphäre geführt werden Gespräche können in einer ungestörten Mögliche - Nachteile von Einzelbüros: muss teilweise zwischen auf mehrfach angeschafft werden (z B. Faxgeräte, Drucker) z. B. Probleme Die Büroausstattung Die Kommunikation oder Verzögerungen den Mitarbeitern wird erschwert Möglicherweise treten dadurch bb) Mögliche - Vorteile von Mehrpersonen-/Gruppenbüros: Büroflächen können können optimal genutzt werden. Die vorhandenen Die Mitarbeiter Eine gemeinsame besser zusammenarbeiten. von Arbeitsmitteln ist optimal (z. B. Kopierer) Nutzung Mögliche - Nachteile von Mehrpersonen-/Gruppenbüros: Personen/Gruppen wird mehr Lärm erzeugt für die Mitarbeiter ergeben können (z B. Besucher, Durch mehrere Es liegen mehr Bereiche vor, aus denen sich Störungen Geräte, Telefongespräche). Die Mitarbeiter könnten sich unwohl fühlen, - da sie sich beobachtet und kontrolliert fühlen. bc) Mögliche - Vorteile von Großraumbüros: der einzelnen Tätigkeiten wird für die Mitarbeiter kurz. verringert sich die Distanz. deutlicher. Der Gesamtprozess Die Kommunikationswege Da Vorgesetzte sind vergleichsweise und Mitarbeiter sich in einem Raum befinden, Mögliche - Nachteile von Großraumbüros: sind für die Mitarbeiter oft belastend (Bsp.: hoher Lärmpegel, problema- Verschiedene Arbeitsbedingungen tische Klimatisierung). Die Privatsphäre fühlen der Mitarbeiter - wird nicht ausreichend gewahrt, sodass sie sich beobachtet und kontrolliert Fortsetzung auf der nächsten Seite ©Kopieren verboten! 13 Lösungserläuterungen Abschlussprüfung Sommer 2011 Bürowirtschaft 1. Aufgabe Fortsetzung c) Mögliche Anforderungen an den Sitz eines Bürostuhls: _ Einstellbare Sitzflächenhöhe und Sitztiefe sowie höhenverstellbare und federnde Rückenlehne zur optimalen Anpassung an den Nutzer Luftdurchlässige Polsterung des Sitzes - Abgerundete Sitzkanten, um Unfälle zu vermeiden Rückenlehne soll bis zu den Schulterblättern reichen und eine Abstützung im Lendenwirbelbereich bieten, um ergonomisches Sitzen zu ermöglichen Federung sollte vorhanden sein, um das Körpergewicht beim Hinsetzen abzufedern Einrichtungen zur Verstellung des Bürostuhls sollten sich leicht und im Sitzen bedienen lassen d) Mögliche Anforderungen und Auswirkungen: _ Hoher Kontrast und hohe Zeichenschärfe, um Lesbarkeit zu erhöhen und um die Augen zu schonen _ Höhenversteilbarkeit und Drehbarkeit, damit der Bildschirm optimal angepasst werden kann und damit keine Nacken-/Rückenschmerzen auftreten - Ausreichende BildschirmgröBe, um angenehmes und augenschonendes Arbeiten zu ermöglichen Bildschirmdarstellung muss spiegel- und blendfrei sein, damit keine Sehprobleme und evtl. dadurch Kopfschmerzen entstehen können Bildschirm soll strahlungsarm sein, um die Gesundheit nicht zu gefährden Geringe Anzahl an Pixelfehlern und Flimmerfreiheit, damit die Augen geschont werden 14 © Kopieren verboten! Lösungserläuterungen Abschlussprüfung Sommer 2011 1. Haaß, 2. AufgabeAndreas 4. Hartmann, Elisabeth 3. Hausmann, Jutta 5. Hanßen, Peter 6. Hase, Carola 2. Hansen, Peter a) Bürowirtschaft b) Die Unterlagen müssen nach dem Grad der Übereinstimmung mit den verlangten Einstellungsvoraussetzungen sortiert werden. Zuerst sind alle Bewerbungen zu ermitteln und bereitzulegen, die die Anforderungen in vollem Umfang erfüllen Dann werden die Bewerbungen sortiert, die die Anforderungen weitgehend erfüllen. c) - Abstimmung der Termine mit den beteiligten Mitarbeitern Reservierung eines geeigneten Raumes d) Mögliche Ablageformen und Ablagestandort: Bewerbungsunterlagen werden von den Bewerbern häufig in Form von Bewerbungsmappen, Schnellheftern oder lose eingeschickt Daher ist eine liegende Ablage für diese Unterlagen geeignet. Die eingehenden Bewerbungsmappen können bequem in Stehsammler eingestellt werden. Die Ablage sollte am Arbeitsplatz des zuständigen Personalsachbearbeiters oder in der Abteilungsablage der Personalabteilung erfolgen. e) Die Aufbewahrungsfrist für Rechnungen beträgt 10 Jahre (vgl. § 257 HGB; § 147 Abs. 1 AO) Die Aufbewahrungsfrist für die Eingangsrechnung des Hamburger Abendblattes endet mit Ablauf des 31.12.2021. Eine Vernichtung ist frühestens am 01.01.2022 möglich. f) Mögliche Vorteile einer Checkliste: Durch die Verwendung einer Checkliste verringert sich das Risiko, etwas zu vergessen. Sofern eine Vertretung des Bearbeiters notwendig wird (z. B. wegen Krankheit/Urlaub) kann sofort erkannt werden, welche Arbeitsschritte bereits erledigt sind bzw welche noch ausgeführt werden müssen. Die Vorbereitungszeit für Vorstellungsgespräche wird minimiert, da die notwendigen Arbeitsschritte nicht jeweils neu angedacht werden müssen. ©Kopieren verboten! 15 Lösungserläuterungen Abschlussprüfung Sommer 2011 Bürowirtschaft 3. Aufgabe a) Mögliche Datenträger für die Präsentation: USB-Stick CD DVD USB-Festplatte Datenchip, z. B. Flash-Speicher, SO-Karte b) In der Außensteile muss ein Laptop bzw PC vorhanden sein, der über - CD-Laufwerk DVD-Laufwerk USB-Anschluss Kartenlesegerät Card Siot verfügt. c) Mögliche - Arbeitsschritte zur Erstellung der Präsentation: Mitbewerbern bei Büroschreibtischen zählt (z. B. durch Gespräch mit der Klärung, wer zu den drei stärksten Marktforsch u ng) Recherche auf den Internetseiten Bestellen von Prospekten Durchsicht von Prospekten der Präsentation, Visualisierung der Mitbewerber Zusammenstellen lichen Struktur, Speichern u. a. Auswahl einer geeigneten Layout-Vorlage, Festlegung der inhalt- der Inhalte, Animation der Inhaltselemente der Präsentation d) Mögliche - technische Anforderungen: muss vorhanden sein, um die Präsentation notwendig, über einen Beamer zeigen zu können. Projektionsfläche Evtl. sind Verdunklungsmöglichkeiten Die Stromversorgung zu können. falls der Raum zu hell sein sollte. Geräte (z. B. Laptop, Beamer) betreiben sein, um die Präsentation Erläuterungen mit gezielten darzustellen und muss sichergestellt sein, um alle erforderlichen sollten vorhanden Eine Funkmaus, ein Zeigestab Hinweisen zu unterstreichen. oder Laserpointer Es sollten Flip-Chart-Mlhite-Board-Stifte flexibel auf Fragen eingehen zu können vorhanden sein, um ggf. zusätzliche e) Möglichkeiten zur schnellen Weiterleitung über von Informationen: Versand der Informationen SMS an Frau Heinrich MMS an Frau Heinrich Fax an Außensteile Nutzung Magdeburg des Intranets oder durch Telefonanruf Telefonanruf auf dem Handy von Frau Heinrich bei der Außensteile Magdeburg mit der Bitte um umgehende Weiterleitung an Frau Heinrich © Kopieren verboten! 16 Lösungserläuterungen Abschlussprüfung Sommer 2011 Bürowirtschaft 4. Aufgabe a) Da eine Kündigung durch den Arbeitgeber vorliegt, gelten gemäß Art. 5 Abs 2 des Tarifvertrages Kündigungsfristen, die von der Beschäftigungsdauer abhängen. Da Frau Schneeberger seit dem 1.3.2001 bei der Heinrich KG beschäftigt ist, liegt eine Beschäftigungsdauer von mehr als 10 Jahren vor. Gemäß Art. 5 Abs. 2 Nr 4 des Tarifvertrages beträgt die Kündigungsfrist vier Monate zum Ende des Kalendermonats Sofern Frau Schneeberger die Kündigung am 27.05.2011 zugeht, endet das Arbeitsverhältnis mit Ablauf des 30.09.2011. b) Bei der Kündigung eines Arbeitsverhältnisses durch den Beschäftigten gelten die Regelungen des Tarifvertrages. Bei einer sofortigen Kündigung am 08.06.2011 beträgt die Kündigungsfrist dem 15.06.2011. Damit endet das Arbeitsverhältnis mit Ablauf des 15.07.2011. aus Art. 5 Abs. 1 vier Wochen ab c) Mögliche - Inhalte, die nur in einem qualifizierten der Arbeitsleistung des Sozialverhaltens des Führungsverhaltens Zeugnis enthalten sein können: Beurteilung Beurteilung Beurteilung d) Während der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis (vgl. § 622 Abs 3 BGB). jederzeit mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden ea) Mögliche - Unterlagen, die zum Arbeitsbeginn vorgelegt werden müssen Sozialversicherungsnachweis Mitgliedsbescheinigung Angaben einer Krankenkasse zur Bankverbindung Loh nsteuerka rte ggf. Ersatzbescheinigung Urlaubsbescheinigung ggf. Angaben (anstelle Lohnsteuerkarte) der Heinrich KG Leistungen zu vermögenswirksamen eb) Gründe für die Vorlage von Unterlagen Sozialversicherungsnachweis: Träger der Sozialversicherung beim neuen Arbeitgeber: Zur korrekten Meldung des Beschäftigungsverhältnisses an die zuständigen und zur regelmäßigen Mitteilung der Sozialversicherungsabzüge. und korrekten Abführung der Beiträge zur Mitgliedsbescheinigung einer Krankenkasse: Zur Ermittlung Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung. Angaben zur Bankverbindung: Zur Überweisung des Gehaltes. Zur Ermittlung der steuerlichen Lohnsteuerkarte/ggf. Abzugsbeträge . Urlaubsbescheinigung Ersatzbescheinigung (anstelle Lohnsteuerkarte): der Heinrich KG: Zur Berechnung Leistungen: und Sicherung des Resturlaubsanspruchs. der Beträge an das Anlage- ggf. Angaben zu vermögenswirksamen institut (z B. Bausparkasse). Zur korrekten Überweisung ©Kopieren verboten! 17 Lösungserläuterungen Abschlussprüfung Sommer 2011 Wirtschafts- und Sozialkunde 1. Aufgabe Zu 1: Falsch Sofern Schadstoffe abgesaugt und gefiltert werden, werden ökologische Gesichtspunkte beachtet. Zu 2: Richtig. Werden nur aus Kostengründen Kartonverpackungen durch Kunststoffverpackungen werden ökologische Gesichtspunkte vernachlässigt. ersetzt, so Zu 3: Falsch Die Anschaffung von energiesparenden Maschinen stellt eine Beachtung ökologischer Gesichtspunkte dar. Zu 4: Falsch. Eine Wiedergewinnung von Wärme, die bei den Produktionsprozessen entsteht, sowie deren erneuter Einsatz stellt eine Berücksichtigung ökologischer Gesichtspunkte dar. Zu 5: Falsch. Die Verringerung von Lärmemissionen durch die Anschaffung von Schallschutzhauben in der Produktion erfolgt auf der Grundlage ökologischer Überlegungen. Zu 6: Richtig. Der Einsatz von unnötigen Umverpackungen zur Zwischenlagerung vernachlässigt die ökologischen Gesichtspunkte bei der Produktion. 2. Aufgabe a) 1. Berechnung der Stückzahl pro Mitarbeiter Stück pro Mitarbeiter Stück pro Mitarbeiter (vorher) = Menge / Mitarbeiteranzahl = 10.000/ 16 = 625 Stück/Mitarbeiter Stück pro Mitarbeiter (nachher) = 10.500/15 = 700 Stück/Mitarbeiter 2. Berechnung der Differenz Stück pro Mitarbeiter (nachher) - Stück pro Mitarbeiter (vorher) = Differenz/Mehrleistung 700 Stück/Mitarbeiter 625 Stück/Mitarbeiter 75 Stück/Mitarbeiter b) 1. Bestimmung der absoluten Gewinne Gewinn = Erlöse - Selbstkosten Erlöse = Menge' Nettoverkaufspreis Gewinn (vorher) = (10.000 . 90,00) - 780.000,00 = 120.000,00 € € Gewinn (nachher) = (10.500· 76,00) - 660.000,00 = 138.000,00 2. Bestimmung der Gewinnsteigerung in Euro Gewinn (nachher) - Gewinn (vorher) = Differenz/Mehrgewinn 138.000,00 120.000,00 18.000,00 € € € 3. Bestimmung der relativen Gewinnsteigerung in % 120.000,00 18.000,00 € = 100 % € =x% = 15 % .•• 100/120.000·18.000 18 ©Kopieren verboten! Lösungserläuterungen Abschlussprüfung Sommer 2011 Wirtschafts- und Sozialkunde 3. Aufgabe Zu 1: Richtig. Die Arbeitsleistung Zu 2: des Schreiners ist dem Produktionsfaktor ausführende Arbeit zuzuordnen. an Falsch Die Umsatzsteuerzahllast stellt eine Verpflichtung das Finanzamt dar. Damit wird kein betriebswirtschaftlicher Falsch. Das Privatgrundstück von Frau Heinrich gehört Zwecke der Leistungserstellung verwendet wird. des Betriebes zur Abführung der Umsatzsteuer Produktionsfaktor beschrieben. Zu 3: nicht zum Betriebsvermögen, sodass es nicht für die Zu 4 Falsch. Das Eigenkapital ist das Reinvermögen von Frau Heinrich, das sie dem Betrieb zur Verfügung Diese Mittel stellen keinen direkten Produktionsfaktor zur Leistungserstellung dar stellt. Zu 5: Richtig. Das zur Fertigung von Schreibtischen faktor und wird dem Faktor Werkstoffe eingesetzte zugeordnet. Holz gilt als betriebswirtschaftlicher Produktions- Zu 6 Falsch. Ein Darlehen stellt keinen direkten Produktionsfaktor gestellten Mittel werden die benötigten Produktionsfaktoren, fi na nziert. zur Leistungserstellung dar. Für die zur Verfügung wie z. B. Maschinen oder Werkstoffe, lediglich 4. Aufgabe Zu 1: Falsch Eine sofortige Zwangsvollstreckung ist erst möglich, wenn ein Vollstreckungstitel, wie z. B. ein endgültiges Gerichtsurteil oder ein Vollstreckungsbescheid aus einem gerichtlichen Mahnverfahren, vorliegt. Zu 2 Richtig. Da der Zahlungsverzug verzögerung verlangen. Falsch Die Herausgabe vorliegt, kann die Heinrich KG einen Schadenersatz wegen der Zahlungs- Zu 3: der Schreibtischlampen kann nicht verlangt werden, da diese in das Eigentum ist unverändert gültig, der Junges Wohnen GmbH übergegangen sind. Der geschlossene Anspruch auf Herausgabe der Schreibtischlampen besteht. Zu 4 Falsch Siehe 5. Es können zwar Verzugszinsen Kaufvertrag sodass kein gemäß BGB verlangt werden, jedoch sieht die gesetzliche Regelung einen höheren Zinssatz als 5 % vor, wenn kein Verbraucher beteiligt ist. Zudem sieht die Regelung keinen Höchstwert für die Verzinsung einer Geldschuld vor, da ein genau bestimmter Wert definiert wird (5 % + Basiszinssatz). Zu 5 Richtig. Da ein Zahlungsverzug vorliegt, kann die Heinrich KG Schadenersatz wegen der Verzögerung verlangen. Die gesetzliche Regelung sieht gemäß BGB hierfür einen Zinssatz von 8 % zzgl des geltenden Basiszinssatzes der EZB vor Dieser Zinssatz ist anzuwenden, da kein Verbraucher an dem Geschäft beteiligt ist (vgl § 288 Abs. 2) Falsch Eine Konventionalstrafe ist gemäß der gesetzlichen den Vertragsparteien vereinbart werden. Regelungen nicht vorgesehen. Sie kann nur von Zu 6: 5. Aufgabe a) 4 Das gerichtliche Mahnverfahren beginnt mit der Antragsteilung Heinrich KG bei dem zuständigen Amtsgericht. zum Erlass eines Mahnbescheides durch die b) 6 Das gerichtliche abschließenden Mahnverfahren kann mit der Zwangsversteigerung Abrechnung erfolgen. durch den Gerichtsvollzieher sowie der Weitere Erläuterungen: Die weiteren Antwortmöglichkeiten und dem Ende eines gerichtlichen stellen jeweils einzelne Schritte dar, die zwischen Mahnverfahrens ablaufen. dem Beginn Zu 1/2/3/517: ©Kopieren verboten! 19 Lösungserläuterungen Abschlussprüfung Sommer 2011 Wirtschafts- und Sozialkunde 6. Aufgabe a) 1 Verbleibt ein Teil des erwirtschafteten Jahresüberschuss im Unternehmen, liegt eine Selbstfinanzierung Der Abschluss eines Darlehens stellt eine Möglichkeit der Fremdfinanzierung dar. vor. b) 3 Zu 2: Eine Beteiligungs-/Einlagenfinanzierung liegt vor, wenn dem Unternehmen von den bisherigen oder neuen Eigentümern Finanzmittel im Rahmen einer Beteiligung von außen zur Verfügung gestellt werden. 7. Aufgabe Zu 1: Richtig. Als selbstständiger Kaufmann erhält der Handelsvertreter eine umsatzabhängige Provision Zu 2: Falsch. Da der Handelsvertreter selbstständiger Kaufmann ist, besteht kein Anspruch auf einen festen Gehaltsbestandteil (Fixum). Dieser Anspruch besteht bei einem Handlungsreisenden. Zu 3: Falsch Der Handelsvertreter gilt nicht als Arbeitnehmer des Betriebes. Daher unterliegt er nicht den Regelungen des Kündigungsschutzgesetzes. Zu 4: Falsch Der Handelsvertreter ist kein fest angestellter Mitarbeiter, sondern selbstständiger Unternehmer. Zu 5: Falsch. Die gesetzliche Unfallversicherung der Heinrich KG gilt nicht für den Handelsvertreter. Dieser ist als eigenständiger Unternehmer selbst Mitglied der gesetzlichen Unfallversicherung Zu 6: Richtig. Der Handelsvertreter kann Güter anderer Hersteller anbieten, die die Produkte der Heinrich KG ergänzen (Komplementärgüter). 8. Aufgabe Zu 1: Falsch. Bei einem Stückkauf handelt es sich um unvertretbare Güter (Einzelstücke). Bei industriell gefertigten Türverkleidungen liegt kein Stückkauf, sondern ein Gattungskauf vor. Zu 2: Falsch Ein Kauf auf Probe ist ein Kauf, bei dem ein Rücktrittsrecht innerhalb einer bestimmten Frist vereinbart wird Eine solche Vereinbarung liegt im dargestellten Fall nicht vor. Zu 3: Richtig. Der Gegenstand des Kaufes wird bei einem Kauf nach Probe durch ein vorheriges Muster genauer bestimmt. Da in dem vorliegenden Fall ein Muster zugesandt wurde, liegt ein Kauf nach Probe vor. Zu 4 Falsch Es liegt kein Kauf auf Abruf vor, da die Türverkleidungen nicht nach und nach geliefert werden. Innerhalb der festgelegten Frist müsste die Heinrich KG die Türverkleidungen nach eigenem Ermessen von der Bernhard Müller OHG abrufen. Zu 5: Richtig. Es handelt sich um einen Terminkauf, da ein späterer Liefertermin benannt wurde (,,3006.2011 ") Zu 6: Falsch Ein Spezifikationskauf ermöglicht dem Käufer innerhalb einer festgelegten Frist bei einer Gattungsware Einzelheiten der Ware (z. B. Größe, Form, Farbe) näher zu bestimmen. Diese Möglichkeit ist im dargestellten Fall nicht vorgesehen. 9. Aufgabe Zu 1: Falsch. Die Heinrich KG ist als Personengesellschaft in Abteilung A des Handelsregisters einzutragen. In Abteilung B werden Kapitalgesellschaften erfasst. Zu 2: Richtig. Die von den Kommanditisten Monika und Peter Heinrich geleisteten Kapitaleinlagen sind im Handelsregister eingetragen. Zu 3: Richtig. Sofern die Gesellschafter der Heinrich KG Prokuristen ernannt haben, sind diese im Handelsregister einzutragen. Zu 4: Falsch. Die Gesellschafter müssen ihren Wohnsitz nicht in Hamburg haben. Zu 5: Falsch. Besteht eine vertragliche Vereinbarung zur Gewinnverteilung der Heinrich KG, so wird diese nicht im Handelsregister eingetragen. Zu 6: Falsch. Die von der Komplementärin Gerda Heinrich geleistete Kapitaleinlage wird nicht im Handelsregister aufgeführt. 20 ©Kopieren verboten! Lösungserläuterungen Abschlussprüfung Sommer 2011 Wirtschafts- und Sozialkunde 10. Aufgabe Zu 1: Falsch. Gerda und Monika schiedlich Zu 2: Zu 3 Heinrich erhalten unterschiedlich hohe Gewinnanteile, (vgl. da die Kapitalanteile untersind und diese nach HGB mit 4 % verzinst werden einer OHG ist keine Mindesteinlage einer OHG haften unbeschränkt § 121 Abs. 1 HGB) vorgesehen. der Gesellschaft Falsch. Für die Gründung Falsch Alle Gesellschafter (vgl. § 128 HGB). gesetzlich für die Verbindlichkeiten Zu 4: Richtig. Grundsätzlich Ein vertraglicher sind alle Gesellschafter zur Vertretung der Gesellschaft nach außen berechtigt Ausschluss von Monika Heinrich ist aber möglich. Zu 5: Zu 6: Falsch Die Heinrich OHG ist keine juristische Person wie etwa eine GmbH. Richtig. Die Heinrich OHG zählt zu den Personengesellschaften. 11. Aufgabe a) 2 Die Aussage ist nicht zutreffend, da die Mühlmeier GmbH nur so lange an das Angebot kann gebunden ist, wie sie unter normalen Umständen mit einer Antwort des Schreibens am 5.5. - zu lang. rechnen Ein Frist bis zum 22.5. ist - bei einem Eingang b) 3 Die Aussage kann nicht eindeutig notwendig wäre. Der Sonderrabatt beurteilt werden, da hierzu eine Angabe wenn zum Bestellwert mindestens der Heinrich 5.000 KG wird erst berechnet, der Bestellwert € beträgt 12. Aufgabe Zu 1: Falsch. Ein Verein ist eine juristische Zu 2: Zu 3: Zu 4 Zu 5: Zu 6 Person des Privatrechts eine juristische Person des öffentlichen Rechts. Rechts. Richtig. Die Stadt Hamburg Richtig. Die Staatliche ist als Gebietskörperschaft Hamburg Universität ist eine juristische Person des öffentlichen Person des privaten Falsch. Die Hansano-Meierei Falsch. Das Steuerbüro Lübeck GmbH ist eine juristische Rechts. Klingel & Partner ist keine juristische ist keine juristische Person. Falsch. Eine Kommanditgesellschaft Person. 13. Aufgabe Zu 1: Falsch. Durch eine angekündigte Zu 2: Lieferverzögerung ist das Rechtsgeschäft nicht anfechtbar. Falsch. Kauft die Heinrich KG einen PC, der für den angedachten Zweck nicht geeignet ist, so liegt ein so genannter Motivirrtum vor. Dieser Irrtum berechtigt nicht zur Anfechtung des Kaufvertrages. Zu 3 Richtig. Der Autohändler hat die Heinrich KG offensichtlich arglistig getäuscht, da davon auszugehen ist, dass er den Mangel kannte. Durch die Zusicherung der Unfallfreiheit des Fahrzeuges, ist die Heinrich KG arglistig getäuscht worden. Damit ist der Kaufvertrag anfechtbar (vgl. § 123 BGB). Falsch. Das Rechtsgeschäft ist nur dann anfechtbar, wenn ein Irrtum, eine arglistige Täuschung gegeben oder eine Zu 4 widerrechtliche Drohung vorliegt Da in diesem Fall keine dieser Voraussetzungen vertrag über die zehn Pakete Druckerpapier nicht anfechtbar. Zu 5: ist, ist der Kauf- Falsch. Der Wertverlust eines Wertpapieres stellt ein Risiko dar, das die Heinrich KG zu tragen hat Sofern die Erwartungen der Heinrich KG nicht erfüllt werden, ist sie nicht zur Anfechtung des Rechtsgeschäftes berechtigt Zu 6: Richtig. Bei diesem Rechtsgeschäft wird deutlich, dass es sich um einen Schreibfehler liegt ein Irrtum vor, der die Heinrich handeln muss. Durch den "Zahlendreher" (179 statt 197 €) im Angebot des Kaufvertrages berechtigt (vgl. § 119 BGB) KG zur Anfechtung ©Kopieren verboten! 21 Lösungserläuterungen Abschlussprüfung Sommer 2011 Wirtschafts- und Sozialkunde 14. Aufgabe Zu 1: Falsch. Herr Groß ist nicht wahlberechtigt, da er erst 17 Jahre alt ist und ein Mindestalter von 18 Jahren notwendig ist (vgl. § 7 BetrVG). Zu 2: Richtig. Herr Schmackes besitzt als Leiharbeiter die Wahlberechtigung, da er mehr als drei Monate der Heinrich KG überlassen wurde (vgl. § 7 Satz 2 BetrVG) Zu 3: Falsch. Der Schülerpraktikant gilt nicht als Arbeitnehmer im Sinne des Betriebsverfassungsgesetzes. Daher ist er nicht wahlberechtigt. Zu 4: Falsch Ein Handelsvertreter ist kein Arbeitnehmer der Heinrich KG, sondern ein selbstständiger Kaufmann. Herr Becker hat für die Wahl des Betriebsrates keine Wahlberechtigung. Zu 5: Richtig. Tanja Kleinert gilt als Arbeitnehmerin der Heinrich KG (vgl. § 5 Abs. 1 BetrVG). Da sie das 18. Lebensjahr vollendet hat, ist sie wahlberechtigt. Zu 6: Falsch Gerda Heinrich ist Gesellschafterin der Heinrich KG und daher nicht zur Wahl des Betriebsrates berechtigt (vgl. § 5 Abs 2 Nr. 2 BetrVG). 15. Aufgabe a) 3 Der Verkaufsleiter ist gesetzlich rentenversichert. Für die Erfüllung der Ansprüche auf Altersruhegeld ist daher die Rentenversicherung zuständig. b) 5 Da der Unfall des Mitarbeiters während der Arbeitszeit eintrat, ist die gesetzliche Unfallversicherung für die Erfüllung der Leistungsansprüche zuständig. c) 1 Das Mutterschaftsgeld ist eine Leistung der Krankenkasse, sodass diese für die Erfüllung der Leistungsansprüche zuständig ist. 16. Aufgabe Zu 1: Richtig. Durch das Verbot marktbeherrschender Unternehmenszusammenschlüsse wird der Wettbewerb erhalten bzw. gestärkt. Dieser staatliche Eingriff ist als ordnungspolitische Maßnahme mit den Grundprinzipien der sozialen Marktwirtschaft vereinbar. Zu 2: Falsch. In der sozialen Marktwirtschaft wird das Prinzip des Marktes mit einem sozialen Ausgleich verbunden. Greift der Staat lenkend auf den Import von Lebensmitteln ein, wird das Prinzip des Marktes gestört. Damit ist diese Maßnahme nicht mit den Grundprinzipien der sozialen Marktwirtschaft vereinbar. Zu 3: Richtig. Die Zahlung eines Zuschusses für die von der Bundesagentur für Arbeit bezahlten Leistungen dient dem sozialen Ausgleich, da Arbeitslose hiervon profitieren. Diese Maßnahme ist daher mit den Grundprinzipien der sozialen Marktwirtschaft vereinbar. Zu 4: Falsch. Werden die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung an der Höhe der jeweiligen Beiträge orientiert, so würden Menschen mit geringem Einkommen nur geringe Leistungen erhalten. Damit würde dem Grundprinzip eines sozialen Ausgleichs in der sozialen Marktwirtschaft widersprochen. Zu 5: Falsch. Die freie Regelung der Arbeits-/Sozialbedingungen durch die Tarifpartner ist ein wesentliches Element der sozialen Marktwirtschaft. Ein staatlicher Eingriff in die Tarifautonomie und in die Ergebnisse von Tarifverhandlungen stellt eine Maßnahme dar, die nicht mit den Grundprinzipien der sozialen Marktwirtschaft vereinbar ist. Zu 6: Falsch Sofern der Staat Höchstpreise für Grundnahrungsmittel festlegt, liegt ein Markteingriff vor Dieser ist nicht mit den Grundprinzipien der sozialen Marktwirtschaft vereinbar. 22 ©Kopieren verboten! Lösungserläuterungen Abschlussprüfung Sommer 2011 Wirtschafts- und Sozialkunde 17. Aufgabe Zu 1: Falsch. Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Europäischen Union führt zu einer Verringerung des gesamten Nachfrageniveaus. Da Deutschland einen großen Teil der hergestellten Güter in das europäische Ausland verkauft, sinkt die Nachfrage nach deutschen Produkten. Damit verringert sich die Inflationsgefahr im Inland Zu 2 Richtig. Durch die Vernichtung großer Teile der Obst- und Gemüseernte, Bei einer gleich bleibenden Nachfrage kommt es zu einer Preissteigerung näre Entwicklung in Deutschland begünstigen. Falsch Die geringe Auslastung der Produktionskapazitäten turelle Schwächeperiode hin. Dabei ist das Nachfrageniveau Entwicklung nicht begünstigt wird. verringert sich die Angebotsmenge. für diese Produkte, die eine inflatio- Zu 3 in der deutschen verhältnismäßig Industrie deutet auf eine konjunkgering, sodass eine inflationäre Zu 4: Falsch. Geht der Exportüberschuss der Bundesrepublik Deutschland zurück, so gleicht sich das Niveau von Exporten und Importen weiter an. Ein hoher Exportüberschuss kann zu inflationären Effekten führen, da einerseits die Güter in das Ausland geliefert werden und sich darüber das inländische Angebot verknappt. Andererseits fließen die Exporterlöse und damit zusätzliche Geldmittel in die deutsche Volkswirtschaft, die sich nachfragewirksam auswirken können. Zu 5 Zu 6 Falsch. Sinkende Lohnstückkosten Anstieg begünstigen keine inflationäre Entwicklung. inflationärer Effekte in Deutschland und Richtig. Ein konstanter der Erdölpreise führt zu einer Verstärkung Die steigenden Importpreise Chemieprodukte). für diesen wichtigen Rohstoff führt zu einem Preisanstieg (z B. für Mineralöl- 18. Aufgabe a) 4 Eine stark steigende Nachfrage Arbeitslosigkeit sind Merkmale bei einem geringen Anstieg der Arbeitnehmerentgelte einer Aufschwung-/Expansionsphase. sowie eine sinkende b) 2 Die Merkmalskombination einer nachlassenden Investitionsneigung, bei einem gleichzeitigem Arbeitslosigkeit und stagnierenden Entgelten kennzeichnet eine Abschwung-/Rezessionsphase. Anstieg der 19. Aufgabe Zu 1: Falsch Die EZB ist nicht von Weisungen der nationalen Zentralbanken abhängig. Sie entscheidet vielmehr selbstständig vor dem Hintergrund der eigenen geldpolitischen Ziele. Die Präsidenten der nationalen Zentralbanken wirken im EZB-Rat an den Beschlüssen der EZB mit. Zu 2 Richtig. Vorrangiges hängig über geeignete Ziel der EZB ist die Preisstabilität. geldpolitische Maßnahmen. Um dieses Ziel zu erreichen, entscheidet die EZB unab- Zu 3: Falsch Siehe 2. In den europäischen Verträgen sowie der Satzung des Europäischen Systems der Zentralbank ist die Preisstabilität als vorrangiges Ziel genannt. Insofern setzt die EZB keine Entscheidungen des europäischen Parlamentes in Straßburg um. Falsch Siehe 2. Die EZB ist von den Zielen und Weisungen Falsch Siehe 2. Die EZB ist unabhängig der Regierungen der" Euro-Länder" unabhängig. richten. Zu 4 Zu 5: Zu 6: und muss sich daher nicht nach Vorgaben des Europarates Richtig. Durch verschiedene geldpolitische Maßnahmen steuert die EZB die Geldversorgung. Ansatzpunkt sind die jeweiligen Geschäftsbanken. Wird beispielsweise die Geldversorgung (Refinanzierung) der Geschäftsbanken erschwert, so erhöhen sich die Zinsen am Kapitalmarkt. Mit ihren Entscheidungen übt die EZB einen Einfluss auf die Zinsen am Kapitalmarkt aus. ©Kopieren verboten! 23 Lösungserläuterungen Abschlussprüfung Sommer 2011 Wirtschafts- und Sozialkunde 20. Aufgabe Zu 1: Falsch. Siehe 4. Nachhaltiges wirtschaftliches Handeln ist nicht auf einen ständigen Anstieg des materiellen Wohlstandes ausgerichtet Essoll erreicht werden, dass zukünftige Generationen ihre Bedürfnisse noch befriedigen können. Zu 2: Falsch. Siehe 4. Wirtschaftliche Ressourcen sollen nicht verstärkt ausgebeutet werden, sondern vielmehr späteren Generationen noch zur Verfügung stehen. Zu 3: Falsch. Nachhaltiges wirtschaftliches Handeln kann nicht nur durch internationale Vereinbarungen umgesetzt werden. Zusätzlich können die einzelnen Wirtschaftssubjekte durch ihre Entscheidungen aktiv an der Nachhaltig keit mitwi rken. Zu 4: Richtig. Nachhaltiges Wirtschaften soll es ermöglichen, dass nachfolgende Generationen intakte Bedingungen für wirtschaftliches Handeln vorfinden, um ihre Bedürfnisse ebenfalls befriedigen zu können. Zu 5: Falsch. Da die Energieressourcen begrenzt sind, sollte nachhaltiges Wirtschaften auf eine Minimierung des Energieverbrauches hinwirken. Eine deutliche Steigerung des Energieverbrauches entspricht nicht den Vorstellungen der Nachhaltigkeit. Zu 6: Richtig. Nachhaltiges Wirtschaften umfasst einen Auftrag, an dem alle Mitglieder der Gesellschaft mitwirken sollten 24 ©Kopieren verboten!
Copyright © 2024 DOKUMEN.SITE Inc.